Ex-Sparring-Partner

08. August 2017 23:50; Akt: 09.08.2017 15:19 Print

«McGregor heult wie ein Mädchen»

Conor McGregor arbeitet wie ein Wahnsinniger auf den Kampf gegen Floyd Mayweather hin. Dazu gehört auch ein Schlagabtausch mit einem Ex-Sparring-Partner.

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Show-Mann Conor McGregor setzt beim offiziellen Wiegen in Szene. Floyd Mayweather zeigt sich kaum beeindruckt. Cool stellt sich der 40-Jährige auf die Waage, während ... ... McGregor auch hier Zähne zeigt. Für die Pressekonferenz am Mittwoch im MGM Grand in Las Vegas erschienen die beiden im Anzug. Natürlich schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts und deckten sich gegenseitig mit Sprüchen ein. Um diesen mit Diamanten, Saphiren, Smaragden und Gold bestückten Gürtel des Profibox-Weltverbandes WBC geht es. UFC-Präsident Dana White ist von seinem Schützling McGregor überzeugt: «Ich erwarte, dass er gewinnt.» Die Box-Gilde hingegen ist sich einig, dass Mayweather siegt. Der aktuelle WBO-Weltergewichts-Weltmeister Jeff Horn sagt: «Es wäre entsetzlich für den Boxsport, wenn Mayweather gegen einen Typen verlieren würde, der seinen ersten Boxkampf bestreitet.» «Money» Mayweather umgibt sich gern mit aufreizend gekleideten Frauen, so auch an dieser Pressekonferenz. Etwas weniger aufgetakelt, dafür umso lauter sind die irischen McGregor-Fans. Der UFC-Champ genoss das Bad in der Menge sichtlich. Vier Runden gibt er dem ungeschlagenen Boxweltmeister! Bescheidenheit war noch nie eine von Conor McGregors (r.) Tugenden. Der 28-jährige Ire liefert bei der ersten Pressekonferenz vor dem Mega-Fight eine grosse Show. Das gefällt den 11'000 Zuschauern im Staples Center in Los Angeles. Ein feiner Anzug bedeutet nicht ein entsprechendes Benehmen. Der MMA-Star teilt richtig aus. Dass Floyd Mayweather im Kapuzenpulli aufkreuzt, entlockt dem Iren weitere Beleidigungen. Keine Frage: McGregor scheint heisser auf den Mega-Fight am 26. August in Las Vegas zu sein. Mayweathers Auftritt gibt weniger zur reden. Eine Aktion hatte es jedoch in sich. Der 40-Jährige zieht einen Scheck aus seinem Rucksack, als ihn McGregor auf die angeblichen Steuerschulden anspricht. Bis zur Proll-Show werden sich die Kämpfer noch ein paar Wortgefechte liefern, unter anderem in New York und London. Schliesslich geht es darum, den Event zu promoten. Mehr Zuschauer und mehr Geld für die beiden Hauptdarsteller.

McGregor und Mayweather gifteln sich an einer Pressekonferenz an.

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Es ist nicht die feine englische Art, aber es passt perfekt in das Vorgeplänkel des Megafights von Conor McGregor gegen Floyd Mayweather: Ein Sparring-Partner des Iren teilt im Nachhinein einen Tiefschlag aus. McGregor hatte sich den Ex-Boxer Paulie Malignaggi ins Team geholt, um sich für den Boxkampf am Samstag, 26. August (live auf Teleclub) in Paradise, einem Vorort von Las Vegas, vorzubereiten. Doch die Zusammenarbeit wurde nach kurzer Zeit wieder abgebrochen, Malignaggi hatte das Trainingscamp fluchtartig verlassen.

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Grund dafür ist unter anderem ein Foto, das im Netz auftauchte. Dieses zeigt, wie Malignaggi auf dem Ringboden liegt, offenbar vom MMA-Star niedergestreckt.


Reaktion via Twitter

Der US-Amerikaner besteht aber darauf, dass er vom 29-Jährigen geschubst worden sei. Das Team des MMA-Stars habe statt eines Videos nur dieses Bild veröffentlicht. Das sei Teil davon, wie er vom McGregor-Clan ausgenutzt worden sei, so der Ex-Profi aus Brooklyn.

Das wollte der 36-Jährige natürlich nicht auf sich sitzen lassen und teilte seinerseits via Twitter aus: «McGregor heult wie ein Mädchen, wenn er am Körper getroffen wird.»


