Sport kompakt

19. Juli 2018 22:42; Akt: 20.07.2018 21:59 Print

Martina Hingis hat Ja gesagt

Laaksonen in seinem zweiten ATP-Halbfinal +++ Schweizer Beachvolleyballer mit starken Leistungen +++ Sagan erneut ganz oben auf dem Podest +++ Leclerc in den Top 10, Ricciardo Schnellster

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Martina Hingis hat geheiratet. Wie Blick berichtete, gaben sich die 37-Jährige und der Mediziner Harald Leemann (38) am Freitag das Ja-Wort. Leeman war 2016 Arzt des Schweizer Fed-Cup-Teams und an den Olympischen Spielen in Rio Betreuer von Hingis. Beim Rücktritt der ehemaligen Weltnummer 1 im vergangenen Herbst waren sie bereits offiziell ein Paar. Henri Laaksonen (ATP 148) verblüfft beim ATP-Turnier in Bastad weiter. Im Viertelfinal gewann der 26-jährigen Schaffhauser, der eigentlich in der letzten Runde der Qualifikation ausgeschieden war, in 1:53 Stunden 3:6, 6:2, 6:4 gegen den fünf Plätze schlechter klassierten Italiener Simone Bolelli. Im dritten Satz hatte Laaksonen bereits 0:3 und mit zwei Breaks im Rückstand gelegen, ehe er nochmals aufdrehen konnte. Bislang stand der schweizerisch-finnische Doppelbürger erst einmal in einem ATP-Halbfinal, im letzten Herbst im chinesischen Shenzhen, wo er in drei Sätzen knapp dem Belgier David Goffin unterlag. Bastad war bereits in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für Laaksonen. Beim Sandplatzturnier im schwedischen Seebad hatte er vor einem Jahr erstmals auf ATP-Stufe die Viertelfinals erreicht. Nun kann er nicht nur diese Punkte verteidigen, er wird in der Weltrangliste rund 15 Plätze wettmachen. Adrian Heidrich und Mirco Gerson gelang an der Beachvolleyball-EM in den Niederlanden ein Exploit. Das Schweizer Duo setzte sich in den Sechzehntelfinals gegen die topgesetzten Titelverteidiger Paolo Nicolai/Daniele Lupo aus Italien in drei Sätzen durch. Dreimal in den letzten vier Jahren hatten Nicolai/Lupo die EM-Goldmedaille gewonnen. Nun setzten Heidrich/Gerson den Erfolgen der beiden Italiener auf europäischer Ebene ein Ende. 21:19, 21:23, 15:12 gewannen der Zürcher Block- und der Berner Abwehrspezialist die umkämpfte Partie. In der Gruppenphase hatten bereits Nico Beeler/Marco Krattiger die Italiener geschlagen. Auch dank diesem Erfolg realisierten Beeler/Krattiger den Gruppensieg und damit den direkten Einzug in die zweite K.o.-Runde. Nun folgte ihnen mit Heidrich/Gerson auch das zweite Schweizer Männer-Team, das in den Niederlanden im Einsatz steht. In den Achtelfinals am Samstag treffen Heidrich/Gerson auf die als Nummer 6 gesetzten Russen Oleg Stojanowski/Igor Welitschko. Die Gegner von Beeler/Krattiger sind noch nicht bekannt. Weltmeister Peter Sagan hat die 13. Etappe der Tour de France im Sprint für sich entschieden und damit seinen dritten Tagessieg im Rahmen der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt gefeiert. Sagan setzte sich nach 169 Kilometer von Bourg d'Oisans nach Valence um wenige Zentimeter vor dem Norweger Alexander Kristoff und dem Franzosen Arnaud Démare durch. An der Spitze des Gesamtklassement ergaben sich keine Veränderungen. Leader Geraint Thomas verteidigte sein Leadertrikot ohne Probleme. Der Schweizer Michael Schär hatte sich zuvor in die Fluchtgruppe des Tages begeben. Als letzter der vier Flüchtlinge wurde Schär erst knapp sechs Kilometer vor dem Ziel vom