Militär für Sportler

29. Oktober 2012 18:27; Akt: 29.10.2012 22:31 Print

Schwingerkönig Kilian Wenger rückt in RS ein

Unter den rund 8500 Rekruten die am Montag in der ganzen Schweiz einrückten, war auch Schwingerkönig Kilian Wenger. Der Berner Oberländer bestreitet mit 27 Kollegen und drei Kolleginnen die Spitzensport-RS in Lyss und Magglingen.

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«Ich freute mich auf diese RS, denn nun kann ich als Profi leben», so Kilian Wenger, «das wäre im Schwingen sonst nicht möglich.» Nur gerade dem Schwingen kann der Schwingerkönig von 2010 in den ersten Wochen allerdings nicht nachgehen. In den ersten fünf Wochen steht in Lyss neben dem Training die allgemeine militärische Grundausbildung auf dem Programm. «Ich bin gespannt, was mich erwartet. Mit einem Sturmgewehr 90 habe ich noch nie geschossen», zeigt Wenger einen gewissen Respekt vor dem «militärischen Neuland». Vor 14 Tagen hat er wieder beschwerdefrei mit dem Training begonnen, die Ellbogenverletzung ist ausgeheilt.

Während der RS hat der 22-Jährige genügend Trainingspartner. «Die Planung ist so, dass neben den zwei Schwingern, die schon in der RS sind, immer noch andere in Magglingen trainieren», so Wenger, der noch nicht konkret ans Eidgenössische vom nächsten Jahr in Burgdorf denkt. «Es hat vorher noch neun andere Kranzfeste, an denen ich hoffe, gesund zu bleiben.» Wenger freut sich in der RS auch auf die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Sportarten. «Ich kann sicher nicht nur sportlich, sondern auch kameradschaftlich viel profitieren.»

Gute Bedingungen fürs Training

In der Spitzensport-RS 3/12 sind neben dem Schwingen Athletinnen und Athleten aus den Sportarten Fussball, Kanu, Kunstturnen, Leichtathletik, Mountainbike, OL, Rad, Rudern und Schiessen vertreten. «Die ersten fünf Wochen werden sicher streng, das hat mir Steven Zuber gesagt, der die RS schon hinter sich hat», sagte Amir Abrashi von den Grasshoppers. «Aber es ist sicher ein gute Erfahrung, aus dem normalen Fussballer-Alltag auszubrechen. Und in Magglingen haben wir sicher sehr gute Trainingsbedingungen.»

Die U23-Mountainbike-Weltmeisterin Jolanda Neff müsste als Frau eigentlich nicht in die Rekrutenschule: «Ich mache es wegen des Trainings, weil ich so gute Möglichkeiten habe», sagte die Rheintalerin. «Auf die ersten fünf Wochen freue ich mich weniger, aber das wird schon gehen.». Bevor die 31 Athletinnen und Athleten für 13 Wochen nach Magglingen dislozieren, stehen in Lyss zuerst vor allem Schiessen, Sanitäts-, ABC- und Fahrausbildung auf dem Programm - der militärische Alltag halt.

(sda)

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