Pierre-Ambroise Bosse

14. September 2017 12:03; Akt: 14.09.2017 12:10 Print

800-m-Weltmeister zeigt Schockbild nach Überfall

Der Leichtathlet Pierre-Ambroise Bosse wurde Ende August von drei Personen verprügelt. Nun geht der Franzose an die Öffentlichkeit.

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Ein blutverschmiertes Gesicht, ein verunstalteter Kiefer: So präsentiert sich Pierre-Ambroise Bosse der Öffentlichkeit. Der Weltmeister über 800 Meter in London wurde Ende August Opfer eines Überfalls. In Gujan-Mestras, im Südwesten Frankreichs, wurde der 25-Jährige von drei Tätern verprügelt. Dabei erlitt er mehrere Knochenbrüche und verlor beinahe ein Auge.

Mit Vsd.fr spricht der Leichtathlet über den Vorfall. «Ich will dieses Kapitel mit dieser abscheulichen und ungerechten Prügelei abschliessen. Ausserdem will ich den Leuten zeigen, was mir widerfahren ist.» Via Facebook gab er bekannt, dass er die Einnahmen aus diesen schrecklichen Bildern einer Kinderschutzorganisation spenden wird.

Faustschlag durch das offene Fenster

Pierre-Ambroise Bosse erzählt auch, wie der Gewaltakt genau ablief. Die drei Männer seien um seinen Wagen gestanden, nachdem er eine Disco verlassen hatte. Sie seien nicht aggressiv gewesen, aber alle etwas angetrunken. Er habe das Fenster heruntergelassen und sei langsam losgefahren. Da habe er plötzlich einen Schlag ins Gesicht gekriegt.

«Als ich aussteige, bekomme ich direkt noch eine aufs Maul. Ich falle hin und sehe, wie Tritte auf mich hereinprasseln, eine Lawine von Tritten ins Gesicht. Das ist krank. Ich werde ohnmächtig.» Als er wieder aufwachte, war er allein, lag am Boden mit Blut im Mund. Niemand habe den Notruf gerufen. Bekannte fuhren ihn dann ins Spital.

Pierre-Ambroise Bosse musste nach diesem Angriff seine Saison abbrechen. Ob er die nächste Saison normal in Angriff nehmen kann, weiss er noch nicht. Denn zurzeit darf er keinen Sport treiben.

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Silbi am 14.09.2017 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt bringt Leid

    Gewalt hinterlässt beim Betroffenen immer ein Trauma das meistens bleiben wird. Ich wünsche ihm von Herzen das es ihm bald besser gehen wird. Den Tätern wünsche ich die Erkenntnis das Gewalt nur Leid verursacht.

  • Erwin B am 14.09.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlose Gewaltanwendung

    Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: wir werden uns leider an solche schlimmen Meldungen gewöhnen müssen. Auch bei uns verroht die Gesellschaft immer mehr, sinnlose Gewaltanwendung wird alltäglich.

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  • Iain Campbell am 14.09.2017 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Sport

    Ich bin 25 Jahre lang Taxi in Zürich gefahren. Da ich Nachts gefahren bin habe ich einiges an Gewalt gesehen. Auch die Agressionen gegenüber mir haben in 25 Jahren stark zugenommen. Ich bin froh dass ich nicht mehr Taxi fahren muss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andrés Sinaola am 14.09.2017 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich

    Es tut mir so leid, dass es so kaltblptige Menschen gibt

  • Carlo am 14.09.2017 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    Warheit

    Ist das die ganze Warheit? Er stieg ins Auto, wass war vorher im Club.....

  • Dänu am 14.09.2017 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Zivilcourage

    Leider ist es war geworden. Stiege heute Morgen im Tram und muss mich mit stehend vergnügen, weil das Tram voll waren. Plötzlich steht ein schwarzer Mann auf und griff mich grundlos an. Ich konnte mich wehren und schrie ob jemand die Polizei rufen kann, da meldet ein ca. 50jähriger Mann und thats it. Die anderen schaut einfach zu. Ich frage ca. 10 Männer, ob sie mir helfen, der schwarze Mann Kampflos stellen bis die Polizei kommt. Niemand hat sich gemeldet. Der schwarze Mann konnte nachher fluchen. Leute steht auf!!! Muss da etwas passieren bis die Leute es merken???

  • Päde am 14.09.2017 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Daumen nach "unten". ??

    Erschrekend die hunderte von "Daumen nach unten" gerichtet. Der Bericht ist bereits Leid. 2003 in Marsaille ist es unserem Bergführer ähnlich ergangen. Meide grössere Städte seit 03.

  • Daniel D am 14.09.2017 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen sind so schrecklich

    Menschen sind und bleiben die schlimmsten kreaturen der Erde, wenn ich nur, dass Geld hätte würde ich mich auf eine einsame eigene Insel flüchten. Und mich abschotten.

    • Quatsch am 14.09.2017 18:54 Report Diesen Beitrag melden

      Schwerkriminelle

      machen vielleicht 1% aller Menschen aus. Allerdings neigt ein erschreckend hoher Prozentsatz zu unsinnigen Verallgemeinerungen.

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