heranbrausenden Feld gestellt. Im ersten Training zum GP von Deutschland fährt Daniel Ricciardo die schnellste Zeit und liegt vier Tausendstel vor Weltmeister Lewis Hamilton. Ricciardo wird das Rennen am Sonntag (15.10 Uhr, bei uns im Ticker) aber von weit hinten in Angriff nehmen müssen. Weil einige Motorkomponenten an seinem Red Bull-Renault getauscht wurden, verliert der Austraieer mindestens 10 Startplätze. Sollte der ganze Antrieb gewechselt werden, kommen weitere Plätze dazu. Red Bull wie auch Mercedes benutzen die Ultrasoft-Reifen, während Ferrari in den ersten 90 Minuten mit den langsameren Softreifen unterwegs waren. So überrascht der vierte Platz von Sebastian Vettel hinter Ricciardo-Teamkollege Max Verstappen nicht. Der Lokalmatador, der nur 30 Minuten von der Rennstrecke entfernt aufgewachsen ist, hat am Sonntag in der WM ein Vorsprung von acht Punkten auf Hamilton zu verteidigen. Erneut eine starke Leistung zeigte Supertalent Charles Leclerc. Der Monegasse, der für Alfa Romeo Sauber-Ferrari in diesem Jahr schon 13 WM-Punkte gewann, klassierte sich mit 1,572 Sekunden im 9. Rang. Antonio Giovinazzi, der als Freitags-Testfahrer Marcus Ercisson ersetzte, verlor als 19. etwas über zweieinhalb Sekunden auf die Bestzeit. Einen Tag nach der Vertragsverlängerung um zwei Jahre mit Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton folgte bei Mercedes auch die Bekanntgabe der weiteren Zusammenarbeit mit Valtteri Bottas. Der 28-jährige Finne erhielt einen neuen Vertrag bis 2019 mit Option für ein weiteres Jahr. Bottas kam 2017 als Nachfolger des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg zu Mercedes. Zuvor war er vier Jahre für Williams an den Start gegangen. In 107 Grand-Prix-Einsätzen brachte er es auf drei Rennsiege, 26 Podestplätze sowie fünf Pole-Positions. (sda) Nati-Stürmer Haris Seferovic hat seiner Freundin Amina einen Heiratsantrag gemacht. Er war von Erfolg gekrönt! Stolz präsentiert Amina auf Instagram ihren Verlobungsring. Eishockey-Referee Tobias Wehrli ist als Head-Schiedsrichter zurückgetreten. Der 40-jährige St. Galler wirkte seit 1992 in der Schweiz und ab 2003 auch international. 2013 stieg er vom NLB- zum NLA-Referee auf. Sein umfangreiches Palmarès als Schieds- und Linienrichter umfasst unter anderem neun WM-Teilnahmen mit zwei Finals (2015 und 2016) und Olympia 2018. Ein angeblicher Brief des kroatischen Nationaltrainers Zlatko Dalic (Bild) sorgte am Donnerstag nicht nur in Kroatien für Gesprächsstoff. Wie «SPORT1» berichtet, machte ein gefakter Facebook-Post – jedoch mit der Unterschrift von Dalic und der Aufmachung des offiziellen kroatischen Fussball Verbandes versehen – im Netz die Runde. Darin wurde behauptet, dass Politiker nicht mehr das Trikot der Nationalmannschaft tragen dürfen und von der Garderobe der Fussballer ferngehalten werden sollten. «Das ist eine ausgedachte Geschichte», dementierte Tomislav Pacak, der Medienvertreter des Verbandes, gegenüber «SPORT1». Doch damit nicht genug: Im besagten Schreiben wurde zudem behauptet, dass Kroatiens WM-Helden ihre gesamten Prämien an Fonds für Kinder spenden würden. Auch dies stellte Verbandsvertreter Pacak sogleich richtig: «So etwas kommentieren wir nicht. Wenn so etwas zu verkünden wäre, dann hätten wir das über unsere offizielle Seite des HNS getan.» Gemäss der kroatischen Website Dnevno soll