104. Tour de France

11. Juli 2017 17:49; Akt: 11.07.2017 20:05 Print

«Keiner kann ihn Mann gegen Mann schlagen»

Marcel Kittel hat die 10.-Tour-de-France-Etappe gewonnen. Der Brite Chris Froome hält das Maillot Jaune.

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Verdienter Schluck: Der Tour-Champion genehmigt sich auf dem letzten Teilstück ein Gläschen Champagner. (23. Juli 2017) Leader Chris Froome hat die Haupstadt Paris heil erreicht und... ...gibt kurz vor dem Ziel noch einmal mit seinen Berufskollegen mehr Gas. Sieger der Schlussetappe der Tour wird Dylan Groenewegen. Für den Holländer ist es eine Premiere im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt. Stolz und glücklich: Froomes Gattin Michelle und Sohnemann Kellan warten sehnsüchtig auf den erfolgreichen Ehemann respektive Daddy. Und schliesslich gibt es das erhoffte Wiedersehen in der Stadt der Liebe. Fast Partystimmung in Marseille: Chris Froome kann sich über einen weiteren grossen Sieg in seiner Karriere freuen. (22. Juli 2017) Glücklich im Ziel: Froome hat alle Angriffe souverän abgewehrt. (22. Juli 2017) Auf dem Weg zum dritten Rang im Zeitfahren. Froome trägt in der Schlussetappe das Maillot jaune und wird in Paris die Tour zum vierten Mal gewinnen. Es sei denn, er muss vorzeitig vom Rad steigen. Dritter Streich: Edvald Boasson Hagen freut sich über seinen Triumph. (21. Juli 2017) Es läuft für ihn rund: Chris Froome steht vor seinem nächsten Tour-Gesamtsieg. Hat das Geschehen auch in der letzten Bergetappe fest im Griff: Chris Froome. (20. Juli 2017) Froome hält die Konkurrenz in Schach: Der vierte Gesamtsieg für den Briten nach 2013, 2015 und 2016 ist zum Greifen nah. Stolz und glücklich: Ein ehemaliger Skispringer hat das schwere Teilstück über den Galibier für sich entschieden. (19. Juli 2017) Der Kampf am legendären Galibier: Der Brite Chris Froome kann das Maillot jaune verteidigen. Vive la France – Support für die einheimischen Fahrer am Galibier. Schwer gezeichnet: Marcel Kittel muss nach einem Massensturz vom Sattel steigen. Natürlich darf die Politik an der Tour nicht fehlen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt sich die Ehre. Michael Matthews feiert seinen Sieg nach der vom Wind geprägten 16. Etappe. (18. Juli 2017) 15. Etappe der Tour de France: Bauke Mollema feiert seinen Tagessieg. (16. Juli 2017) Grosse Freude nach der Anstrengung: Roman Bardet kommt als erster Fahrer im ersten Pyrenäen-Teilstück an. (13. Juli 2017) Fabio Aru unterstreicht seine Ambitionen in der diesjährigen Tour. Der Italiener übernimmt... ...neu das Maillot jaune und löst den bisherigen... ...Leader Chris Froome ab. Aber das letzte Wort in Sachen Gesamtsieg ist natürlich noch nicht gesprochen. Eine Klasse für sich: Marcel Kittel lässt der Konkurrenz erneut keine Chance. (12. Juli 2017) Der Brite Chris Froome trägt auch nach der 11. Etappe der Tour de France das Maillt jaune. Begeisterung für das Velo-Spektakel: Eine Zuschauerin feuert die Fahrer an. Seine Gegner sahen nur noch sein Hinterrad. Marcel Kittel war auch in der 10. Etappe der Tour de France nicht zu bezwingen. (11. Juli 2017) Auf dem auf dem 178 km langen Teilstück durch das Département Dordogne waren Sprinter-Waden gefragt. (11. Juli 2017) Marcel Kittel, der 29-jährige Deutsche aus Erfurt, hat bewiesen, dass er diese hat. (11. Juli 2017) Die Strecke führte die Fahrer durch das Städtchen Montignac. Vier Etappensiege in einer einzigen Tour schaffte Kittel bereits 2013 und 2014. Die Strecke zwischen Perigueux und Bergerac führte vorbei an altehrwürdigen Gebäuden. (11. Juli 2017) Erst im Fotofinish war der reifenbreite Vorsprung Urans (unten) sichtbar. (9. Juli 2017) Australier Richie Porte stürzte an der 9. Etappe schwer und scheidet aus der Tour aus. Grund zur Freude Lilian Calmejane gewinnt die 8. Etappe mit imponierenden 37 Sekunden Vorsprung. (8. Juli 2017) Die Schmerzen der Krämpfe konnten Calmejane vom Solosieg nicht abhalten. Gross in Form: Marcel Kittel setzt sich auch in Troyes durch. (6. Juli 2017) Leader nach der 6. Etappe bleibt der britische Favorit Chris Froome. Umsturz im Klassement: Chris Froome wird auf charmante Weise ins Leadertrikot geholfen. (5. Juli 2017) Solo-Sieger der 5. Etappe wird der italienische Meister Fabio Aru. (5. Juli 2017) Kleine Aufmerksamkeit im Wasser für die Fahrer der Tour. (5. Juli 2017) Feiert seinen ersten Etappenerfolg bei einer Grand Tour: Arnaud Démare auf dem Siegerpodest in Vittel. (4. Juli 2017) Der Brite Mark Cavendish stürzt, nachdem er von Peter Sagan in die Absperrgitter gedrückt worden ist. «Gefahr: Nukleare Zone»: Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Vittel gegen das Kernkraftwerk Fessenheim. Glücklicher Gewinner der 3. Etappe: Peter Sagan bei der Zieleinfahrt in Longwy. (3. Juli 2017) Maillot-jaune-Träger Geraint Thomas (l.) verfolgt seinen britischen Teamkollegen Chris Froome. Beim Start der 3. Etappe im belgischen Verviers unterhält sich Stefan Küng (l.) mit dem Deutschen Marcel Kittel, der am Vortag das zweite Teilstück gewonnen hatte. Menschen, nichts als Menschen auf den Strassen von Mönchengladbach, wo die Tour in der 2. Etappe vorbeikam. Der Velofotograf Chris Auld stand genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als das Feld in der 2. Etappe zu schnell in eine Kurve fuhr, fanden sich rasch alle grossen Namen am Boden wieder – und Auld drückte ab. Auch im Rückspiegel voraus: Eine Fluchtgruppe aus der 2. Etappe. Rätselaufgabe: Was ist an diesem Bild ungewohnt? Genau, die Umgebung. Für einmal fuhren auf der Formel-1-Strecke von Spa nicht die Boliden, sondern Velofahrer. Die 3. Etappe führte nämlich über die längste Strecke im Formel-1-Kalender. Deutsche Velobegeisterung: Vor dem Start zur 2. Etappe in Düsseldorf stehen die Zuschauer in unzähligen Reihen. Aber nicht nur Zweibeiner sind auf der Strecke: Die 2. Etappe wurde auch von den neugierigen Blicken dieser drei Hunde verfolgt. Frau im Pommes-frites-Kleid: Die Tour de France ist auch für ihre grosse und lange Werbekarawane berühmt. Mit dabei ist auch ein Hersteller von Pommes frites.

