Schöne Ökologie

22. Mai 2009 16:24; Akt: 22.05.2009 17:13 Print

Ein Stadion fast nur aus SolarzellenEin Stadion fast nur aus Solarzellen

von Patrick Toggweiler - In Taiwan entsteht ein neues Stadion, bestehend fast nur aus Solarzellen. Damit kann der gesamte Sporttempel mit Strom versorgt werden. Rekordverdächtig? Nicht ganz. In der Schweiz steht ein noch effizienteres Stadion.

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Vom 16. bis 29. Juli finden in Kaohsiung (Taiwan) die World Games 2009 statt. Die Spiele für Sportarten, welche nicht olympisch sind. Für diesen Anlass entwarf Star-Architekt Toyo Ito ein neues Stadion, das vor Kurzem fertiggestellt wurde. Und es ist nicht nur eine wahre Augenweide, sondern auch ökologisch.

Strom für 300 Familien

8844 Solarzellen zieren auf einer Fläche von 14’155 m 2 das Dach des Baus und liefern dabei 1,14 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Damit liessen sich in der Schweiz ungefähr 350 Haushalte versorgen – oder 80% des Stadions, wenn es mit allen Scheinwerfern in Betrieb ist.

Strom für alle

Wird das Stadion allerdings nicht ausgelastet – was bei Sportstätten dieser Art während der meisten Zeit der Fall ist – wird die überschüssige Energie ins Netz geschleust. Die Kosten des riesigen Projektes beliefen sich auf gut 160 Millionen Franken. Das Stadion bietet 55'000 Zuschauern Platz.

Schweizer Stadion besser

Zum Vergleich: Die weltgrösste Sonnenkraftanlage auf einem Stadion, diejenige auf dem Stade de Suisse, bringt es auf 1,2 Gigawattstunden pro Jahr. Und das mit der etwas geringeren Solarzellen-Fläche von 12'000 m 2. Was die Leistung betrifft, bleibt das Schweizer Stadion also dasjenige mit der weltgrössten Sonnenkraftanlage. Da kann man getrost darüber hinwegsehen, dass das World-Games-Stadion in Taiwan vielleicht einen Tick eleganter daherkommt.