ein Journalisten den Fake-Brief publiziert haben. Der 18-jährige Nando Eggenberger wechselt vom HC Davos in die kanadische Juniorenliga OHL. Der Stürmer spielt in der kommenden Saison bei Oshawa Generals. Dort steht mit Nico Gross, der von den New York Rangers ins Farmteam geschickt wurde, bereits ein Schweizer unter Vertrag. Eggenberger debütierte bereits vor drei Jahren in der National League und erzielte in der vergangenen Saison in 41 Spielen 6 Skorerpunkte (3 Tore/3 Assists). Die grossen Anstrengungen der letzten Tage mit drei happigen Etappen in den Alpen haben an der 105. Tour de France zahlreiche Opfer gefordert. Der Italiener Vincenzo Nibali prallte im Aufstieg nach Alpe d'Huez mit einem Polizei-Motorrad zusammen und erlitt einen Wirbelbruch. Der Tour-Sieger von 2014 und Gesamt-Vierte konnte die Etappe zwar noch beenden und fuhr auf Platz 7, doch musste er am späten Donnerstagabend für das 13. Teilstück vom Freitag Forfait erklären. Für Nibali ist die Tour zu Ende. Bereits vor dem Start zur Königsetappe am Donnerstag musste der Vorjahreszweite Rigoberto Uran aus Kolumbien aufgeben, nachdem er sich auf dem neunten Teilstück nach Roubaix bei einem Sturz Verletzungen am linken Bein und linken Arm zugezogen und auf den ersten beiden Alpen-Abschnitten viel Zeit verloren hatte. Auf dem Weg nach Alpe d'Huez folgten zahlreiche weitere Aufgaben. Besonders die Fraktion der Topsprinter schrumpfte weiter. Nachdem tags zuvor bereits Marcel Kittel und Mark Cavendish (wegen Überschreiten des Zeitlimits) ausgeschieden waren, stiegen am Donnerstag auch Fernando Gaviria, Dylan Groenewegen und André Greipel aus der Frankreich-Rundfahrt aus. Damit geht Peter Sagan langsam die Konkurrenz aus. Der slowakische Strassen-Weltmeister hat in der ersten Tour-Woche wie Gaviria und Groenewegen zwei Etappen gewonnen. Nun weist er in der Punktwertung schon einen Vorsprung von 210 Punkten auf den zweitplatzierten Alexander Kristoff aus. Sollte Sagan das Ziel in Paris erreichen, wird er wohl zum sechsten Mal in den letzten sieben Jahren das grüne Trikot des besten Sprinters gewinnen und damit den Rekord von Erik Zabel egalisieren. Die Schweizer Springreiter klassierten sich beim Nationenpreis am CHIO Aachen unter Flutlicht mit 12 Fehlerpunkten im 4. Rang. Und dies trotz eines gravierenden Handicaps: Martin Fuchs konnte gar nicht zur traditionellen Prüfung antreten, weil sein Pferd bei der Kontrolle am Nachmittag leicht verletzt war. Auch Alain Jufers Pferd Rahmanshof Tic Tac konnte ebenfalls wegen einer leichten Verletzung nicht einspringen. Beide Pferde begingen bereits am Mittwoch im Preis von Europa ungewohnt viele Fehler (Chaplin 12, Rahmanshof Tic Tac 30). Damit musste die Schweizer Equipe ohne Streichresultat auskommen. Werner Muff mit Daimler (im Archivbild vom CSIO St. Gallen), Paul Estermann mit Lord Pepsi und Steve Guerdat mit Hannah lagen nach drei Nullfehlerritten nach dem ersten Durchgang sogar in Führung, verbuchten aber im zweiten Durchgang drei Abwürfe durch Muff (2) und Estermann (1). Olympiasieger Guerdat glänzte erneut mit einem Nuller. Gewonnen wurde die Prüfung vor 40'000 Zuschauern auf der Soers zum dritten Mal hintereinander von Deutschland, das mit zwei Nationenpreis-Debütantinnen (Laura Klaphake und Simone Blum) angetreten war. Das deutsche Quartett siegte mit vier Punkten vor Irland (6) und