Ausserdem sei er vom Mayweather-Herausforderer für seine Sparring-Dienste nicht einmal bezahlt worden, wird Malignaggi von thesun.co.uk zitiert. Das sei aber nicht weiter schlimm, denn er sei es ja gewesen, der dem Iren den Hintern versohlt habe und nicht umgekehrt.

Das tönt vonseiten McGregors natürlich ganz anders: «Er blieb im Ring, dafür muss man ihm Respekt zollen. Aber das war auch schon alles – er kam, bekam seinen Arsch versohlt und das wars.»

The boxing ring is mine.

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Einstige Harmonie ist passé

Die Zusammenarbeit des ehemaligen IBF-Weltmeisters im Halbweltergewicht sowie WBA-Weltmeisters im Weltergewicht mit dem MMA-Champion hatte gut begonnen. Malignaggi hatte zu Beginn nur lobende Worte für «The Notorious» und sagte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Showman aus Dublin.

Nun gibt es keinerlei Zuneigung mehr zwischen den beiden. Malignaggi legte in einem Interview mit The MMA Hour noch einen drauf: «Es geht nur um Status. Er ist ein Drecksack. Es geht nur darum, wer ihm besser den Arsch küsst. Es geht nur ums Ego und ich bin kein Schleimer wie die Leute um ihn herum.» Der Boxer fordert vom McGregor-Clan zudem, dass dieser nicht nur Fotos veröffentlicht, sondern auch ein Video vom Sparring zeigt. Darin solle in zwölf Runden klar ersichtlich sein, dass er McGregor dominiert habe.

Bisher gab es vom MMA-Fighter dazu keine Stellungnahme. Er postet lieber Bilder, die zeigen, wie hart er im und ausserhalb des Rings schuftet.

Sparring today. It's another day for me.

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Intense late night work with the team on the @conormcgregorfast conditioning program.

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(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MMA-Master am 09.08.2017 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade fürs harte Training

    McGregor wird trotz des harten Trainings verlieren. Ich würde ihm einen Sieg gönnen, jedoch muss man den Tatsachen ins Auge sehen und erkenne, dass das nunmal nicht sein Gebiet ist (der Boxring). Ich verstehe nicht wie manche glauben können, dass McGregor gewinnen könnte. Er könnte nur durch einen Glückstreffer gewinnen, dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich.

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  • Der_Baum am 09.08.2017 00:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsches Fachgebiet

    McGregor verliert klar in einem Boxkampf. In einem MMA-Kampf würde es wieder klar auf die andere Seite zusteuern.

  • andy hug fan am 09.08.2017 01:03 Report Diesen Beitrag melden

    millionen game. wird sich steigern.

    vielleicht rastet der mcgregor aus nach einer weile boxen. ev 3-4 runden. oder sobald er merkt das ihm die luft aus geht. danach wird abgebrochen und floyd behält den titel. und mcgregor sagt dann nach dem getümmel er hätte gewonnen wenn nicht abgebrochen worden wäre vom ringrichter. danach planen die die grosse revanche. mit noch mehr umsatz.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dana White am 25.08.2017 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    49/1

    Wenn man sagt, dass Coner gewinnen wird hat man offenbar keine Ahnung... Jedoch ist es so das er gewinnen wird. Er trainiert hart und floyd geht Golf spielen und Rollschuh laufen. Nicht aus Glück hat er bereits in zwei verschiedenen Gewichtsklassen den Titel in UFC. Vor zwei Jahren ging Floyd in den Ruhezustand und in diesen zwei Jahren wurde Coner jeden Tag besser. Er ist Jung und Hungrig auf den Sieg. Floyd möchte einfach nur Geld bekommen. Coner stammt aus einer Familie die nichts hatte. Er kam von 0 und ist jetzt eine Legende. Die Zeit von Floyd ist abgelaufen

  • Ben am 11.08.2017 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    McGregor soll in MMA Manier Mayweather niederwalzen und halt durch Disqualifikation verlieren.

  • Maik am 09.08.2017 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lets go

    Denke auch, dass mc gregor schlechtere karten hat. Auch logisch... Jedoch hoffe ich, dass er vor er auf die Bretter geht, Maywather in die arm bar nimmt bis er bricht! Das wäre mal eine show! Unbezahlbar!

  • Dein Lauch am 09.08.2017 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Show pur

    Hier geht es rein nur ums geld. Es wurde schon lange besprochen wer gewinnen wird. Und es werden ja mehrere Kämpfe in verschiedenen ringen.

  • Unwichtig unwichtiger am 09.08.2017 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der kampf wird wie bei snatch

    "man schickt keinen boxer auf einem bare knuckle kampf" - jason statham nachdem sein boxer nach einem schlag spitalreif war.