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27. April 2018 09:21; Akt: 27.04.2018 10:26 Print

Aegerter verletzt sich bei Trainingssturz

Lars Frei wechselt zu Thurgau +++ Freiburg-Trainer erhält Stimmen bei Oberbürgermeisterwahl +++ Van Gaal liegt verlockende Offerte vor +++ San Jose startet mit Pleite in Viertelfinal-Serie +++

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Pech für Dominique Aegerter: Der 27-jährige Berner Moto2-Pilot zog sich am Donnerstag bei einem Sturz beim Enduro-Training einen Riss an der Beckenschaufel zu und musste für weitere Abklärungen ins Inselspital in Bern überführt werden. Zwar liegt kein verschobener Bruch vor, um den Heilungsprozess aber zu forcieren, unterzieht sich Aegerter einer Operation und wird deswegen den Grand Prix im spanischen Jerez am nächsten Wochenende verpassen. In der WM-Wertung liegt Aegerter nach drei Rennen, in denen er jeweils in die Punkte fuhr, mit 16 Punkten im 10. Zwischenrang. Der HC Thurgau aus der Swiss League hat für die nächsten zwei Saisons den 23-jährigen Stürmer Lars Frei (r.) von den Rapperswil-Jona Lakers verpflichtet. Frei erzielte am Mittwoch das 1:0 beim 2:1-Sieg nach Verlängerung, mit dem die SCRJ Lakers im Duell mit Kloten den Aufstieg sicherstellten. Frei entstammt dem Nachwuchs des EHC Uzwil. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Freiburg kam es zu einer kleinen Überraschung. Christian Streich, Trainer des Bundesligisten SC Freiburg, erhielt am vergangenen Sonntag 36 Stimmen. Dies vermeldet die Badische Zeitung. Mit diesem Resultat landete der 52-jährige Coach auf Rang 7 der Auszählung. Je eine Stimme wurde für die beiden Freiburg-Spieler Julian Schuster und Nils Petersen abgegeben. Die Mannschaft hätte wohl lieber einige Punkte mehr, belegt sie doch drei Runden vor Schluss in der Bundesliga-Tabelle als 16. den Relegationsplatz. Wolfsburg (14.) und Mainz (15.) haben zwar ebenfalls 30 Punkte auf ihrem Konto, weisen aber das bessere Torverhältnis auf. Nach dem ersten Wahlgang lag Martin Horn (unterstützt von SPD) mit 30'066 Stimmen vor Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne, unterstützt von der CDU), der 27'095 Stimmen für sich verbuchte. Mit 22'726 Stimmen belegt Monika Stein (linkes Bündnis) Platz 3. Die drei haben eine realistische Chance auf den Sieg beim zweiten Wahlgang vom 6. Mai. Louis van Gaal steht vor einem auch für ihn unerwarteten Comeback als Trainer, wie der 66-Jährige selbst verriet. Der ehemalige Coach von Manchester United und Bayern München hat offenbar eine sehr verlockende Offerte erhalten. Als Experte beim holländischen TV-Sender Ziggo Sport sagte van Gaal: «Ich bekomme weiterhin viele Angebote. Auch wenn es manchen Leuten nicht gefallen wird, aber ich habe ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann. Darum kann ich nicht sagen, dass meine Trainerkarriere schon beendet ist.» Nicht verraten hat er allerdings, um welchen Top-Club es sich dabei handelt. Nach van Gaals Entlassung vor zwei Jahren bei Manchester United war davon auszugehen, dass seine Karriere vorbei ist. Nun scheint die Verlockung aber zu gross zu sein, noch einmal auf der Insel einen Verein zu trainieren. Verschiedene Medien vermuten, dass der Holländer beim FC Arsenal Nachfolger von Arsene Wenger werden oder bei Chelsea den arg in die Kritik geratenen Italiener Antonio Conte beerben könnte. Auch der FC Everton sucht einen neuen Coach. Van Gaal, der auch Ajax Amsterdam, den FC Barcelona und die holländische Nationalmannschaft gecoacht hatte, gab jedoch zu bedenken: «Wenn ich bis Juli oder August keinen neuen Verein habe, könnt ihr sicher sein, dass ich nicht mehr zurückkehre.» Die San Jose Sharks mussten zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals in der NHL eine schwere Niederlage hinnehmen. Das Team mit dem Schweizer Angreifer Timo Meier (im Bild hinter Vegas-Stürmer William Karlsson) verlor beim Liga-Neuling Vegas Golden Knights 0:7. Sowohl Las Vegas (gegen Los Angeles) als auch San Jose (gegen Anaheim) hatten sich in ihren Achtelfinal-Serien mit 4:0 Siegen durchgesetzt. Das erste direkte Duell war schon nach knapp 12 Minuten so gut wie entschieden, nachdem Stürmer Alex Tuch die Golden Knights, für die der verletzte Zuger Verteidiger Luca Sbisa in dieser Saison nicht mehr eingreifen kann, 4:0 in Führung gebracht hatte. Bis zuletzt trafen sieben verschiedene Spieler. Timo Meier stand bei keinem der Tore auf dem Eis. Wegen Fan-Krawallen musste am vergangenen Freitag das Rückspiel im türkischen Cup-Halbfinal zwischen Fenerbahce und Besiktas Istanbul in der 57. Minute abgebrochen werden. Ein Tor war bis zu diesem Zeitpunkt keines gefallen. Der türkische