den Niederlanden. Der Nationenpreis von Aachen hatte keine Gültigkeit für die Europa-Liga 1, war aber mit einer Preissumme von 420'000 Euro lukrativ dotiert. Nina Betschart (rechts) und Tanja Hüberli stehen an der EM der Beachvolleyballer in den Niederlanden in den Viertelfinals. Das Schweizer Duo setzte sich in einem umkämpften Spiel gegen das deutsche Team Karla Borger/Margareta Kozuch in drei Sätzen durch. Nachdem sie ungeschlagen als Gruppensiegerinnen die Achtelfinals erreicht hatten, wartete mit Borger/Kozuch die Nummer 7 des Turniers auf die beiden Schweizerinnen. Es wurde die erwartet enge Partie. Nach verlorenem Startsatz (18:21) drehten Betschart/Hüberli aber auf. Dank den gewonnenen Durchgängen 2 (21:16) und 3 (15:9) stiessen die beiden als Nummer 5 gesetzten Zentralschweizerinnen in die Viertelfinals vor, in denen am Freitag entweder die Ukrainerinnen Valentina Dawidowa/Jewgenja Schtschypkowa oder mit Victoria Bieneck/Isabel Schneider wieder ein deutsches Duo wartet. Beide Schweizer Männer Duos qualifizierten sich an der Beachvolleyball-EM in den Niederlanden für die K.o.-Phase. Nico Beeler (Bild) und Marco Krattiger stehen trotz einer Niederlage im dritten Spiel gegen die Serben Lazar Kolaric/Stefan Basta als Gruppensieger in den Achtelfinals vom Samstag. Am Freitag bestreiten Mirco Gerson/Adrian Heidrich den Sechzehntelfinal, nachdem sie im letzten Gruppenspiel den ersten Sieg gefeiert haben. Die nächsten Gegner der beiden Schweizer Duos stehen noch nicht fest. Für Zoé und Anouk Vergé-Dépré (l.) endete die Beachvolleyball-EM am Donnerstag in den Achtelfinals. Die beiden Schwestern verloren gegen die Einheimischen Sanne Keizer/Madelein Meppelink deutlich mit 16:21, 14:21. Zuvor hatten die Bernerinnen in der ersten K.o.-Runde die Italienerinnen Marta Menegatti/Laura Giombini 21:16, 21:18 bezwungen. Der Eiskunstlauf-Olympia-Dritte Denis Ten ist bei einer Messerattacke in seiner Heimatstadt Almaty getötet worden. Zwei Männer hätten ihn angegriffen, als sie sein Auto demolieren wollten, berichteten kasachische Medien unter Berufung auf das Gesundheitsministerium am Donnerstag. Ten soll versucht haben, sie davon abzuhalten. Daraufhin verletzten sie ihn mit Messerstichen am Oberschenkel. Der 25-Jährige habe mehrere Liter Blut verloren und sei in einem Spital gestorben. Zu den Choreografen von Denis Ten gehörte einst auch der Schweizer Stéphane Lambiel. Die beiden verband eine Freundschaft. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann Ten Bronze. In der Heimat zählte er zu den beliebtesten Sportlern. Mit Patty Schnyder (WTA 159) schied nach Timea Bacsinszky, Stefanie Vögele, Leonie Küng (die drei verloren am Mittwoch ihre Erstrundenpartien), Viktorija Golubic und Conny Perrin am Donnerstag auch die letzte Schweizerin am Ladies Tennis Open in Gstaad aus. Im «Spiel des Tages» musste sich die 39-Jährige in 61 Minuten der Australierin Samantha Stosur 4:6, 1:6 geschlagen geben. Schnyder ging zu Beginn des ersten Satzes mit einem Break in Führung, musste die Gegnerin aber gleich wieder ausgleichen lassen und fand danach das Rezept nicht mehr. Die Baselbieterin etablierte sich in den drei Jahren seit der Rückkehr nach vier Jahren Pause (2011 bis 2015) zwar unter den Top 200 der Weltrangliste, spielt äusserst erfolgreich an ITF-Turnieren, der Durchbruch auf der WTA-Tour will ihr aber