Wechsel in die Moto2-Klasse

02. September 2010 15:46; Akt: 02.09.2010 15:58 Print

Krummenacher startet in deutschem TeamKrummenacher startet in deutschem Team

von Klaus Zaugg - Töffstar Randy Krummenacher hat seine Zukunft geregelt. Er fährt nächste Saison die Moto2-WM als Teamkollege von Stefan Bradl im deutschen Kiefer-Team auf dem Schweizer Fabrikat Suter.

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Randy Krummenacher ist für die 125er-Bikes etwas zu gross. (Bild: Keystone)

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Nach vier Jahren 125er-WM beginnt für Krummenacher 2011 ein neuer Karriereabschnitt. Er steigt in die Moto2-WM zu Tom Lüthi und Dominique Aegerter auf. Und zwar als Kollege von Stefan Bradl im Deutschen Kiefer-Team. Am Samstag folgt beim GP von San Marino in Misano die offizielle Bestätigung.

Der Deutsche Stefan Kiefer betreibt mit seinem Bruder Jochen ein Motorradgeschäft (Suzuki und Yamaha). Seit 1998 besitzen die Brüder auch ein Rennsportteam. Die bisher grössten Erfolge: Zwei GP-Siege (Brünn und Motegi) in der Saison 2008 in 125er-Klasse mit dem Deutschen Supertalent Stefan Bradl, dem Sohn der Rennsportlegende Helmut Bradl. Bradl junior liegt in der aktuellen Moto2-WM auf dem 18. Gesamtrang. Er ist fahrerisch so etwas wie das Gegenstück des schnellen, konstanten Krummenacher: Sehr schnell, aber viel zu häufig am Boden.

Als zweiter Fahrer neben Krummenacher ist 2011 Bradl vorgesehen. Der Zürcher Oberländer bekommt den bestmöglichen Platz in der Moto2-WM. Das Team von Stefan und Jochen Kiefer ist vorzüglich gemanagt und technisch erstklassig. Als Fahrwerk setzen die Deutschen das erfolgreiche Fabrikat des Schweizers Eskil Suter ein (Tom Lüthi fährt ein Moriwaki-Fahrwerk).

Der Einkauf von Krummenacher führt zu einer Namensänderung. 2011 wird der Name «Swiss» in der Teambezeichnung auftauchen. Eigentlich ein «Dream-Team» und es ist fast ein wenig wie im richtigen Leben: Die Schweizer zahlen und die Deutschen müssen dafür erstklassige Arbeit leisten. Spass beiseite: Der Einkauf ins Kiefer-Team ist die bestmögliche Lösung für Krummenacher. Er hat so die Voraussetzungen, um 2011 in der Moto2-WM regelmässig in die Punkte zu fahren. Nach vier Jahren 125er-WM (mit den Schlussrängen 13, 25 und 21, diese Saison wird er die WM erstmals in den Top 10 beenden) kommt er 2011 auf die schnelleren, schwereren Moto2-Boliden. In der neuen Klasse wird der für die 125er-Bikes immer etwas zu grosse Krummenacher sein enormes Talent besser entfalten können.