Brasilianische Volleyballerin

22. Februar 2017 13:15; Akt: 22.02.2017 16:05 Print

Transsexuelle beschäftigt Italiens Sportwelt

Golem Palmi tätigt den Transfer der Clubgeschichte: Tiffany Pereira de Abreu. Die brasilianische Volleyballerin hat sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen.

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Ein italienischer Zweitligist hat den grossen Coup gelandet. Seit der Verpflichtung der brasilianischen Transsexuellen Tiffany Pereira de Abreu geht es im beschaulichen Palmi, Kalabrien, rund. Zuvor hatte die 32-jährige unter ihrem Geburtsnamen Rodrigo für das belgische Männerteam Dero Zele-Berlare gespielt.

Bis jetzt waren es vor allem die italienischen Medien, die Interesse an der 32-jährigen Brasilianerin bekundeten, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es auch die ausländischen zur Fussspitze des Stiefels zieht.

Was die Journalisten freut: Medienscheu ist bei Golem Volley niemand – im Gegenteil: Der Club macht sich den Rummel zunutze. Beim Besuch auf der Website muss man sich dumm anstellen, um an Fotos der 1,92 Meter grossen Spielerin oder an Informationen über sie vorbeizuklicken. Gleiches gilt für die bisher abgedruckten Storys und ausgestrahlten Interviews, die der Club stolz präsentiert.

Ziehen andere Teams nach?

Am Sonntag wurde die Angreiferin erstmals eingesetzt, der finale Segen der italienischen Volleyball-Liga der Frauen fehlt aber noch. Präsident Mauro Fabris: «Wir haben vollen Respekt vor den einzelnen Spielern. Doch wir müssen wissen, welche Regeln in solchen Fällen gelten. Nicht in allen Ländern sind die Prozeduren zur Geschlechtsumwandlung dieselben.» In den Medien wird spekuliert, auch andere Teams könnten auf Transsexuelle zurückgreifen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Die «Gazzetta dello Sport» hat Tiffany in Kalabrien besucht, sie beim Training gefilmt, interviewt und auch mit ihren Coaches und Mitspielerinnen gesprochen:

(Video: Youtube)

Der TV-Sender TG3 war vor kurzem ebenfalls in Palmi.

(Video: Youtube)

(als)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jule am 22.02.2017 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch nicht fair

    Ein klarer Vorteil, für diese Frauen Mannschaft.

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  • i-fit-you am 22.02.2017 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neue Form des Dopings

    Künftig wird nicht mehr gedoped bis zum geht nicht mehr, sondern es treten einfach Männer bei den Frauen an.

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  • Anke Klause am 22.02.2017 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    kein Sportgeist

    Auch wenn er/sie/es eie Geschlechtsumwandlung hatte, hat er/sie/es immer noch zum Grossteil männliche Eigenschaften und steht deshalb gegenüber den weiblichen Gegnern im Vorteil.

Die neusten Leser-Kommentare

  • devildwarf am 22.02.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    no offense

    Hätte der Mensch nie eine Geschlechter-trennung vollzogen, würden solche Leute keinen Grund haben, dass andere Geschlecht zu leben. Ergo ist es ein rein Psychisches Problem. Nur mal so, wieso ziehen die Leute danach Frauenkleider an und Schminken sich? Das ist ja dan wieder nur etwas Oberflächliches. Und bevor Diskussionen die ins nichts führen, starten, ich besitze einen"Teamspeak server" und lade jeden ein mit mir über dieses Thema sachlich zu Diskutieren.

  • Martin am 22.02.2017 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unfair

    im MMA kam mal die Frage auf, ob man Transsexuelle in der Frauenliga kämpfen lassen soll. Ronda Rousey meinte hierzu, dies wäre sehr unfair gegenüber den Frauen. Männer produzieren Testosteron, dies verhilft zu mehr Muskelmasse, zudem haben Männer eine höhere Knochendichte, diese würden die Frauen bei jedem Schlag und Tritt zu spüren bekommen. Ich glaube nicht das es fair ist, eine Transsexuelle gegen Frauen in jedwedem Sport antreten zu lassen.

  • Samuel R. am 22.02.2017 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Medizinische Fachkenntnis nötig

    Ich finde es gut, wenn das Thema ordentlich abgeklärt und medizinisch untermauert wird. Nicht umsonst sind im Spitzensport Hormonpräparate als Doping verboten. Ich hoffe die Frau kann auch zukünftig spielen, aber nicht auf Kosten eines fairen Sports.

  • Mamabär am 22.02.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung der Frauen

    Castor Semenya hat eine Frau geheiratet. Damit ist klar, dass sie ein Mann ist - und im Frauenwettbewerb teilnahm, weil es zu ihrem Vorteil war. Solche Personen sollten ausgeschlossen werden vom Wettbewerb für klar definierte Geschlechter. Von mir aus kann man ein Wettbewerb für das dritte Geschlecht einführen. Wieso muss man wieder die Frauen mit normalen Hormonwerten benachteiligen? Die Olympiade war ein Witz, wo Semenya und zwei weitere mit ähnlicher Vorgeschichte gewannen.

    • Marc am 22.02.2017 15:41 Report Diesen Beitrag melden

      Ab 2018

      Machen Sie sich für solche Aussagen in Kanada strafbar (Offizialsdelikt). Kommt auch noch nach Europa, keine Sorge. Geschlecht ist ein sozials Konstrukt. Scheinbar ^^

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  • Gleiches Recht am 22.02.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Gemäss den Feministinnen und meisten Linken gibt es doch keine Unterschiede zwischen Mann und Frau (mehr), also Luft anhalten und weiter spielen ... oder sind da etwa die Lohnunterschiede plötzlich doch gerechtfertigt? Ein Schelm wer Böses denkt ...

    • asdf am 22.02.2017 14:31 Report Diesen Beitrag melden

      @Gleiches Recht

      Also sagen wir mal ich trage 50% meines Körpergewichtes und du 50% deines Körpergewichtes (ja, ich weiss so pauschal kann man das nicht sagen, aber einfach zum illustrieren). Ich gehe stark davon aus, dass ich in absoluten Zahlen weniger als du getragen habe. Aber haben wir nun nicht die gleiche arbeit geleistet? Ganz abgesehen davon, dass die Lohnunterschiede in allen Sparten vorkommen, nicht nur bei Stellen mit viel körperlicher Arbeit. Und bei allen anderen Arbeiten muss gar nicht darüber diskutiert werden, dass es einfach nicht gerechtfertigt ist.

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