Fussballverband entschied, dass die Restspielzeit am 3. Mai im Stadion von Fenerbahce vor leeren Rängen nachgeholt werden sollte. Besiktas will diesen Termin gegen den Stadtrivalen nun allerdings boykottieren. «Als ein Club, der den Fair-Play-Gedanken stets verfolgt, hat Besiktas entschieden, nicht an dem für den 3. Mai festgelegten Spiel teilzunehmen», hält der Verein auf seiner Homepage fest und begründet: «weil Millionen von Zuschauern gesehen haben, dass Besiktas das einzige Opfer war». Besiktas-Coach Senol Günes (Bildmitte) war im Rückspiel aus dem Fenerbahce-Fanblock mit einer Sitzschale beworfen worden und hatte sich dabei eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Günes wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sollte Besiktas den Boykott tatsächlich umsetzen, würde Fenerbahce kampflos in den Cupfinal gegen Akhisar Belediyespor einziehen. Nach dem 2:2 im Hinspiel bräuchte der Meister unbedingt ein Tor, um anstelle des Stadtrivalen in den Final einzuziehen. Der türkische Verband hatte nach den Zwischenfällen vor Wochenfrist gegen Fenerbahce nicht nur 33 Minuten «Geisterspiel», sondern drei weitere Partien ohne Zuschauer verhängt und dem Verein 200'000 Euro Busse auferlegt. In den Playoff-Achtelfinals der NBA erzwangen die Milwaukee Bucks gegen die Boston Celtics ein siebtes Spiel. Die Bucks wahren ihre Chancen auf ein Weiterkommen mit einem 97:86-Heimsieg. Milwaukees griechischer Superstar Giannis Antetokounmpo (am Ball) steuerte 31 Punkte und 14 Rebounds bei. Malcolm Brogdon und Khris Middleton glückten je 16 Punkte. Für Boston, den Zweiten der Eastern Conference in der Regular Season, war Jayson Tatum mit 22 Punkten am erfolgreichsten. Das entscheidende siebte Spiel wird in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit in Boston ausgetragen. Die Schweizer Curler Michèle Jäggi und Sven Michel (Bild) bezogen gegen Italien die einzige Niederlage in der Gruppenphase der Mixed-Doppel-WM. Auf Italien trifft die Schweiz auch in den Achtelfinals. Die Schweizer Meister belegten in ihrer Achtergruppe der Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund mit 6:1 Siegen – zuletzt besiegten sie Lettland 11:9 – den 1. Platz. Als erster Gegner in der am Freitag beginnenden K.o.-Phase erhielten sie Italien zugeteilt. Im Gruppenspiel führten Jäggi/Michel gegen Veronica Zappone und Simone Gonin vor dem letzten End mit drei Steinen Vorsprung, ehe sie ein Viererhaus einfingen und verloren. Für die K.o.-Phase gibt es kein starres Tableau. Die Gruppenspiele ergaben dank Koeffizienten eine exakte Rangliste unter allen Achtelfinalisten. In jeder Runde spielt das beste gegen das schwächste Team. Am Freitag werden Achtelfinals und Viertelfinals ausgetragen, am Samstag Halbfinals und Final. Die Kadetten Schaffhausen gewannen vor heimischem Publikum auch das zweite Spiel der Halbfinalserie gegen Pfadi Winterthur mit 29:28. Damit benötigen sie noch einen Sieg zum Finaleinzug. Obwohl das Resultat das gleiche war, verlief die Schlussphase spannender. Fünf Tage zuvor hatten die Kadetten 54 Sekunden vor dem Ende zum 29:26 getroffen. Diesmal mussten sie bis zuletzt um den Erfolg gegen den Cupsieger zittern. Doch die Winterthurer konnten nicht mehr reagieren, nachdem Flügelspieler Maximilian Gerbl gut eine Minute vor Schluss das 29:28 für Schaffhausen erzielt hatte. Damit blieb eine eher unerwartete Aufholjagd von Pfadi unbelohnt. In der 54. Minute lagen die Gäste noch 23:27 hinten, ehe Filip Maros rund anderthalb Minuten vor dem Ende das 28:28 gelang. Es war der erste Ausgleich der Winterthurer, die nie in Führung gelegen hatten, seit dem 8:8 nach 16 Minuten. Grossen Anteil am Erfolg der Kadetten hatte der in der 15. Minute eingewechselte Torhüter Simon Kindle (r.), der zehn Schüsse parierte, wovon zwei Penaltys. Sehr stark spielten bei den Schaffhausern auch Regisseur Gabor Csaszar (10/6) und Aufbauer Luka Maros (8), die es zusammen auf 18 Tore brachten. Für Pfadi waren der Ende Saison zurücktretende Marcel Hess und Kevin Jud (l.) je siebenmal erfolgreich. Somit deutet alles auf einen Final zwischen den Kadetten und Qualifikationssieger Wacker Thun hin. Die Berner Oberländer führen in der Serie gegen Bern Muri ebenfalls 2:0. Der EHC Red Bull München ist zum dritten Mal in Serie deutscher Eishockey-Meister geworden. Im entscheidenden siebten Playoff-Finalspiel liess der Favorit Herausforderer Eisbären Berlin keine Chance und gewann 6:3. «Am Donnerstag gelang dem Favoriten und DEL-Krösus mit gleich sieben Olympia-Silbergewinnern von Pyeongchang im Team eine souveräne Reaktion nach zuvor zwei Niederlagen in der Finalserie», schreibt die Agentur dpa zum Showdown.

