Nackte Zahlen

30. Juni 2017 08:27; Akt: 30.06.2017 08:35 Print

Der Grössenwahn der Tour de France

Am Samstag beginnt in Düsseldorf die 104. Tour de France. Der Apparat rund um das grösste Radrennen der Welt ist gigantisch.

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Auf die 198 Radprofis warten in den nächsten drei Wochen 3540 Kilometer. Von den 21 Etappen verlaufen neun flach und fünf im Mittelgebirge. Hinzu kommen fünf Bergetappen – davon drei mit Bergankünften – sowie zwei Einzelzeitfahren. Auf dem längsten Teilstück sind 222,5 km zu bewältigen, auf dem kürzesten 101 km (ohne Zeitfahren).

Umfrage
Wer gewinnt die Tour de France 2017?
51 %
11 %
5 %
6 %
2 %
1 %
12 %
1 %
11 %
Insgesamt 3811 Teilnehmer

An der Grande Boucle stehen rund 4500 Personen im Einsatz. Zu den neun Fahrern der 22 Mannschaften kommen jeweils 300 Team-Members hinzu. Im Werbetross sind 600 Personen von 35 Brands unterwegs, die mit 170 Lastwagen und Autos rund 18 Millionen Artikel an die Zuschauer verteilen. Für zwei Transfers hat die Organisation sieben Flugzeuge gechartert. Die ganze Belegschaft ist in den drei Wochen in über 500 Hotels untergebracht.

Gewaltiges Sicherheitsdispositiv

23'000 Polizisten sorgen während der drei Wochen entlang der Strecke für Ordnung und Sicherheit. Permanent dabei sind 50 Mitglieder der Republikanischen Garde. Die medizinische Abteilung besteht aus sieben Ambulanzen mit Ärzten, zwei Sanitätsautos sowie einem Sanitätsmotorrad. Ausserdem ist ein Röntgen-Lastwagen im Tross dabei.

Rund 2000 Journalisten und Fotografen berichten über die Tour de France. 500 Personen arbeiten für die TV-Produktion. Diese Bilder werden in 190 Länder ausgestrahlt. Der technische Bereich im Ziel ist auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern angesiedelt, rund 60 Kilometer Kabel werden verlegt. 120 Lastwagen transportieren das ganze Material. Dazu gehören auch 4000 Absperrgitter, die am Start und Ziel stehen.

(heg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter am 30.06.2017 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tou de genial

    Die Tor de France ist die Frankreich und deren Sponsoren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Organisatoren verdienen daran eine goldene Nase und für ein Rennfahrer ist es das größte dabei zu sein. Ich bin Hobby Gümmeler und bin der Ansicht, dass die drei Wochen nur mit Müessli und Kohlenhydrate nicht zu bewältigen sind und die Rennfahrer Substanzen zu sich nehmen welche legal sind. Ich freue wenn in die Alpen geht und werde die Tour täglich verfolgen und drücke unsern fahren die Daumen.

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  • Marco Pantani am 30.06.2017 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    NEXT LEVEL

    Das ist Leidenschaft, Kampf, Radfahren auf dem höchsten Level! Was der Fussball kann, können wir auch! VIVE LA TOUR..

  • Mischu am 30.06.2017 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder wie er will, es ist freiwillig

    Ob gedopt oder nicht, spielt keine Rolle. Doping ist nicht nur bei Velofahrern en Vogue...! Die Leistung ist mit oder ohne auf jeden Fall sensationell und die Bergetappen sind immer eine Reise wert und wer das schon live gesehen hat (und ein klein wenig ein Sportlerherz hat) weis um die Atmosphäre, welche dort herrscht...! Ich freue mich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roman am 30.06.2017 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Weltweit einzigartig

    Die tdf ist ein super und ganz spezieller Event. 10 Mio Leute feuern die Fahrer direkt auf der Strecke an, muss ein unbeschreibliches Gefühl für die Fahrer sein. Und die Fans feiern friedlich ab bei top Rahmenprogramm und allseits guter Laune.

  • Bündner am 30.06.2017 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Le Tour

    Sehr faszinierender Sport. Ich liebte die Tour schon als Schüler, als Erwachsener kann ich mich ihr auch nicht entziehen. Wie ein dreiwöchiges Schachturnier. Spannend und nie langweilig. Freue mich auf die Bergetappen. Doping? Gab es, und gibt es sicher auch heute noch. Aber mit einer Spritze macht man aus einem Esel auch kein Rennpferd. Die Leistungen die erbracht werden sind so oder so unglaublich.

  • Simon am 30.06.2017 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    Grössenwahn?

    Alle Sportanlässe dienen doch schlussendlich nur noch der Kapitalbeschaffung von Verbänden, Sponsoren, Organisatoren, Medien und anderen Trittbrettfahren.

    • Hug. am 30.06.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Was soll dieser Titel?

      Was soll dieser Titel? Die Tour hat sich über die Jahre so entwickelt und hat organisatorisch mit "Grössenwahn" nichts zu tun. - Höchstens um wieder einige reisserische Kommentare zu provozieren?

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  • TAIFUN_2107 am 30.06.2017 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freue mich

    Fahre selber nicht so gerne Velo mache aber sonst viel Sport, bin aber ein Riesenfan der Tour. Châpeau was diese Männer leisten, die Gefahren die sie eingehen bei rasanten Abfahrten. Bei Bergfahrten nerven mich immer die blöden Fans, die den Fahrern extra in den Weg stehen oder sie noch berühren. Man sieht auch immer wunderschöne Bilder von Frankreich. Ein grosser Wunsch, einmal eine Bergetappe live zu erleben (einmal Ferien mit dem Wohnmobil damit verbinden). Den Süden Frankreichs und auch Paris kenne ich schon sehr gut, Frankreich hat aber noch so viele schöne Orte.

  • Hosche am 30.06.2017 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anachronismus

    Ein Radrennen auf öffentlichen Strassen passt nicht in die heutige Zeit.

    • R. Oger am 30.06.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Vergleich

      @Hosche: Formel 1 Rennen in Monte Carlo, Singapur etc.?

    • Hosche am 30.06.2017 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @R. Oger

      Auch diese Rennen gehören auf eine Rennstrecke.

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