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01. Januar 2018 09:28; Akt: 01.01.2018 23:18 Print

Fünf «Schweizer» im US-Olympia-Aufgebot

+++ US-Skifahrer mit Kreuzbandriss +++ Lukakus Pause kürzer als erwartet +++ Stoch doppelt in Garmisch nach +++ Koistinen verlässt die Tigers +++ De Bruyne fällt aus +++ Neues Jahr, neue alte Liebe für Neymar +++

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Im amerikanischen Eishockey-Aufgebot für die Olympischen Spiele 2018 in Südkorea werden gleich fünf Spieler aus der Schweiz berücksichtigt. Verteidiger Bobby Sanguinetti (Lugano) sowie die Stürmer Jim Slater (Fribourg-Gottéron), Broc Little (Davos), Garrett Roe (Zug) und Mark Arcobello (Bern, Bild) werden die US-Farben in dem von Tony Granato gecoachten Team vom 10. bis 25. Februar in Südkorea vertreten. «Olympische Athleten aus Russland», die Slowakei und Slowenien sind in der Gruppe B die Vorrunden-Gegner der Amerikaner. Travis Ganong verletzte sich bei seinem Sturz in der Weltcup-Abfahrt am letzten Donnerstag in Bormio schlimmer als vorerst angenommen. Der Amerikaner erlitt einen Kreuzbandriss im rechten Knie. Den Befund lieferten genauere Untersuchungen in der Heimat Ganongs. Ganong kann die Verletzung an der Seite seiner Freundin Marie-Michèle Gagnon ausheilen lassen. Die Kanadierin war Ende November im Training zu den Weltcup-Abfahrten in Lake Louise zu Fall gekommen und hatte sich ebenfalls einen Kreuzbandriss im rechten Knie sowie eine Luxation der linken Schulter zugezogen. Romelu Lukaku, Stürmer von Manchester United, muss nach seiner am 30. Dezember erlittenen Kopfverletzung laut José Mourinho nur eine Woche pausieren. Unmittelbar nach dem Spiel gegen Southampton hatte der Trainer von «mindestens zwei Spielen» gesprochen. Lukaku war bei einem Zweikampf am Kopf getroffen worden. Nach einer langen Behandlung wurde er mit einer Sauerstoffmaske vom Platz getragen. Der Finne Ville Koistinen verlässt die SCL Tigers per sofort aus privaten Gründen. Die Emmentaler stimmten einer Auflösung des noch bis Saisonende gültigen Vertrages zu. Der 35-jährige Verteidiger war 2015 von Davos zu den SCL Tigers gestossen. In der laufenden Saison realisierte er sieben Tore und 18 Skorerpunkte in 30 Meisterschaftsspielen. Kamil Stoch gewann das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Der Doppel-Olympiasieger holte an der zweiten Station der Vierschanzentournee auch den zweiten Tagessieg. Somit kann der 30-Jährige weiterhin den Rekord von Sven Hannawald angreifen - der Deutsche gewann vor 16 Jahren als bislang Einziger alle vier Springen. Wie bereits in Oberstdorf gewann Stoch vor dem Weltcup-Leader Richard Freitag aus Deutschland. Dritter wurde der Norweger Anders Fannemel. Gregor Deschwanden, der einzige Schweizer im Final, erreichte den 30. Rang. Manchester City ist in der Meisterschaft auf Titelkurs, trotzdem plagen Trainer Pep Guardiola Sorgen. Mittelfeldspieler Kevin de Bruyne wurde im Spiel gegen Crystal Palace (0:0) grob von hinten gefoult und musste mit der Bahre vom Feld transportiert werden. Wie lange de Bruyne ausfällt, ist nicht klar. Guardiola sagt: «Mit Kevin hatten wir in der Vergangenheit Glück, wenn er in vergleichbaren Aktionen gefoult wurde. Aber diesmal weiss ich nicht, was die Zukunft bringt.» Neymars ehemalige Freundin soll auch Neymars neue Freundin sein. So zumindest interpretieren brasilianische Medien die Geschehnisse während einer Partynacht auf einer Urlaubsinsel in der Heimat der beiden. Bruna Marquezine heisst die 22-jährige Schauspielerin, die den «Liebesroman» mit dem Superstar fortsetzt, wie «O Globo» schreibt. Kurz nach Neymars Wechsel von Barcelona nach Paris im Sommer hatten sich die beiden getrennt. Wie Stan Wawrinka und Novak Djokovic plant Rafael Nadal sein Comeback für den 10. Januar ein. Dann findet in Melbourne die Exhibition «Tie Break Tens» statt. Der Weltranglisten-Erste, der aufgrund anhaltender Knieprobleme zum Ende der letzten Saison für Paris-Bercy und für die ATP Finals sowie zuletzt für Brisbane hatte Forfait erklären müssen, will sich einem letzten Test vor Beginn des Australian Open unterziehen. Die Exhibition wird im Format des Super-Tiebreaks (auf zehn Punkte) ausgetragen. Die Houston Rockets mit dem Schweizer Clint Capela beendeten das Jahr 2017 mit einem Sieg. Nach fünf Niederlagen in Serie gelang ihnen gegen die Los Angeles Lakers ein spektakuläres 148:142 nach Verlängerung. Capela stand nach zwei Spielen Pause wegen eines Bruchs des Augenhöhlenbodens wieder auf dem Parkett – und scheint wieder fit zu sein. Bis Spielhälfte trug der Genfer Center zwar eine Maske, diese schien ihn aber zu behindern, weshalb er nach der Pause darauf verzichtete. In 32 Minuten gelangen ihm je sieben Punkte und Rebounds. Für den Schweizer NHL-Spieler Sven Andrighetto ging das alte Jahr weniger erfreulich zu Ende. Zwar siegten seine Colorado Avalanche gegen die New York Islanders mit 6:1 und Andrighetto steuerte einen Assist bei, fiel in der Schlussphase der Partie aber verletzt aus. Nach einem Ausrutscher knallte er in die Bande, sein Trainer konnte nach Spielschluss noch keine genauen Angaben zur Verletzung machen. Für die San Jose Sharks mit Timo Meier endete beim 0:6 bei den Dallas Stars eine drei Spiele währende Siegesserie. Luca Sbisa (verletzt) und Dean Kukan (nicht aufgeboten) verpassten den letzten NHL-Spieltag im Jahr 2017. Nach drei Unentschieden in Serie steht bei Manchester United vor allem Trainer Jose Mourinho in der Kritik. Die britische «Daily Mail» schreibt es so: «Die Körpersprache verrät, dass Mourinho den Draht zu seinen Spielern verliert.» Das sei dem Portugiesen bereits bei Real Madrid und Chelsea so ergangen. Mourinho vertraue seinem Team nicht, sondern kritisiere es nur. «Ausserdem trainiert er seine Spieler zu hart.»

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