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(ddu/fal/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MAX MEIER am 12.04.2018 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Kaputter Fussball

    ahahha falls der schiedsrichter das gesehen hat...na klar. der liebe herr schiedsrichter hat rein gar nichts gesehen gestern. man sollte ganz einfach englische Fussballregeln im europäischen Fussball übernehmen. in England hat man seit der Erfindung des fussballs noch keine Schwalbe gesehen und die regeln der FA mit nachträglichen sperren verstärkt dies nur noch positiv!

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  • Spaniel am 09.04.2018 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Nachricht

    Weiterhin gute Besserung!

  • ramos am 12.04.2018 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geldgeld

    ach da muss der gute ramos sowiso keine angst haben, der schiri sieht nur was das geld ihn sehen lässt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Achmed am 27.04.2018 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Türkei?

    Wird dort Fussball "gespielt" wie Politik gemacht wird? Was für lausige Charaktere doch, ja auch gewisse Fussballfans, zum Vorschein kommen. Fussball als Reflexion der Gesellschaft?

  • Fcz am 26.04.2018 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Züribueb

    Jetzt müssen sie einfach Michael Kempter laufen lassen. Mittelfeld bitte auch dringend auffrischen! Danke Cedi für alles!

  • Footballfan am 26.04.2018 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Suche vergeblich bei euch...

    wo sind die schweizer American Football News? Wo ist die Berichterstattung über die Calanda Broncos und ihr bevorstehendes European Football League Spiel in Chur? Warum wird nicht darüber berichtet?

    • Tr am 26.04.2018 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Footballfan

      Ganz einfach, es ist noch weniger als eine Randsportart! Comprende?

    • Footballfan am 26.04.2018 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tr

      Danke für Ihre persönliche Ansicht Tr!

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  • Swissman am 25.04.2018 18:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ATP Nr. 12

    Weshalb wird über den berichtet? Ich möchte lieber wissen wie die Top 10 Spieler abschneiden.

  • Kusi am 25.04.2018 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    nicht länger

    Der EVZ hat einen Trainer bis Ende Jahr. Länger wird ers in Zug nicht schaffen.