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Gigantisch
23. Juli 2009 15:27; Akt: 23.07.2009 15:48 Print
Alinghi mit ersten Tests zufrieden
von Lars Gansäuer - Im Walliser Seeort Le Bouvret überragt die Alinghi alles. Das Team von Ernesto Bertarelli präsentierte den gigantischen Katamaran zum ersten Mal offiziell der Öffentlichkeit und hat auf den ersten Testfahrten erfreuliche Erkenntnisse gesammelt.
Abseits des gerichtlichen Geplänkels mit BMW-Oracle herrscht am Genfersee eitel Sonnenschein. Der Katamaran mit dem 50 Meter hohen Mast überragt alles und stellt seine Segler zufrieden. Die ersten Testfahrten verliefen ganz nach Wunsch von Alinghi-Patron Ernesto Bertarelli und Co.
«Tests brachten hervorragende Ergebnisse»
Nils Frei, Crew-Mitglied der Alinghi, zeigte sich mit den ersten Touren auf dem Genfer See ebenfalls höchst zufrieden: «Es war ein sehr gutes Gefühl. Einerseits, weil wir voll im Zeitplan liegen, andererseits weil die ersten zwei Tage auf dem See hervorragende Ergebnisse brachten. Wir sind das alles sehr sorgfältig und konservativ angegangen. Bevor die Alinghi 5 fertig gebaut war, konnten wir bereits auf kleineren Katamaranen testen. Dort haben wir verschiedene Sachen ausprobiert, die wir nun auf dem grossen Boot umsetzen können. Extrem erfreut waren wir, dass wir bereits am ersten Tag auch auf einem Schwimmer segeln konnten.» Mit einem Augenzwinkern fügte Frei an: «Wir wollen ja auch am ersten Tag nicht gleich alles kaputt machen.» Die Alinghi überstand die ersten beiden Fahrten jedoch ohne jegliche Schwierigkeiten.
Auch Konstrukteur Silvio Arrivabene durfte nach der Rückkehr in den Hafen an der Freude teilhaben: «Als wir die erfreuten Gesichter der Crew sahen, als sie nach dem ersten Tag vom See zurückkamen und anschliessend ein entsprechend positives Echo erhielten, haben wir spontan beschlossen, den Abend gemeinsam ein ganz klein wenig zu feiern. Der Erfolg der Segelcrew ist auch ein Erfolg der Konstrukteurs-Crew.»
100 000 Stunden Arbeit
«Noch nie zuvor wurde ein solch grosses Boot gebaut. Daher war es auch für uns Konstrukteure ein enormes Projekt», berichtet Arrivabene, der italienische Bau- und Planungsmanager der Alinghi 5, weiter. «18 Personen haben rund eineinhalb Jahre daran gearbeitet, was letztendlich einer Arbeit von 100 000 Stunden entspricht.»
Noch zwei Wochen auf dem Genfer See
In den nächsten Tagen wird die Alinghi 5 noch einigen weiteren Tests unterzogen, ehe sie dann ins Mittelmeer transportiert wird. Einmal mehr per Helikopter – quer über die Alpen. Dann segelt die Alinghi sogar über den Wolken.



























