104. Tour de France

13. Juli 2017 18:33; Akt: 13.07.2017 22:34 Print

Ein französischer Coup und ein Leaderwechsel

Der Franzose Romain Bardet siegt in der ersten Pyrenäenetappe. Und im Gesamtklassement gibt es eine grosse Änderung.

Bildstrecke im Grossformat »
Verdienter Schluck: Der Tour-Champion genehmigt sich auf dem letzten Teilstück ein Gläschen Champagner. (23. Juli 2017) Leader Chris Froome hat die Haupstadt Paris heil erreicht und... ...gibt kurz vor dem Ziel noch einmal mit seinen Berufskollegen mehr Gas. Sieger der Schlussetappe der Tour wird Dylan Groenewegen. Für den Holländer ist es eine Premiere im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt. Stolz und glücklich: Froomes Gattin Michelle und Sohnemann Kellan warten sehnsüchtig auf den erfolgreichen Ehemann respektive Daddy. Und schliesslich gibt es das erhoffte Wiedersehen in der Stadt der Liebe. Fast Partystimmung in Marseille: Chris Froome kann sich über einen weiteren grossen Sieg in seiner Karriere freuen. (22. Juli 2017) Glücklich im Ziel: Froome hat alle Angriffe souverän abgewehrt. (22. Juli 2017) Auf dem Weg zum dritten Rang im Zeitfahren. Froome trägt in der Schlussetappe das Maillot jaune und wird in Paris die Tour zum vierten Mal gewinnen. Es sei denn, er muss vorzeitig vom Rad steigen. Dritter Streich: Edvald Boasson Hagen freut sich über seinen Triumph. (21. Juli 2017) Es läuft für ihn rund: Chris Froome steht vor seinem nächsten Tour-Gesamtsieg. Hat das Geschehen auch in der letzten Bergetappe fest im Griff: Chris Froome. (20. Juli 2017) Froome hält die Konkurrenz in Schach: Der vierte Gesamtsieg für den Briten nach 2013, 2015 und 2016 ist zum Greifen nah. Stolz und glücklich: Ein ehemaliger Skispringer hat das schwere Teilstück über den Galibier für sich entschieden. (19. Juli 2017) Der Kampf am legendären Galibier: Der Brite Chris Froome kann das Maillot jaune verteidigen. Vive la France – Support für die einheimischen Fahrer am Galibier. Schwer gezeichnet: Marcel Kittel muss nach einem Massensturz vom Sattel steigen. Natürlich darf die Politik an der Tour nicht fehlen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt sich die Ehre. Michael Matthews feiert seinen Sieg nach der vom Wind geprägten 16. Etappe. (18. Juli 2017) 15. Etappe der Tour de France: Bauke Mollema feiert seinen Tagessieg. (16. Juli 2017) Grosse Freude nach der Anstrengung: Roman Bardet kommt als erster Fahrer im ersten Pyrenäen-Teilstück an. (13. Juli 2017) Fabio Aru unterstreicht seine Ambitionen in der diesjährigen Tour. Der Italiener übernimmt... ...neu das Maillot jaune und löst den bisherigen... ...Leader Chris Froome ab. Aber das letzte Wort in Sachen Gesamtsieg ist natürlich noch nicht gesprochen. Eine Klasse für sich: Marcel Kittel lässt der Konkurrenz erneut keine Chance. (12. Juli 2017) Der Brite Chris Froome trägt auch nach der 11. Etappe der Tour de France das Maillt jaune. Begeisterung für das Velo-Spektakel: Eine Zuschauerin feuert die Fahrer an. Seine Gegner sahen nur noch sein Hinterrad. Marcel Kittel war auch in der 10. Etappe der Tour de France nicht zu bezwingen. (11. Juli 2017) Auf dem auf dem 178 km langen Teilstück durch das Département Dordogne waren Sprinter-Waden gefragt. (11. Juli 2017) Marcel Kittel, der 29-jährige Deutsche aus Erfurt, hat bewiesen, dass er diese hat. (11. Juli 2017) Die Strecke führte die Fahrer durch das Städtchen Montignac. Vier Etappensiege in einer einzigen Tour schaffte Kittel bereits 2013 und 2014. Die Strecke zwischen Perigueux und Bergerac führte vorbei an altehrwürdigen Gebäuden. (11. Juli 2017) Erst im Fotofinish war der reifenbreite Vorsprung Urans (unten) sichtbar. (9. Juli 2017) Australier Richie Porte stürzte an der 9. Etappe schwer und scheidet aus der Tour aus. Grund zur Freude Lilian Calmejane gewinnt die 8. Etappe mit imponierenden 37 Sekunden Vorsprung. (8. Juli 2017) Die Schmerzen der Krämpfe konnten Calmejane vom Solosieg nicht abhalten. Gross in Form: Marcel Kittel setzt sich auch in Troyes durch. (6. Juli 2017) Leader nach der 6. Etappe bleibt der britische Favorit Chris Froome. Umsturz im Klassement: Chris Froome wird auf charmante Weise ins Leadertrikot geholfen. (5. Juli 2017) Solo-Sieger der 5. Etappe wird der italienische Meister Fabio Aru. (5. Juli 2017) Kleine Aufmerksamkeit im Wasser für die Fahrer der Tour. (5. Juli 2017) Feiert seinen ersten Etappenerfolg bei einer Grand Tour: Arnaud Démare auf dem Siegerpodest in Vittel. (4. Juli 2017) Der Brite Mark Cavendish stürzt, nachdem er von Peter Sagan in die Absperrgitter gedrückt worden ist. «Gefahr: Nukleare Zone»: Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Vittel gegen das Kernkraftwerk Fessenheim. Glücklicher Gewinner der 3. Etappe: Peter Sagan bei der Zieleinfahrt in Longwy. (3. Juli 2017) Maillot-jaune-Träger Geraint Thomas (l.) verfolgt seinen britischen Teamkollegen Chris Froome. Beim Start der 3. Etappe im belgischen Verviers unterhält sich Stefan Küng (l.) mit dem Deutschen Marcel Kittel, der am Vortag das zweite Teilstück gewonnen hatte. Menschen, nichts als Menschen auf den Strassen von Mönchengladbach, wo die Tour in der 2. Etappe vorbeikam. Der Velofotograf Chris Auld stand genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als das Feld in der 2. Etappe zu schnell in eine Kurve fuhr, fanden sich rasch alle grossen Namen am Boden wieder – und Auld drückte ab. Auch im Rückspiegel voraus: Eine Fluchtgruppe aus der 2. Etappe. Rätselaufgabe: Was ist an diesem Bild ungewohnt? Genau, die Umgebung. Für einmal fuhren auf der Formel-1-Strecke von Spa nicht die Boliden, sondern Velofahrer. Die 3. Etappe führte nämlich über die längste Strecke im Formel-1-Kalender. Deutsche Velobegeisterung: Vor dem Start zur 2. Etappe in Düsseldorf stehen die Zuschauer in unzähligen Reihen. Aber nicht nur Zweibeiner sind auf der Strecke: Die 2. Etappe wurde auch von den neugierigen Blicken dieser drei Hunde verfolgt. Frau im Pommes-frites-Kleid: Die Tour de France ist auch für ihre grosse und lange Werbekarawane berühmt. Mit dabei ist auch ein Hersteller von Pommes frites.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die erste von zwei Pyrenäen-Etappen der Tour de France brachte wesentliche Veränderungen. Neu in Gelb ist Fabio Aru, sechs Sekunden vor Chris Froome. Der Tagessieg in Peyragudes ging an Romain Bardet.

