Nascar

08. März 2010 11:27; Akt: 08.03.2010 12:25 Print

Abgedrängt, abgeschossen und überschlagenAbgedrängt, abgeschossen und überschlagen

Da hatte Nascar-Pilot Brad Keselowski wohl mehr als nur einen Schutzengel: Von einem Konkurrenten abgeschossen, stieg sein Auto in die Luft, überschlug sich und landete auf dem Dach. Der Fahrer blieb dabei unverletzt.

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Drei Runden vor Schluss brannten Roush-Ford-Pilot Carl Edwards beim Kobalt Tools 500 in Hampton die Sicherungen durch: Mit einem üblen Revanchefoul schickte er den Wagen von Konkurrent Brad Keselowski auf der Zielgeraden in einen Dreher, dieser hob ab, überschlug sich und krachte auf dem Dach auf den Asphalt.

Der Penske-Dodge des 25-jährigen Amerikaners war nach dem üblen Unfall Schrott, doch wie durch ein Wunder blieb Keselowski unverletzt. «Es geht mir gut, ich bin okay», erklärte der Fahrer laut «motorsport-total.com» nach dem Rennen. «Einfach wieder auf die Strecke zu fahren und absichtlich jemanden in einen Unfall zu schicken, ist nicht cool. Er hätte jemanden auf der Tribüne umbringen können.»

Zwei Streithähne unter sich

Edwards und Keselwoski sind in der Vergangenheit immer wieder aneinander geraten. Beim Rennen in Atlanta schubste Keselowski seinen Kontrahenten bei einem Neustart in der 40. Runde, worauf dieser in die Mauer krachte. Nach einer langen Reparaturpause fuhr Edwards mit 156 Runden Rückstand wieder auf die Strecke - und revanchierte sich. Zumindest zeigte sich der Übeltäter nach seiner Aktion einsichtig. «Zwischen mir und Brad sind einige Dinge vorgefallen», sagte der Nascar-Vizeweltmeister von 2008. «Aber es war natürlich nicht meine Absicht, ihn in einen Überschlag zu jagen.»

Die Rennleitung reagierte nach dem Vorfall sofort und nahm Edwards aus dem Rennen. Über weitere Sanktionen gegen den Hitzkopf will sie in den nächsten Tagen entscheiden.

(mon)