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17. Juni 2018 18:31; Akt: 17.06.2018 18:32 Print

Aeschbacher bodigt Stucki im Schlussgang

+++ Aegerter verpasst WM-Punkte klar +++ Wilson läuft Schweizer Rekord +++ Frosinone steigt in die Serie A auf...+++ . . .und Valldolid in La Liga +++ Johnson büsst Vorsprung ein +++

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Matthias Aeschbacher (r.) galt schon vor dem Seeländer Fest als bester Nichteidgenosse. Jetzt ist seine Position unbestritten, denn er gewann das Fest in Dotzigen nach einem Schlussgang-Sieg über Christian Stucki. Nach einem Remis zum Auftakt im Spitzenduell mit Schwingerkönig Matthias Glarner liess sich Stucki lange von keinem Gegner mehr aufhalten. Er stieg mit einer beträchtlichen Punktereserve in den Schlussgang. Aber in der 9. Minute wurde der 33-jährige Hüne vom 26-jährigen Emmentaler Aeschbacher mit einem Kurzzug gefällt. Für Aeschbacher war es der fünfte Kranzfestsieg der Karriere – und der bislang wertvollste. Nach der kurzfristigen Absage von Samuel Giger, der eine Schnittverletzung erlitten hatte, blieb Armon Orlik an seinem Heimfest, dem Bündner-Glarner in Arosa, als grosser Favorit zurück. Der Maienfelder gewann in der Folge haushoch. Als erster Schwinger der Saison gewann er ein Fest mit sechs Maximalnoten, also mit 60,00 Punkten. Dominique Aegerter verpasste im Grand Prix von Katalonien in Montmeló die Punkteränge deutlich um knapp zehn Sekunden. Der von Position 24 aus gestartete KTM-Fahrer klassierte sich trotz neun Ausfällen nur im 20. Rang. In der Gesamtwertung büsste der 27-jährige Oberaargauer drei Ränge ein und liegt mit 20 Zählern 14. Rang. Gewonnen wurde das Rennen vom 19-jährigen Franzosen Fabio Quartararo. Der Pole-Setter holte für Speed Up den ersten Sieg seit 2015. Er gewann mit über zwei Sekunden vor dem Portugiesen Miguel Oliveira. Der in der Auslaufrunde noch gestürzte KTM-Fahrer startete nur von 17. Position aus und liegt nach seiner Aufholjagd nur noch einen Zähler hinter dem WM-Leader Francesco Bagnaia (118:119). Im Moto3-Rennen stürzten nicht weniger als elf Fahrer, unter ihnen auch Jorge Martin. Der in Führung liegende Spanier verpasste damit die WM-Führung, die Marco Bezzecchi mit seinem zweiten GP-Sieg verteidigen konnte. Alex Wilson senkte beim Meeting «Citius» in Bern seinen Schweizer Rekord über 200 m auf 20,25 Sekunden. Der Basler stellte die Bestmarke trotz eines leichten Gegenwindes von 0,3 m/s auf. Wilson war somit um vier Hundertstel schneller als vor zwei Wochen an den Schweizer Vereins-Meisterschaften in Basel. Vergangenen Sonntag hatte er wegen Beschwerden im Knie als Vorsichtsmassnahme noch auf das Diamond-League-Meeting in Stockholm verzichtet. Frosinone wird ab August die zweite Serie-A-Saison seiner Vereinsgeschichte bestreiten. Die Mannschaft aus Latium schaffte den zweiten Aufstieg nach 2015/16 durch das 2:0 im Rückspiel des Playoff-Finals gegen Palermo (Hinspiel 1:2). Mit Empoli, Parma und Frosinone stiegen die Teams auf den Plätzen 1 bis 3 der Serie B in Italiens höchste Liga auf. Mit Real Valladolid steht der letzte Aufsteiger in die höchste spanische Liga fest. Fünf Jahre nach der Relegation in die Segunda Division schaffte das Team aus der Region Kastilien und Leon durch ein 1:1 im Rückspiel des Playoff-Finals gegen Numancia die Rückkehr. Das Hinspiel hatte das nach 42 Runden fünftklassierte Valladolid auswärts 3:0 gewonnen. Rayo Vallecano (1.) und Huesca (2.) hatten sich die direkte Promotion gesichert. In der 3. Runde des US Open in Shinnecock Hills bei New York hat der amerikanische Golfprofi Dustin Johnson seinen gesamten Vorsprung von vier Schlägen eingebüsst. Vor der Schlussrunde ist er in eine Viererspitze eingebettet. Dustin Johnson, der 33-jährige Weltranglisten-Erste und US-Open-Sieger von 2016, hatte in den ersten beiden Runden auf dem äusserst schwierigen Par-70-Kurs auf Long Island derart grossartig und bestechend sicher gespielt, dass mit einer solchen Entwicklung am dritten Wettkampftag nicht zu rechnen war. Für die letzte Runde, die in der Nacht auf Montag Schweizer Zeit zu Ende gehen wird, ist Dustin Johnson auch aufgrund seiner guten Form immer noch der Favorit. Aber einige seiner Gegner sind Hochkaräter. Wie die Aussenseiter Tony Finau und Daniel Berger ist auch