Dopingfall

14. Dezember 2017 16:47; Akt: 14.12.2017 16:47 Print

Froome beschwichtigt, Martin ist stinksauer

Radprofi Chris Froome beteuert, keine Regeln gebrochen zu haben. Seinem Kollegen Tony Martin platzt der Kragen: Er kritisiert eine Sonderbehandlung von Froome.

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Am 14. Dezember 2017 beteuert Chris Froome nach seinem auffälligen Befund bei einer Dopingprobe seine Unschuld. Am 12. Dezember 2017 wird bekannt, dass Chris Froome bei seinem Vuelta-Sieg vermutlich geschummelt hat. Bei einem vorgenommenen Dopingtest wurde der erlaubte Wert des Asthma-Mittels Salbutamol um das Doppelte überschritten. Aussergewöhnlicher Athlet: Chris Froome entscheidet am 23. Juli 2017 zum vierten Mal die Frankreich-Rundfahrt für sich. Die Ehrendamen bitten in Paris zur Siegerehrung: Der Gesamterste des Sky-Teams lässt sich das sichtlich gefallen. Verdienter Schluck: Der Tour-Champion genehmigt sich auf dem letzten Teilstück ein Gläschen Champagner. (23. Juli 2017) Leader Chris Froome hat die Haupstadt Paris heil erreicht und... ...gibt kurz vor dem Ziel noch einmal mit seinen Berufskollegen mehr Gas. Sieger der Schlussetappe der Tour wird Dylan Groenewegen. Für den Holländer ist es eine Premiere im Rahmen der Frankreich-Rundfahrt. Stolz und glücklich: Froomes Gattin Michelle und Sohnemann Kellan warten sehnsüchtig auf den erfolgreichen Ehemann respektive Daddy. Und schliesslich gibt es das erhoffte Wiedersehen in der Stadt der Liebe. Fast Partystimmung in Marseille: Chris Froome kann sich über einen weiteren grossen Sieg in seiner Karriere freuen. (22. Juli 2017) Glücklich im Ziel: Froome hat alle Angriffe souverän abgewehrt. (22. Juli 2017) Auf dem Weg zum dritten Rang im Zeitfahren. Froome trägt in der Schlussetappe das Maillot jaune und wird in Paris die Tour zum vierten Mal gewinnen. Es sei denn, er muss vorzeitig vom Rad steigen. Dritter Streich: Edvald Boasson Hagen freut sich über seinen Triumph. (21. Juli 2017) Es läuft für ihn rund: Chris Froome steht vor seinem nächsten Tour-Gesamtsieg. Hat das Geschehen auch in der letzten Bergetappe fest im Griff: Chris Froome. (20. Juli 2017) Froome hält die Konkurrenz in Schach: Der vierte Gesamtsieg für den Briten nach 2013, 2015 und 2016 ist zum Greifen nah. Stolz und glücklich: Ein ehemaliger Skispringer hat das schwere Teilstück über den Galibier für sich entschieden. (19. Juli 2017) Der Kampf am legendären Galibier: Der Brite Chris Froome kann das Maillot jaune verteidigen. Vive la France – Support für die einheimischen Fahrer am Galibier. Schwer gezeichnet: Marcel Kittel muss nach einem Massensturz vom Sattel steigen. Natürlich darf die Politik an der Tour nicht fehlen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gibt sich die Ehre. Michael Matthews feiert seinen Sieg nach der vom Wind geprägten 16. Etappe. (18. Juli 2017) 15. Etappe der Tour de France: Bauke Mollema feiert seinen Tagessieg. (16. Juli 2017) Grosse Freude nach der Anstrengung: Roman Bardet kommt als erster Fahrer im ersten Pyrenäen-Teilstück an. (13. Juli 2017) Fabio Aru unterstreicht seine Ambitionen in der diesjährigen Tour. Der Italiener übernimmt... ...neu das Maillot jaune und löst den bisherigen... ...Leader Chris Froome ab. Aber das letzte Wort in Sachen Gesamtsieg ist natürlich noch nicht gesprochen. Eine