nicht mehr gelingen. Der erstmals titelberechtigte GM Sebastian Bogner wurde an den Schweizer Schachmeisterschaften in Lenzerheide seiner Favoritenrolle gerecht und darf sich eine Runde vor Schluss bereits Schweizer Meister nennen. Im Top-Duell gegen GM Yannick Pelletier zeigte er eine überzeugende Partie und gewann in 39 Zügen. In den anderen Paarungen gewannen sowohl GM Nico Georgiadis mit Schwarz gegen IM Fabian Bänziger, IM Roland Ekström, ebenfalls mit Schwarz, gegen GM Joe Gallagher und GM Noël Studer mit Weiss gegen IM Oliver Kurmann. Einzig zwischen IM Gabriel Gähwiler und GM Florian Jenni kam es zu einem Remis. Die Schweizerinnen tun sich in den Achtelfinals des Gstaader Ladies Tennis Open schwer: Nach Viktorija Golubic schied auch Conny Perrin aus. Die 27-jährige Qualifikantin aus St-Imier unterlag der topgesetzten Alizé Cornet (WTA 48) mit 3:6, 3:6. Perrin lag bei ihrer vierten Niederlage im vierten Duell mit einer Top-50-Spielerin permanent in Rückstand. Im ersten Satz stand es nach elf Minuten 0:3, im zweiten nach zwölf Minuten sogar 0:4 aus Sicht der Schweizerin. Vor drei Monaten hatte Perrin in der Qualifikation des WTA-Turniers von Stuttgart gegen Cornet 6:7, 6:7 verloren. Diesmal sicherte sich die Jurassierin bloss sechs Games. Armon Orlik (r.) muss nach seiner am Rigi-Schwinget zugezogenen Knieverletzung länger aussetzen als zuerst angenommen. Vom Weissenstein-Schwinget vom Samstag musste sich der dreifache Saisonsieger abmelden. Am 8. Juli verletzte sich der Maienfelder, Schlussgang-Teilnehmer am Eidgenössischen Fest 2016 in Estavayer, am Knie. Bei Untersuchungen stellte sich ein Anriss des Aussenbands heraus. Meniskus und Kreuzbänder sind unversehrt geblieben. Die Teilnahme am vierten Bergkranzfest der Saison auf dem Weissenstein ob Solothurn kommt für Orlik nicht in Frage. Wie er auf seiner Homepage mitteilt, sind auch die noch vorgesehenen Starts am Nordwestschweizer Teilverbandsfest vom 5. August in Basel und am Saisonhöhepunkt, dem Schwägalp-Schwinget vom 19. August, ungewiss. Am Gstaader Ladies Open schied die als Nummer 8 gesetzte Viktorija Golubic in den Achtelfinals aus. Die 25-Jährige aus Zürich unterlag der Kanadierin Eugenie Bouchard 6:7 (2:7), 6:7 (7:9). Golubic (WTA 110) scheiterte gegen die um 36 Plätze schlechter klassierte Kontrahentin primär an den eigenen Nerven: In beiden Sätzen führte sie mit 5:2 – im ersten Satz sogar mit zwei Breaks Vorsprung. In beiden Durchgängen boten sich Golubic zwei Satzbälle, dennoch liess die Schweizerin Eugenie Bouchard, die in der Startrunde schon Timea Bacsinszky niedergerungen hatte, jeweils zum 5:5 ausgleichen. Packend verlief das zweite Tiebreak: Bouchard führte mit 6:1, Golubic schaffte zum 6:6 und 7:7 aber nochmals den Ausgleich. Die Kanadierin, Wimbledonfinalistin von 2014 und vor vier Jahren die Nummer 5 der Welt, nützte erst ihren siebten Matchball. Golubic verpasste es, erstmals seit letztem Herbst (Halbfinalistin in Linz) wieder einen Viertelfinal zu erreichen. In der Startrunde beim 6:3, 6:2-Erfolg über Antonia Lottner hatte Golubic erstmals seit Linz auf WTA-Level wieder eine Runde überstanden. Vor zwei Jahren feierte Golubic in Gstaad ihren bislang einzigen Turniersieg auf der WTA-Tour. Das Interimsduo Zoé und Anouk Vergé-Dépré (Bild) stiess an den Europameisterschaften der Beachvolleyballer in den Niederlanden in die Achtelfinals vor. Die Schwestern wissen an den kontinentalen Titelkämpfen weiterhin zu überzeugen. Die auf höchster Ebene etablierte Anouk und die erst 20-jährige EM-Debütantin Zoé Vergé-Dépré gewannen ihren Sechzehntelfinal gegen die Italienerinnen Marta Menegatti/Laura Giombini sicher mit 21:16, 21:18. In den Achtelfinals treffen die beiden Bernerinnen auf die Einheimischen Sanne Keizer/Madelein Meppelink. Ebenfalls schon in der zweiten K.o.