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Marcel Kittel war auch in der 10. Etappe der Tour de France nicht zu bezwingen. Am Ziel in Bergerac im Südwesten Frankreich sahen die Gegner erneut nur sein Hinterrad. Leader Chris Froome verbrachte einen ruhigen Tag.

Nach der harten Bergetappe vom Sonntag und einem verdienten Ruhetag waren auf dem 178 km langen Teilstück durch das Département Dordogne wieder die tollkühnen Männer mit den Sprinter-Waden gefragt. Unter denen ragt einer ganz besonders heraus: Marcel Kittel, der 29-jährige Deutsche aus Erfurt in Thüringen. Im fünften Massensprint dieser 104. Tour de France errang er seinen vierten Sieg.

«Marcel ist auf einem anderen Planeten»

Am letzten Freitag hatte Kittel noch Glück benötigt und im Fotofinish nur dank sechs Millimetern gewonnen. Den neuesten Erfolg aber fuhr er wieder in absolut souveräner Manier ein. Aus seinem belgischen Team Quick Step konnte er im Finale einzig auf seinen italienischen Helfer Fabio Sabatini zählen, doch in seiner derzeitigen Form kann Kittel auch im Alleingang gewinnen.

Sein Landsmann John Degenkolb, der ihm noch am nächsten kam, lag am Ende gleich mehrere Längen zurück und anerkannte: «Marcel ist im Moment auf einem anderen Planeten, was Explosivität und Schnelligkeit angeht. Keiner ist in der Lage, ihn Mann gegen Mann zu schlagen.»

«Und nun bin ich deutscher Rekordsieger»

Bei insgesamt 13 Siegen in der Tour de France ist Kittel jetzt angekommen, womit er alleiniger deutscher Rekordhalter ist. Erik Zabel hatte es von 1996 bis 2001 auf ein Dutzend Erfolge gebracht. «Ich kann es kaum glauben. Zu Beginn meiner Karriere hatte ich nicht gedacht, auch nur ein einziges Mal gewinnen zu können. Und nun bin ich deutscher Rekordsieger», staunte Kittel über sich selbst.