Klasse für sich: Marcel Kittel lässt der Konkurrenz erneut keine Chance. (12. Juli 2017) Der Brite Chris Froome trägt auch nach der 11. Etappe der Tour de France das Maillt jaune. Begeisterung für das Velo-Spektakel: Eine Zuschauerin feuert die Fahrer an. Seine Gegner sahen nur noch sein Hinterrad. Marcel Kittel war auch in der 10. Etappe der Tour de France nicht zu bezwingen. (11. Juli 2017) Auf dem auf dem 178 km langen Teilstück durch das Département Dordogne waren Sprinter-Waden gefragt. (11. Juli 2017) Marcel Kittel, der 29-jährige Deutsche aus Erfurt, hat bewiesen, dass er diese hat. (11. Juli 2017) Die Strecke führte die Fahrer durch das Städtchen Montignac. Vier Etappensiege in einer einzigen Tour schaffte Kittel bereits 2013 und 2014. Die Strecke zwischen Perigueux und Bergerac führte vorbei an altehrwürdigen Gebäuden. (11. Juli 2017) Erst im Fotofinish war der reifenbreite Vorsprung Urans (unten) sichtbar. (9. Juli 2017) Australier Richie Porte stürzte an der 9. Etappe schwer und scheidet aus der Tour aus. Grund zur Freude Lilian Calmejane gewinnt die 8. Etappe mit imponierenden 37 Sekunden Vorsprung. (8. Juli 2017) Die Schmerzen der Krämpfe konnten Calmejane vom Solosieg nicht abhalten. Gross in Form: Marcel Kittel setzt sich auch in Troyes durch. (6. Juli 2017) Leader nach der 6. Etappe bleibt der britische Favorit Chris Froome. Umsturz im Klassement: Chris Froome wird auf charmante Weise ins Leadertrikot geholfen. (5. Juli 2017) Solo-Sieger der 5. Etappe wird der italienische Meister Fabio Aru. (5. Juli 2017) Kleine Aufmerksamkeit im Wasser für die Fahrer der Tour. (5. Juli 2017) Feiert seinen ersten Etappenerfolg bei einer Grand Tour: Arnaud Démare auf dem Siegerpodest in Vittel. (4. Juli 2017) Der Brite Mark Cavendish stürzt, nachdem er von Peter Sagan in die Absperrgitter gedrückt worden ist. «Gefahr: Nukleare Zone»: Greenpeace-Aktivisten protestieren vor Vittel gegen das Kernkraftwerk Fessenheim. Glücklicher Gewinner der 3. Etappe: Peter Sagan bei der Zieleinfahrt in Longwy. (3. Juli 2017) Maillot-jaune-Träger Geraint Thomas (l.) verfolgt seinen britischen Teamkollegen Chris Froome. Beim Start der 3. Etappe im belgischen Verviers unterhält sich Stefan Küng (l.) mit dem Deutschen Marcel Kittel, der am Vortag das zweite Teilstück gewonnen hatte. Menschen, nichts als Menschen auf den Strassen von Mönchengladbach, wo die Tour in der 2. Etappe vorbeikam. Der Velofotograf Chris Auld stand genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Als das Feld in der 2. Etappe zu schnell in eine Kurve fuhr, fanden sich rasch alle grossen Namen am Boden wieder – und Auld drückte ab. Auch im Rückspiegel voraus: Eine Fluchtgruppe aus der 2. Etappe. Rätselaufgabe: Was ist an diesem Bild ungewohnt? Genau, die Umgebung. Für einmal fuhren auf der Formel-1-Strecke von Spa nicht die Boliden, sondern Velofahrer. Die 3. Etappe führte nämlich über die längste Strecke im Formel-1-Kalender. Deutsche Velobegeisterung: Vor dem Start zur 2. Etappe in Düsseldorf stehen die Zuschauer in unzähligen Reihen. Aber nicht nur Zweibeiner sind auf der Strecke: Die 2. Etappe wurde auch von den neugierigen Blicken dieser drei Hunde verfolgt. Frau im Pommes-frites-Kleid: Die Tour de France ist auch für ihre grosse und lange Werbekarawane berühmt. Mit dabei ist auch ein Hersteller von Pommes frites.

