Flandern-Rundfahrt

29. März 2017 11:08; Akt: 29.03.2017 11:08 Print

Terror-Sorgen vor Belgiens Volksfest

Belgien fiebert der Flandern-Rundfahrt entgegen. Ganz unbeschwert wird der Radsport-Klassiker aber nicht über die Bühne gehen.

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Der Frühling ist angebrochen und Belgien freut sich auf seinen inoffiziellen Nationalfeiertag. Einen Nationalfeiertag wohlgemerkt, dessen Datum jährlich variiert, weil er jeweils aufs erste April-Wochenende fällt. Am kommenden Sonntag ist wieder Flandern-Rundfahrt (live mitzuverfolgen ab 14 Uhr auf SRF 2).

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Nirgendwo geniesst der Radsport eine grössere Bedeutung als im Beneluxstaat, daran lassen die Zuschaueraufmärsche keinen Zweifel. Rund eine halbe Millionen Menschen erwartet die Polizei zur 101. Austragung des Klassikers, es könnten aber auch gut und gerne einige mehr werden. Vor zwei Jahren säumten 900'000 die Strecke.

Über 600 Polizisten

Bei aller Vorfreude: Gänzlich unbeschwert wird das Volksfest nicht über die Bühne gehen. Die jüngsten Terroranschläge in Europa haben auch Auswirkungen auf die «Ronde», die zu den fünf Monumenten das Radsports zählt. Die Organisatoren teilten am Montag mit, dass sie die Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärfen werden.

Zahlreiche Betonblöcke entlang der 260 Kilometer langen Strecke sollen vor Angriffen mit Fahrzeugen schützen, in 17 ausgewählten Zonen herrscht Rucksackverbot, über 600 Polizisten sind im Einsatz, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtet.

Erinnerungen an 2016

Die Massnahmen erinnern an die letztjährige Austragung, als die 100. Flandern-Rundfahrt im Zeichen der Anschläge von Brüssel stand. Zwölf Tage zuvor hatten Selbstmordattentäter in der Hauptstadt 35 Menschen aus dem Leben gerissen. Die Belgier liessen sich die Lust am Radsport jedoch nicht nehmen und machten die Jubiläumsausgabe zu einem Ereignis. Doch eine gewisse Schwermut blieb, zumal in der Vorwoche auch zwei belgische Profis tödlich verunglückt waren.

Den Sieg sicherte sich damals Weltmeister Peter Sagan, der Fabian Cancellara auf Platz 2 verwies und damit verhinderte, dass der Schweizer den Klassiker als erster Fahrer zum vierten Mal gewann.

Favorit mit Schweizer Unterstützung

Der Slowake zählt auch dieses Jahr zu den heissen Anwärtern. Topfavorit ist jedoch ein Einheimischer. Olympiasieger Greg van Avermaet war bereits Ende Februar beim E3 in Harelbeke sowie vergangene Woche beim Omloop Het Nieuwsblad und bei Gent–Wevelgem, also in drei belgischen Eintagesrennen, nicht zu bezwingen.

Stefan Küng traut seinem BMC-Kollegen einen erneuten Coup zu. Wenn der Plan aufgeht, wird der Thurgauer seinem Chef in der entscheidenden Phase des Rennens als Edelhelfer dienen. «Ich habe eine sehr wichtige Rolle», sagt Küng gegenüber SRF. «Ich bin zusammen mit Daniel Oss dafür zuständig, Greg im Finale, also ab 20 Kilometer vor dem Ziel, zu unterstützen. Wenn er am Ende gewinnt, ist das mehr als Lohn genug für die Arbeit, die man leistet.»

(kai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Polska am 29.03.2017 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    tja, selber schuld würd ich sagen

    na dann würde ich doch die Grenzen noch weiter aufmachen für alles und jeden :)

    einklappen einklappen
  • marko 32 am 29.03.2017 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Terror Gefahr

    Die Sicherheitskräfte müssen mit strengen Augen Aufsicht machen!!! Und die Sicherheit muss stimmen!!!

  • Franco DiBiasi am 30.03.2017 04:53 Report Diesen Beitrag melden

    Soll man Einer erklären...

    dass man bei so Anlässen genauestens weiss, welche Risiken bestehen... Aber wenn etwas passiert ist, ist der Fokus immer darauf, alles zu relativieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franco DiBiasi am 30.03.2017 04:53 Report Diesen Beitrag melden

    Soll man Einer erklären...

    dass man bei so Anlässen genauestens weiss, welche Risiken bestehen... Aber wenn etwas passiert ist, ist der Fokus immer darauf, alles zu relativieren.

  • marko 32 am 29.03.2017 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Terror Gefahr

    Die Sicherheitskräfte müssen mit strengen Augen Aufsicht machen!!! Und die Sicherheit muss stimmen!!!

  • Polska am 29.03.2017 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    tja, selber schuld würd ich sagen

    na dann würde ich doch die Grenzen noch weiter aufmachen für alles und jeden :)

    • Sandervandorn44 am 29.03.2017 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Polska

      wie können sie denn bitte sowas sagen unglaublich. wenn ich ihrem namen entnehme kommen sie auch nicht aus der schweiz und sind wohl auch durch offene grenzen gekommen

    • Franz Müller am 30.03.2017 04:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Sandervandorn44

      Natürlich sollte man nie "selber schuld" sagen. Ihnen entgeht aber, dass es nicht darum geht, ob jemand von sonst wo kommt - das ist egal. Ungarn sind z.B. in der Schweiz nach Statistik Vorzeigebürger mit ausgezeichneter Integration... Polen sind noch nie ein Problem gewesen. Es geht lediglich um die Leute, die eben nicht kommen, um sich zu integrieren... oder leider schlimmer...

    • chremali am 30.03.2017 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Problem aus früheren Zeiten

      Viele von denen kamen früher via Frankreich oder Niederlande in die Industriegebiete nach Belgien. Es ist ein Problem von vielen ehemaligen Kolonialstaaten. Heute sind viele "Belgier". Aber man muss dieExtremisten einfach ausräuchern. Am Ende sind auch friedliche gut integrierte Einwanderer froh, wenn diese Banden weg sind.

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