Vier Etappensiege in einer einzigen Tour schaffte Kittel bereits 2013 und 2014. Nun will er natürlich mehr. Auch die Etappe vom Mittwoch dürfte eine Angelegenheit für die Sprinter werden. Das 203,5 km lange Teilstück führt nach Pau an den Fuss der Pyrenäen.

«Ruhig, nicht viel Wind und kein Stress»

Zudem liegt der Deutsche besser denn je auf Kurs, das Punkteklassement ein erstes Mal zu gewinnen. Nach dem Out des Franzosen Arnaud Démare (am Sonntag nach Kontrollschluss eingetroffen) ist Kittels Position als Träger des grünen Trikots inzwischen recht komfortabel. Über 100 Punkte liegt er vor dem Australier Michael Matthews.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg mussten für einmal nicht so viel leisten. «Ruhig, nicht viel Wind und kein Stress», beurteilte Chris Froome den Tag. Der britische Leader liegt in der Gesamtwertung unverändert mit 18 Sekunden Vorsprung auf den Italiener Fabio Aru vorne.

(fal/oli/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Ball am 13.07.2017 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nörgler

    An alle Nörgler. Warum schaut ihr dann all diese Sportarten. Seid wenigstens konsequent und geht ins Jogastudio auf Wolke 7.

  • Brigadier Tanneschösslig am 12.07.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doping durch Adrenalin

    An alle Negativschreiber und Couchpotatos hier: Fährt mal mit einem Velo einen Alpenpass, zum Beispiel den Sustenpass ab Erstfeld. Und kommentiert danach wie ihr es erlebt habt

    einklappen einklappen
  • kari am 12.07.2017 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste

    Auch wenn alle gedopt sind. Er ist von denen immer noch mit Abstand der schnellste.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Ball am 13.07.2017 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nörgler

    An alle Nörgler. Warum schaut ihr dann all diese Sportarten. Seid wenigstens konsequent und geht ins Jogastudio auf Wolke 7.

  • orlando am 12.07.2017 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    Der Preis für den best Gedopten geht an :.....

    • Regina Grossmops am 12.07.2017 22:41 Report Diesen Beitrag melden

      @Orlando

      Alex Zülle, Martina Hingis und in Zukunft an den Maestro :-)

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  • Brigadier Tanneschösslig am 12.07.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doping durch Adrenalin

    An alle Negativschreiber und Couchpotatos hier: Fährt mal mit einem Velo einen Alpenpass, zum Beispiel den Sustenpass ab Erstfeld. Und kommentiert danach wie ihr es erlebt habt

    • Schwärmer am 12.07.2017 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Brigadier Tanneschösslig

      es war wunderschön :)

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  • Eidgenössischer Eider am 12.07.2017 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausdauersport = Doping

    Radsportkommentare und sofort nur ein Thema: Doping Und die paar verzweifelten Velofans versuchen dann andere Sportarten runter zu ziehen um sich nicht so schlecht fühlen zu müssen. Da wird zB Hingis erwähnt. Als wäre Kokain hilfreich Spiele zu gewinnen... Begreift doch endlich den Unterschied zwischen technischen Sportarten und reinen Ausdauersportarten. In Letzteren bestimmt das Doping den Sieger, in Ersteren kann es höchstens zwischen zwei Sportlern mit identischen Skills den Unterschied machen. Radfahren ist nun mal wie (Ski-)Langlauf oder Langstreckenläufe ein Ausdauersport.

    • Dave McWide am 12.07.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

      Ihre Überlegungen greifen zu kurz

      Auch bei Ausdauersportarten gibt doping nur einen Unterschied zwischen zwei Sportlern identischen Skills. Für sie heisst es wohl dass ein Velofahrer keine Skills hat? Ein Langläufer keine Technik? Gibt es keine taktischen überlegungen?

    • Eidgenössischer Eider am 12.07.2017 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dave McWide

      Doch, aber sie spielen eine untergeordnete Rolle. Wenn der Leader nur mit überlegener Physis am Hinterrad des Zweitplatzierten bleiben muss, ist das EPO eben doch der Hauptfaktor.

    • Dave McWide am 19.07.2017 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Eidgenöss...

      Im Artikel geht es um einen Sprinter. Der kann nicht einfach am Hinterrad vom zweiten bleiben. Er muss das richtige schnelle Rad finden um im Windschatten seine Endgeschwindigkeit aufzubauen. Sie reden von einer der das Gesamtklassement gewinnen will. Zudem nehmen sie ja an, dass jeder Gedopt ist - dann kann ja nicht EPO den unterschied machen, wenn es jeder nimmt?

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  • kari am 12.07.2017 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste

    Auch wenn alle gedopt sind. Er ist von denen immer noch mit Abstand der schnellste.