Nach zuletzt zwei vom Deutschen Marcel Kittel gewonnenen Flachetappen stand am Donnerstag das erste von zwei Teilstücken in den Pyrenäen an. Den Sieg bei der zweiten von drei Bergankünften in der diesjährigen Tour de France, nach 214,5 km und sechs Bergpreiswertungen von Pau nach Peyragudes, sicherte sich Bardet.

Spannung an der Spitze

Der 26-jährige Franzose vom Team AG2R, der seinen dritten Tour-Tagessieg holte, gewann mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran. Mit dem gleichen Abstand Dritter wurde Fabio Aru. Chris Froome, dessen Team Sky den ganzen Tag eine immense Arbeit geleistet hatte, wurde mit 22 Sekunden Rückstand nur Siebenter.

Aru übernahm von Vorjahressieger Froome das Maillot jaune. Der 27-jährige Italiener, vor der 12. Etappe um 14 Sekunden hinter dem Briten zurück, liegt nun mit sechs Sekunden Vorsprung vor Froome vorne. Bardet, im Vorjahr Tour-Zweiter, liegt als Gesamtdritter ebenfalls nur 25 Sekunden zurück. Vierter ist Uran (0:35 zurück).

Quintana konnte nicht mithalten

Zu den Verlierern des Tages gehörten Jakob Fuglsang und Nairo Quintana. Der nach einem Sturz am Handgelenk verletzte Däne, vormals Gesamtfünfter, fiel schon beim drittletzten Anstieg zurück. Der Kolumbianer konnte 12 km vor dem Ziel Froome und Co. nicht mehr folgen. Quintana blieb zwar in der Gesamtwertung Achter, mit nun allerdings schon mehr als vier Minuten Rückstand auf die Spitze.

Schon bald nach dem Start in Pau hatte sich eine zwölf Fahrer umfassende Ausreissergruppe abgesetzt. Mit von der Partie war auch Stefan Küng. Der Thurgauer zeigte erstaunliche Fähigkeiten als Kletterer und war im Aufstieg zum Port de Balès zusammen mit Thomas de Gendt hauptverantwortlich dafür, dass sich die Spitzengruppe völlig aufteilte.

Küng in Ausreissergruppe

Schon bald nach dem Start in Pau hatte sich eine zwölf Fahrer umfassende Ausreissergruppe abgesetzt. Mit von der Partie war auch Stefan Küng. Der Thurgauer zeigte erstaunliche Fähigkeiten als Kletterer und war im Aufstieg zum Port de Balès zusammen mit Thomas de Gendt hauptverantwortlich dafür, dass sich die Spitzengruppe völlig aufteilte.

