David Loosli

10. Juli 2017 16:51; Akt: 10.07.2017 16:51 Print

«In Abfahrten wird immer aggressiver gefahren»

Nach der Sturzorgie äussert der ehemalige Schweizer Radprofi und SRF-Experte David Loosli am Ruhetag seine Gedanken zum extremen Mentalitätswechsel.

Richie Porte stürzt schwer und kann die Tour de France nicht fortführen. (Video: SRF)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die schweren Stürze während der Königsetappe der Grande Boucle lassen aufhorchen. Inwiefern solche Zwischenfälle die verbliebenen Fahrer im Rennen prägen, weiss David Loosli. Der 37-jährige Berner und SRF-Experte war früher selber Profi und ist sportlicher Leiter der Tour de Suisse.

Loosli über die Auswirkungen ...
«Ist man bei einem solchen Sturz wie jenem von Porte unmittelbar dabei, kann der Fahrer schon kurz bremsen und ist danach vielleicht gehemmt, die Abfahrt gut zu meistern. Die meisten fuhren jedoch in hohem Tempo weiter und Romain Bardet griff sogar noch an.»

... die Zielankunft
«Ob die Organisatoren auf die schwierige Schlussabfahrt hätten verzichten sollen, ist schwer zu sagen. Es ist für alle eine Gratwanderung. Die Fahrer wussten von der schwierigen Abfahrt und pushten sich dennoch bis ans Limit.»

... die Fahrweise
«Früher gaben die Favoriten bergauf Vollgas und versuchten so, die Konkurrenten abzuhängen. Seit mehreren Jahren wird auch in den Abfahrten aggressiver gefahren, um Zeit herauszuholen. Das geht dann leider nicht immer gut.»

... die Sicherheit
«Bei der Streckenführung schaut man immer zuerst, ob sie für die Fahrer sicher genug ist. Sie sind es aber, die das Rennen machen. Schlussendlich kann immer und überall ein dummer Sturz passieren.»

... das Gesamtklassement
«Chris Froome hat mit seinem starken Sky-Team gute Karten, die Tour erneut zu gewinnen. So weit ist es aber noch nicht, auch wenn vorgestern ein paar Favoriten Zeit eingebüsst haben.»

(heg)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hui Bu am 10.07.2017 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    laaangweilig

    Absolut nichtssagendes Interview, ausser dass heute scheinbar aggressiver gefahren wird als früher. Sehr langweiliger Artikel.

  • Dino Schön am 10.07.2017 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Faszinierend!

    Ihr schafft es immer wieder das Schlechteste aus dem vorhandenen Videomaterial zu machen... Chapeau!

  • Tommy D am 10.07.2017 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ein Drama

    Diese Typen brettern mit über 70 km/h den Berg runter und wir machen ein Drama, wenn einer dabei stürzt! Das ist Berufsrisiko. Tut mir leid für den Fahrer, aber das kann halt eben passieren. Mein Mitleid hält sich jedenfalls in Grenzen. Immer höher, immer schneller, immer weiter - das fordert Opfer, nicht nur im Sport! Trotzdem gute Besserung!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • hubert rüede am 11.07.2017 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    120 km/h

    Schwierige Abfahrt? - Sturz mit 72 km/h. Meinen Sie wirklich, dass bei einem Sturz in der Gotthard-Abfahrt mit über 100 km/h die Auswirkungen geringer wären...? Bei diesen Tempi und ohne jeglichen Airbag herrscht Todesgefahr. Leider.

  • Sonja am 10.07.2017 21:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ziel auf dem Pass.

    Unbedingt Ziel auf dem Pass machen .Dann hätte man solch grosse Probleme nicht.

    • Hene us F am 11.07.2017 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      Und wie???

      Sehr schlau. Bravo. Dann erklären Sie auch gleich, wie man das macht bei Königsetappen, wo es über 3 bis 4 Pässe geht.

    einklappen einklappen
  • Freddy B. am 10.07.2017 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ziel auf dem Berg machen !

    Nach meiner Meinung sollte man nach solchen langen Etappen das Ziel auf dem Berg machen.Man hätte weniger Unfälle.Ich kann mich noch gut erinnern an einen Todesfall eines Italienischen Profis anlässlich einer Tour de France.Er ist in der Nähe von Como begraben.

    • Velo Gümmeler 75 am 10.07.2017 21:39 Report Diesen Beitrag melden

      Kann mich auch noch erinnern!

      Kann mich auch noch an diesen Fall erinnern.Ich glaube es war in einem Jahr ,wo auch unser Schweizer Alex Zülle die Tour fuhr.

    einklappen einklappen
  • cycling_alex am 10.07.2017 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neutralisieren

    Vielleicht müsste man wirklich bei jeder Abfahrt das Rennen neutralisieren. Schließlich ist die Tour kein Downhill Sport. Oder anders gesagt was würde wohl im Downhill passieren, wenn sich der Fahrer schon vor der Abfahrt komplett verausgabt hat.

    • Peter Müller am 11.07.2017 06:17 Report Diesen Beitrag melden

      Komplett neutralisieren

      Ich finde, man sollte das Rennen auch bergauf neutralisieren, schliesslich ist das unfair für die Sprinter und die Sprints müsste man auch neutralisieren, da es unfair für die Bergflöhe ist.... Das ist Rennsport. Es gibt nun mal gute Steuerkünstler, die bergab eine Distanz machen können. Wenn andere, die das nicht können, auch so schnell fahren wollen, dann passiert's halt. Nicht die Strecken sind gefährlich sondern über dem Limit fahren. Jeder muss wissen, was er kann, ansonsten soll er nicht an ein solches Rennen gehen.

    einklappen einklappen
  • Dino Schön am 10.07.2017 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Faszinierend!

    Ihr schafft es immer wieder das Schlechteste aus dem vorhandenen Videomaterial zu machen... Chapeau!