-Runde stehen Nina Betschart/Tanja Hüberli. Die Männer befinden sich an der Beachvolleyball-EM noch in der Gruppenphase. Die beiden Schweizer Mirco Gerson (im Archivbild links) und Adrian Heidrich (r.) sicherten sich in den Niederlanden dank ihrem ersten Sieg an diesem Turnier den 2. Rang in der Gruppe. Sie bezwangen die Niederländer Dirk Boehlé/Steven van de Velde 21:19, 21:16 und stehen in den Sechzehntelfinals. Die ersten beiden Gruppenspiele hatten Gerson/Heidrich verloren. Eine knappe Niederlage (21:14, 17:21, 13:15) im letzten Gruppenspiel bezogen Nico Beeler/Marco Krattiger gegen die Serben Lazar Kolaric/Stefan Basta. Das Schweizer Duo hatte sich das Weiterkommen aber schon am Tag zuvor gesichert. Tomas Berdych (32) verpasst nach dem Turnier in Wimbledon auch das US Open. Der in der Weltrangliste auf Platz 59 abgerutschte Tscheche muss wegen anhaltender Rückenprobleme auf den Start in Flushing Meadows verzichten. Das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am 27. August. Swiss Ice Hockey gibt die Nominierten für die Swiss Ice Hockey Awards am Freitag, 3. August, in Bern bekannt. Unter den Nominierten finden sich wie erwartet zahlreiche Spieler der Playoff-Finalisten ZSC Lions und Lugano. Wie bereits im Vorjahr vergibt der Verband zwei Auszeichnungen für den wertvollsten Spieler (MVP) – eine für die Qualifikation und eine für das Playoff. Für den Playoff-MVP der Saison 2017/2018 ist mit Kevin Klein (Bild) «nur» ein Spieler des Schweizer Meisters ZSC nominiert. Herausgefordert wird der Lions-Verteidiger von den beiden Stürmern Luganos, Gregory Hofmann und Maxim Lapierre. Die Premierenwahl des Playoff-MVP hatte vor einem Jahr Berns Thomas Rüfenacht für sich entschieden. Als Nachfolger von Marc Arcobello (Bern) bei der Wahl des besten Spielers in der Qualifikation stehen Andrew Ebbett (Bern), Fredrik Pettersson (ZSC Lions) und Garrett Roe (Zug) zur Auswahl. Insgesamt vergibt Swiss Ice Hockey an der Gala im Berner Kursaal acht Awards. Fast vier Jahre lang hat David Beckham für eine eigene Fussballmannschaft in der nordamerikanischen Profiliga MLS gekämpft, ehe er Anfang dieses Jahres den Zuschlag für ein Team in Miami erhalten hat. Nun regt sich gegen den Bau eines Stadions Widerstand. Im November kommt es in der Stadt zu einem Referendum gegen das Projekt. Geplant ist eine Arena mit 25'000 Sitzplätzen in Overtown, einem Arbeiterviertel in Miami zwischen der Innenstadt und Little Havana. Anwohner befürchten, dass das Projekt keine Parkplätze bietet, die Verkehrsprobleme der ohnehin überlasteten Stadt weiter verstärkt und die Mietpreise explodieren lässt. Die künftige Franchise von Englands ehemaligem Fussballstar wird voraussichtlich im Jahr 2020 der Major League Soccer beitreten. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen Lewis Hamilton (33) und Mercedes ist besiegelt. Der Formel-1-Weltmeister und die Verantwortlichen des Teams einigen sich auf einen neuen, für zwei weitere Jahre gültigen Vertrag. Die Verkündung der Vertragsverlängerung war schon längst erwartet worden. Beide Parteien hatten nie ein Geheimnis um ihre Absicht auf eine weiterführende Partnerschaft gemacht. Teamchef Toto Wolff begründete die sich hinziehenden Verhandlungen mit der Komplexität des Kontrakts. Hamilton fährt seit fünf Jahren für Mercedes. In dieser Zeit wurde er dreimal Weltmeister und gewann er 44 Grands Prix. Der Vorjahres-Zweite Rigoberto Uran gab bei der Tour de France verletzungsbedingt auf. Der 31-jährige Kolumbianer aus der EF-Mannschaft trat nicht mehr zur Etappe vom Donnerstag an, nachdem er sich auf dem neunten Teilstück nach Roubaix bei einem Sturz erhebliche Blessuren zugezogen und auf den ersten beiden Alpen-Abschnitten viel Zeit verloren hatte. «Ich habe mich nach dem Sturz nicht mehr erholt. Gestern hatte ich ab dem ersten Anstieg Schmerzen am ganzen Körper», sagte der am linken Bein und am linken Arm verletzte Uran. Das ist eine bittere Pille für den FC Liverpool: Alex Oxlade-Chamberlain dürfte wohl die gesamte Saison ausfallen. Die Knieverletzung, die sich die Offensivkraft der Reds im Champions-League-Halbfinal gegen die AS Roma am 24. April zuzog, erweist sich als schlimmer als angenommen. Eine Operation ergab, dass gleich mehrere Bänder gerissen sind. Zwar war dies dem Spieler und dem Club schon früher bewusst, aber der Mittelfeldspieler selbst wollte erst jetzt damit an die Öffentlichkeit gehen. «Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt bekannt zu geben, dass er sich kommende Saison ausschliesslich auf seine Genesung und die Reha fokussieren wird», kommentierte Trainer Jürgen Klopp. Beim internationalen Meeting Galà dei Castelli in Bellinzona holte sich Mujinga Kambundji den grössten Applaus des Abends: Die Bernerin gewann das 100-m-Rennen in 11,13 Sekunden. Auch Julien Wanders (Stade Genève) über 3000 m und Fabienne Schlumpf (TG Hütten) über 5000 m liefen in Bellinzona Schweizer Topzeiten und zeigten auf, dass ihre Formkurve für die EM in Berlin stimmt. Wanders stellte in 7:50,35 Minuten eine persönliche Bestzeit auf und klassierte sich im 6. Rang. Wanders ist damit der zweitschnellste Europäer in dieser Saison. Zufrieden sein kann auch die 3000-m-Steeple-Spezialistin Schlumpf. Sie lief im 5000-m-Rennen in 15:23,44 Minuten mit persönlicher Bestleistung auf den 5. Platz, womit sie sich in der nationalen Allzeit-Bestenliste an vierter Position einreihte. Eishockey-Nationalcoach Patrick Fischer bot im Hinblick auf die Heim-WM 2020 insgesamt 23 Spieler zum zweiten Sichtungs-Camp der Nationalmannschaft auf. Dieses findet vom 29. Juli bis 2. August in Bern statt. Angeführt wird das Aufgebot von Nico Hischier (Bild), dem Overall-Nummer-1-Draft der New Jersey Devils von 2017. Insgesamt wurden sieben Spieler aufgeboten, die in der kommenden Saison in Nordamerika engagiert sind. Alle aufgebotenen Akteure sind zwischen 19- und 25-jährig. «Zwölf Spieler des letztjährigen Aufgebots waren Teil des WM-Silber-Teams von Kopenhagen und waren bereits im Vorjahr am ersten Prospect-Camp dabei», betont Raeto Raffainer, der Nationalmannschafts-Direktor. Das Camp soll den Spielern unter anderem die Gelegenheit bieten, das Spielsystem der Nationalmannschaft weiter zu vertiefen oder es erstmals kennenzulernen. Gut