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Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome hat nach einem auffälligen Befund bei einer Dopingprobe seine Unschuld beteuert und seine volle Unterstützung bei der Aufklärung angekündigt. «Ich kann verstehen, dass das für viele Leute ein grosser Schock ist, aber ich bleibe bei dem, was ich immer gesagt habe: Ich habe keine Regeln gebrochen. Ich habe nicht mehr als die erlaubte Menge genommen und bin mir sicher, dass am Ende des Tages die Wahrheit erzählt werden wird», sagte Froome in einem Interview mit dem britischen Sender BBC.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass beim Briten während der Spanien-Rundfahrt am 7. September ein Test vorgenommen worden war, bei dem der erlaubte Wert des Asthma-Mittels Salbutamol um das Doppelte überschritten worden war. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis.

«Ich kann aufgrund der Geschichte des Sports die Reaktionen vieler Menschen verstehen. Aber das ist ein ganz anderer Fall, das ist kein positiver Test», sagte der 32-jährige Froome. «Ich werde gerne versuchen, der UCI zu helfen und ihr alle Informationen geben, um die Ursache für das Problem zu finden.»

Martin wittert eine Vertuschung

Tony Martin, viermaliger Zeitfahr-Weltmeister aus Deutschland, übt scharfe Kritik am Vorgehen der UCI und äusserte schwere Vorwürfe. «Ich bin total wütend. Im Fall Christopher Froome wird definitiv mit zweierlei Mass gemessen. Andere Sportler werden nach einer positiven Probe sofort gesperrt», schreibt er auf Facebook.

«Bei mir und in der Öffentlichkeit kommt doch sofort der Eindruck auf, dass da hinter den Kulissen gemauschelt wird, Absprachen getroffen werden und nach Wegen gesucht wird, wie er doch aus diesem Fall rauskommt», meint Martin weiter. Und fragt: «Geniessen er und sein Team einen Sonderstatus?»

«Das ist ein Skandal, zumal er nicht einmal mehr bei der WM hätte antreten dürfen», findet Martin. Knapp zwei Wochen nach seinem auffallenden Befund bei der Vuelta hatte Froome Bronze im Zeitfahren gewonnen.

(heg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon am 14.12.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Armstrong

    Vermutlich will die UCI keinen zweiten Fall Armstrong und versucht es unter den Teppich zu kehren. Denn genau ein solcher Fall zeichnet sich meiner Meinung nach gerade wieder ab.

  • Fritz am 14.12.2017 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klar war der gedopt, whats new?

    Das dieser eher ungelenke Velofahrer gedopt war, sieht man von weit her. Im Frühling kommt er kaum die Berge hoch und im Juli gewinnt er die TdF. Komisch....

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  • Chung Wong am 14.12.2017 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Betrüger Lappen

    Die Franzosen wussten es schon immer, zurecht haben sie Froome schon mehrmals ausgepfiffen, bespuckt und beleidigt - Bravo!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas A. am 15.12.2017 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Asthmatiker und Herzpatienten

    Verbietet endlich diese Asthma-Mittel. Sie werden nur als Doping missbraucht. Heut muss man Asthmatiker mit einem Herzfehler sein, um Spitzensport zu betreiben. Merkt irgendwer was?

  • J K am 15.12.2017 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doping im Spitzensport

    welch ein Aufschrei! wer an Spitzensport ohne Doping denkt hat etwas nicht verstanden.Die Leistungen der Athleten ist in keiner Sportart ohne medizinische Hilfe erreichbar. Das Publikum bekommt das was sie erwarten und der Sportler ist immer der Dumme

  • Rönu am 15.12.2017 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Es ist sowiso komisch,dass ein asthmatiker der beste ist in einem solchen Sport.

  • Lukas am 15.12.2017 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Krank

    Also echt ... Wer supported noch diesen Sport. Das da noch Sponsoren Ihr Geld reinschmeissen ist mir ein Rätsel. Wäre da kein Geld mehr vorhanden würde die Sache sich von alleine Regeln , den für nichts macht sich kein Sportler kaputt.

  • Oli le Pedaleur am 15.12.2017 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Asthmamittel

    Wieso gibt Froome nicht einfach zu dass er Asthma hat? oder ist das ein nogo unter Radprofis?

    • Judas am 15.12.2017 09:22 Report Diesen Beitrag melden

      Wers glaubt wird selig

      Er sagt ja schon lange , dass Er Asthma hat. Lustigerweise war Er ein mittelmässiger Fahrer bis diese Asthma Geschichte mit diesem Mittel angefangen hat .. seit dem gewinnt der Überall ..komische Sache. Wer's glaubt wird selig. Ich habe diesem Sport abgeschoren , sowie F1 und Profifussball. Mal schauen was Sie als nächstes an die Wand fahren vor lauter Gier.

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