Leichtathletik

03. März 2018 22:53; Akt: 04.03.2018 09:28 Print

Gold für Coleman, Harrison und Dibaba

Am dritten Tag der Hallen-Weltmeisterschaften setzten sich die Favoriten durch. Christian Coleman über 60 m und Kendra Harrison verpassten den Weltrekord jeweils nur knapp.

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Mit seinem Weltrekord von 6,34 Sekunden hatte Christian Coleman vor den Titelkämpfen in Birmingham für das Highlight der Hallen-Saison gesorgt. Im WM-Final verpasste der Amerikaner seine vor zwei Wochen in Albuquerque gelaufene Marke zwar um drei Hundertstel, seiner Favoritenrolle wurde der zweifache WM-Zweite von London 2017 drei Tage vor seinem 22. Geburtstag aber souverän gerecht. «Ich kam hierhin, um zu gewinnen und habe dies geschafft», sagte Coleman, der sich vor dem Chinesen Su Bingtian (6,42) und Landsmann Ronnie Baker (6,44) durchsetzte.

Noch knapper als Coleman schrammte Kendra Harrison am Weltrekord vorbei. Die 25-Jährige aus Tennessee verpasste in 7,70 die zehn Jahre alte Bestmarke der Schwedin Susanna Kallur nur um zwei Hundertstel. Für die Weltrekordhalterin im Freien war es der erste grosse Titel ihrer Karriere. Silber ging mit Christina Manning ebenfalls in die USA, die Niederländerin Nadine Visser holte Bronze und verhinderte damit einen amerikanischen Dreifachsieg.

Mit Genzebe Dibaba setzte sich auch über 1500 m die Favoritin durch. Für die Äthiopierin war es der insgesamt fünfte WM-Titel in der Halle, nachdem sie am Donnerstag bereits über 3000 m triumphiert hatte. Sie ist erst die zweite Athletin nach der Rumänin Gabriela Szabo, die das Indoor-Double 1500 m/3000 m schaffte. Auch die Britin Laura Muir und die Niederländerin Sifan Hassan holten jeweils ihre zweite Medaille in Birmingham.

Disqualifikationen sorgen für Gesprächsstoff

Auch am Samstag sorgten Disqualifikationen für Gesprächsstoff. Der Spanier Oscar Husillos und Luguelin Santos aus der Dominikanischen Republik, die vermeintlichen Gold- und Silbermedaillengewinner über 400 m, wurden wie so viele vor ihnen nachträglich disqualifiziert, weil sie beim Ausgang der ersten Kurve auf die Linie getreten waren.

Dasselbe Missgeschick hatte Lea Sprunger am Freitag den Finaleinzug über 400 m gekostet. Die Waadtländerin hatte die Markierung knapp berührt. Dem Protest von Swiss Athletics, das Malheur sei nach Ausgang der Kurve passiert und habe Sprunger keinen Vorteil verschafft, wurde nicht stattgegeben. Sie sei wütend und frustriert, liess Sprunger via Instagram verlauten. «Sie haben mir die Chance genommen, meine Karriere zu verändern.»

Im Final über 400 m setzte sich die amerikanische Favoritin Courtney Okolo in 50,55 Sekunden klar durch. Silber und Bronze gingen an ihre Landsfrau Shakima Wimbley (51,47) und Eilidh Doyle (51,60). Sprunger hatte im Halbfinal die Britin noch klar distanziert, und auch die Zeit von Wimbley lag in ihrer Reichweite. Der vor gut zwei Wochen von Sprunger aufgestellte Schweizer Rekord steht bei 51,28.

(sda)

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