einen Monat vor den Kanu-Weltmeisterschaften (23. bis 26. August) in Portugal sind die deutschen Athleten entrüstet. Olympiasieger Sebastian Brendel (Bild) und seine Kollegen müssen ab sofort einen Teil der bei Dopingkontrollen entstehenden Kosten selber übernehmen. Grund ist der gestiegene finanzielle Aufwand für die Kontrollen, wie deutsche Medien berichten. Der Deutsche Kanuverband sehe sich nicht mehr in der Lage, die gesamten Kosten selber zu übernehmen, weshalb ein Teil davon auf die Sportler abgewälzt wird. «Das ist für uns natürlich unbefriedigend», wird Brendel zitiert. Es sei komisch, selber dafür bezahlen zu müssen, um zu zeigen, dass man sauber sei. «Jetzt müssen wir mit der Situation umgehen und nach Lösungen suchen», ergänzte der dreifache Olympiasieger. Doch kurzfristig ist keine Besserung in Sicht. Die Beiträge für den Kampf gegen Doping wurden im laufenden Jahr massiv erhöht, sie verdoppelten sich sogar beinahe. So muss der Kanuverband statt 47'000 Euro nun 87'000 Euro pro Jahr an die Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschland (NADA) bezahlen. Rund 300 Euro jährlich müssen die Kanuten jährlich aus der eigenen Tasche beisteuern. Das ist zwar nicht viel, doch für Athleten einer Sportart, die für Sponsoren nicht so lukrativ wie eine andere ist, schenkt das ein. Bei den Olympischen Spielen vom 24. Juli bis 9. August 2020 in Tokio wird die Rekordzahl von 339 Medaillen in 33 Sportarten vergeben. Der Schweizer Nationalfeiertag am 1. August 2020 wird dabei zum Super-Samstag mit Entscheidungen in 23 Sportarten. Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees genehmigte am Mittwoch in Lausanne das Wettkampfprogramm für 2020. 2016 in Rio de Janeiro gab es noch 306 Medaillen in 28 Sportarten zu gewinnen. Das Programm der Spiele in Tokio enthält neue Sportarten und neue Disziplinen, die mit Blick auf jüngere Generationen aufgenommen wurden. Dazu gehören Basketball 3x3 (3 gegen 3 Spieler), Skateboarden und Surfen. Schon zwei Tage vor der Eröffnungsfeier beginnen die Vorrundenspiele im Fussball und Softball. Am ersten Wettkampftag findet unter anderem das Rad-Strassenrennen von Tokio bis zu den Ausläufern des Fujiyamas, dem höchsten Berg Japans, statt. Der ehemalige Formel-1-Teamchef Mo Nunn (im Archivbild von 1981 links neben Marc Surer) ist in den USA im Alter von 79 Jahren gestorben. Der Brite gründete 1973 den Rennstall Ensign, den er drei Jahre später wieder verkaufte. Für Ensign fuhren auch die ehemaligen Schweizer Formel-1-Fahrer Clay Regazzoni (1977 und 1980) und Marc Surer (1979). Regazzoni verunfallte im März 1980 in einem Ensign und war danach gelähmt. Im Dezember 2006 starb Regazzoni bei einem Unfall auf einer italienischen Autobahn. Als Teamchef blieben Nunn die grossen Erfolge verwehrt, doch als leitender Ingenieur feierte er in amerikanischen Rennserien grosse Erfolge. So verhalf Nunn Emerson Fittipaldi zu dessen ersten Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis. Juan Pablo Montoya, Alex Zanardi und Jimmy Vasser führte er zu den Titelgewinnen in der Champ-Car-Meisterschaft. Nina Betschart of Switzerland, left, and her teammate Tanja Hueberli of Switzerland, react during the Beachvolley Worldtour Major Series, on Friday, July 13, 2018 in Gstaad, Switzerland. (KEYSTONE/Peter Schneider)

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