Vier Monate nach der Geburt

29. August 2017 15:49; Akt: 29.08.2017 15:49 Print

Nicola Spirigs Olympia-Mission beginnt

Vier Monate nach der Geburt von Tochter Malea Lexi meldet sich Nicola Spirig Mitte September in der Weltelite zurück. Sie plant bis und mit Tokio 2020.

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Nicola Spirig gibt am 16. September am Grand Final der Triathlon-WM-Serie in Rotterdam ihr Comeback auf internationalem Top-Level. Derzeit sind 14 Wochen seit Spirigs zweiter Babypause vergangen. 17 Tage Vorbereitung bleiben Spirig noch für ihre erste Standortbestimmung gegen die Weltelite.

«Vier Monate nach der Geburt kann ich sicher noch nicht an Sieg oder einen Podestrang denken. Der Wettkampf wird mir aufzeigen, wie und wo ich stehe und an welchen Defiziten es über den Winter zu arbeiten gilt», sagte Spirig an einer Medienorientierung in Zürich.

Meistens drei Trainings pro Tag

Für die 35-jährige Zürcher Unterländerin ist der Grand Final der erste Wettkampf gegen die Weltelite seit dem Gewinn von Olympia-Silber von 2016 in Rio. Spirig wird sich mit einem Triathlon über die olympische Distanz in Locarno (am Sonntag) und einem anschliessenden Trainingslager unter Trainer Brett Sutton auf Lanzarote den letzten Schliff für Rotterdam holen.

«Es war auch Bretts Idee mit der Teilnahme am Grand Final», sagte Spirig, die mittlerweile wieder zumeist drei Trainings im Tag absolviert - am Dienstag unter anderem eine fast zweieinhalbstündige Schwimm-Einheit in Kloten.

Spirig ist zum zweiten Mal Mami

Jersey nach Rotterdam

Eine Woche nach dem Grand Final in Rotterdam wird Spirig im englischen Jersey in der auf diese Saison hin lancierten Super League starten. Erstmals wird dabei an einem Wochenende die Frauen-Weltelite am Start sein. Der Wettkampf beginnt bereits in mehrteiliger Form am Samstag. Und am Sonntag gibt es Ausscheidungs-Wettkämpfe bis zum Final. Spirig: «Das Format ist sehr spannend. Das gefällt mir. Auch das wird eine klare Standortbestimmung für mich sein.»

Zwei Testwettkämpfe hat Spirig schon hinter sich. Elf Wochen nach der Geburt von Töchterchen Malea (20. Mai) bestritt sie einen Kurzdistanz-Duathlon an ihrem Sommer-Trainings-Domizil in St. Moritz, den sie gewann. Zudem verbesserte sie am 19. August an einem kleinen Meeting in ihrem ersten Bahnrennen über 800 Meter nach 15 Jahren ihre Bestzeit von 2:19 auf 2:18 Minuten.

Familie momentan «happy»

Spirig fühlt sich wohl in ihrer Rolle als zweifache Mutter und Spitzensportlerin, zumal ihr Ehemann Reto Hug als Hauptverantwortlicher der Kinderbetreuung wirkt. «Bis jetzt konnte ich kontinuierlich aufbauen, auch weil Tochter Malea flexibel ist und kaum Probleme bereitet. Natürlich habe ich noch ein wenig Schlafmangel. Doch momentan sind alle happy. Sohn Yannis hat Freude an seiner Schwester und geht sehr gerne in den Kindergarten.»

Die langfristige Planung von Spirig von Spirig sieht die Olympia-Teilnahme in Tokio 2020 vor. Es wäre bereits die fünfte, was noch kein Triathlet schaffte. Nur wenn die Olympiasiegerin von 2012 auch eine Chance auf Edelmetall sieht, will sie auch in Tokio starten, bestätigte Spirig am Dienstag.

Dennoch dürfte es schon jetzt als gesichert gelten, dass Spirig den gesamten Olympia-Zyklus bis Tokio 2020 mitmacht. Durch die erstmalige Aufnahme des Mixed-Team-Wettbewerbs (je zwei Männer und Frauen pro Land) würde Spirig nämlich neu wohl gar über zwei Medaillen-Chancen verfügen. Ohne Spirig klassierten sich die Schweizer diesen Sommer an der Mixed-WM in Hamburg bereits im 8. Rang.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marko 32 am 29.08.2017 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spass

    Ich wünsche ihr viel Spass

  • Peter Ball am 29.08.2017 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachwuchs ?

    Und wo bleibt eigentlich der Triathlonnachwuchs. Ich meine nicht die Kinder von Frau Spirig,

    einklappen einklappen
  • Uschi am 30.08.2017 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Olympia

    Frau Spirig ist eine lässige Frau und eine gute Sportlerin. Wünsche Ihr viel Glück an der Olympia.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Spectator am 30.08.2017 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mama

    Frau Spirig sollte sich mehr in ihrem Alter ist ja Mutter um ihre Familie kümmern der enorme Zeitaufwand fürs Training mit den Kindern verbringen

    • Marcus Severus am 30.08.2017 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Spectator

      Länger als die 9h bei einem normalen Bürojob ist man auch als Triathlon Profi nicht aus dem Haus ;-)

    einklappen einklappen
  • Franz B am 30.08.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Familien-/Medaillenplanung

    So sehr ich Nicola Spirig ihre Erfolge gönne, komme ich doch nicht umhin die Frage zu stellen, ob das Timing der Schwangerschaften und die olympischen Spiele wirklich Zufall sind.....Ist es nicht so, dass Schwangerschaften gerade für Ausdauersportler "günstige" Voraussetzungen schaffen....?? Mal sehen wie das aufgeht für 2020.

  • Bruno w am 30.08.2017 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft!

    Bravo und Gratulation. Hauptsache dem Kind wird gut geschaut und da habe ich keine Bedenken. Auch Frauen können und sollten das Ganze vereinbaren können. Seht mal in den Norden! Alles Gute!

  • Bruno am 30.08.2017 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Gratuliere Frau Spirig und der Familie! Toll wie auch der Vater und Grosseltern mitmachen! Genau so sieht auch die Zukunft aus. Jedem sein Modell!

  • Uschi am 30.08.2017 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Olympia

    Frau Spirig ist eine lässige Frau und eine gute Sportlerin. Wünsche Ihr viel Glück an der Olympia.