Küng, der Zweite des Auftaktzeitfahrens von Düsseldorf, konnte allerdings seinerseits rund 5,5 km vor der Passhöhe dem Belgier de Gendt und dem Briten Stephen Cummings nicht mehr folgen. Mit Cummings sah sich der letzte Ausreisser erst 8,5 km vor dem Ziel eingeholt.

Die 13. Etappe vom Freitag wird ebenfalls in den Pyrenäen ausgetragen. Auf den nur 101 km von Saint-Girons nach Foix sind gleich drei Bergpreiswertungen der 1. Kategorie zu absolvieren. Vom letzten Pass, der Mur de Péguère, sind es jedoch noch mehr als 25 km bis ins Ziel.

104. Tour de France. 12. Etappe, Pau - Peyragudes (214,5 km): 1. Romain Bardet (FRA) 5:49:38. 2. Rigoberto Uran (COL) 0:02 zurück. 3. Fabio Aru (ITA), gleiche Zeit. 4. Mikel Landa (ESP) 0:05. 5. Louis Meintjes (RSA) 0:07. 6. Daniel Martin (IRL) 0:13. 7. Chris Froome (GBR) 0:22. 8. George Bennett (NZL) 0:27. 9. Simon Yates (GBR), gleiche Zeit. 10. Mikel Nieve (ESP) 1:28. 11. Nairo Quintana (COL) 2:04.

Ferner: 14. Alberto Contador (ESP) 2:15. 48. Mathias Frank (SUI) 13:43. 50. Stefan Küng (SUI) 15:17. 55. Danilo Wyss (SUI) 16:35. 56. Michael Schär (SUI), gleiche Zeit. 99. Reto Hollenstein (SUI) 24:05. 131. Jakob Fuglsang (DEN) 27:42. 156. Michael Albasini (SUI) 34:18. - 179 Fahrer gestartet und klassiert.

Gesamtklassement: 1. Aru 52:51:49. 2. Froome 0:06. 3. Bardet 0:25. 4. Uran 0:55. 5. Martin 1:41. 6. Yates 2:13. 7. Landa 2:55. 8. Quintana 4:01. 9. Bennett 4:24. 10. Meintjes 4:51. 11. Contador 7:14. Ferner: 23. Fuglsang 29:03. 43. Frank 52:01. 72. Wyss 1:17:56. 82. Küng 1:22:23. 91. Schär 1:25:22. 112. Albasini 1:36:57. 162. Hollenstein 2:04:18.

(fal/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JK am 13.07.2017 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flasche leer

    ....merkwürdig? Warum? Wenn "Flasche leer, dann eben Flasche leer" auch beim Froom.

  • Bergfloh am 13.07.2017 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht, Stefan!

    Schöner Erfolg für Bardet. Gratulation. Etwas merkwürdig scheint mit, dass Froome kurz vor dem Ziel so einbrach respektive das Leadertrickot preisgeben musste, obwohl er als einziger Topfahrer noch einen Helfer (Lamda) bei sich hatte. Wollte er das Maillot jaune ganz bewusst abgeben? Toll fand ich die Leistung von Stefan Küng. Gut gemacht!

  • Marco Moo am 13.07.2017 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich wieder spannend

    Was für ein Finish.Ich hätte M.Landa den Sieg gegönnt.Er hatte eine riesen vorarbeit für Froome geleistet und denoch die besten Beine am Ende.Schade musster er auf seinen Chef warten.Hätte nicht gedacht das Froome noch so eingeht.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Deh am 13.07.2017 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top fahrer

    Was sind das für Kommentare ,gratuliere dem starken Italiener zur Führung!! Hätte er nicht die Panne gehabt hätte er gewonnen!er gehört zu den nächsten Legenden!

  • Marco Moo am 13.07.2017 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich wieder spannend

    Was für ein Finish.Ich hätte M.Landa den Sieg gegönnt.Er hatte eine riesen vorarbeit für Froome geleistet und denoch die besten Beine am Ende.Schade musster er auf seinen Chef warten.Hätte nicht gedacht das Froome noch so eingeht.

    • Hugo S. am 13.07.2017 19:27 Report Diesen Beitrag melden

      Abwarten

      Na ja eingehen ist ein starkes Wort. So eine Rampe hat es in sich. Wir werden sehen.

    einklappen einklappen
  • JK am 13.07.2017 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flasche leer

    ....merkwürdig? Warum? Wenn "Flasche leer, dann eben Flasche leer" auch beim Froom.

  • Bergfloh am 13.07.2017 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht, Stefan!

    Schöner Erfolg für Bardet. Gratulation. Etwas merkwürdig scheint mit, dass Froome kurz vor dem Ziel so einbrach respektive das Leadertrickot preisgeben musste, obwohl er als einziger Topfahrer noch einen Helfer (Lamda) bei sich hatte. Wollte er das Maillot jaune ganz bewusst abgeben? Toll fand ich die Leistung von Stefan Küng. Gut gemacht!