Vorjahressieger Brooks Koepka mit Johnson schlaggleich. Der Favorit Toyota führte nach sieben Stunden das Feld bei den 24 Stunden von Le Mans souverän an. Die beiden Autos der Japaner lagen beim Langstrecken-Klassiker am Samstagabend (22.00 Uhr) bereits drei Runden vor den stärksten Verfolgern. Das Trio Kamui Kobayashi/Jose Maria Lopez/Mike Conway führte knapp vor Fernando Alonso, dem Schweizer Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima, die aus der Pole-Position gestartet waren. Der 31-jährige Schweizer Tom Lüthi startet am Sonntag auf seiner Honda von Startplatz 24 aus zu seinem siebten Rennen in der Königsklasse, dem Grand Prix von Katalonien in Montmeló. Die Pole-Position in der MotoGP sicherte sich Ducati-Fahrer Jorge Lorenzo. Es war vor seinem 275. WM-Rennen die 66. Bestzeit, damit hat er den neunfachen Weltmeister Valentino Rossi (65 in Pole-Positions in 371 Rennen) überholt. Mit nur sechs Hundertstelsekunden Rückstand beendete der WM-Leader und Weltmeister Marc Marquez das Qualifying. Nach Stürzen am Freitag und am Samstagmorgen musste der sechsfache Weltmeister erstmals seit Mugello 2015 den «Umweg» über das Q1 nehmen, um sich für den Kampf der besten zwölf Piloten und die Pole-Position qualifizieren zu können. Nach fast einjähriger Verletzungspause gibt Tennisprofi Andy Murray beim Rasenturnier im Londoner Queen's Club sein Comeback. Der 31-jährige Schotte (im Bild bei einer Trainingseinheit in London) wird beim Wimbledon-Vorbereitungsturnier vom 18. bis 24. Juni für das Hauptfeld ausgelost, teilten die Veranstalter am Samstag via Twitter mit. Sein letztes Match auf der ATP-Tour hatte der zweifache Olympiasieger Murray am 12. Juli 2017 bei seinem Viertelfinal-Aus in Wimbledon bestritten. Im Januar unterzog sich der ehemalige Weltranglisten-Erste einer Hüftoperation. Murray ist seit 2005 Profi und hat in seiner Karriere bereits 45 Turniersiege gefeiert. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon beginnt am 2. Juli. Mit einem Rundkurs-Rennen am Samstag wird in Bellinzona das Finale der Tour de Suisse 2018 eingeläutet. Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt tags darauf gleichenorts im Zeitfahren. Nach dem schweisstreibenden Anstieg nach Arosa finden die Fahrer am zweitletzten Tag der Schweizer Landesrundfahrt im Tessin wieder flacheres Terrain vor. Insgesamt absolviert das Feld entlang des Ticinio-Flusses sechsmal einen rund 20,5 km langen Rundkurs. Die 8. Etappe dürfte nochmals eine Angelegenheit für die Sprinter werden und damit auch für Peter Sagan (Bild). Der Strassen-Weltmeister der letzten drei Jahre ist mit seinen 16 Etappensiegen an der Schweizer Landesrundfahrt der einsame Rekordhalter. Für die Gesamtsklassements-Fahrer dürfte es im vorletzten Teilstück wieder etwas ruhiger werden. Verschiebungen an der Spitze der Gesamtwertung sind jedenfalls keine zu erwarten, dafür ist das Etappenprofil schlicht zu wenig anspruchsvoll. Verläuft alles in geordneten Bahnen, dürfte der australische Leader Richie Porte am Sonntag mit einem Vorsprung von 17 Sekunden auf den Kolumbianer Nairo Quintana und 52 Sekunden auf den Holländer Wilco Kelderman ins 34,1 km lange Einzelzeitfahren steigen. Die 16-jährige Anna Jurt (M.) aus Beckenried wurde im polnischen Drzonkow Junioren-Europameisterin im Modernen Fünfkampf. Mit dem Total von 1006 Punkten siegte die Schweizerin mit zwei Zählern Vorsprung auf die Italienerin Alice Rinaudo. Jurt befindet sich noch ein weiteres Jahr in dieser Altersklasse. Ein signiertes Paar Laufschuhe des achtfachen Sprint-Olympiasiegers Usain Bolt ist aus einer Sammlung im englischen Dorf Linton gestohlen worden. Die Laufschuhe hat der Jamaikaner bei den Olympischen Spielen 2012 in London getragen. «Diese Schuhe sind Teil einer umfangreichen Sammlung, die ich in den letzten zehn Jahren aufgebaut habe», sagte der Geschädigte, der nicht genannt werden wollte. «Es gibt nur vier oder fünf Paar Schuhe von Bolt von den Olympischen Spielen 2012 in London, die signiert wurden. Sie sind absolut unersetzbar.» Ein 35-jähriger Mann ist inzwischen im Zusammenhang mit dem Diebstahl festgenommen worden. Die Schuhe sind bisher aber noch nicht gefunden worden. Bolt hatte seine Karriere im vergangenen Sommer nach den Weltmeisterschaften in London beendet. Nach zwei Runden am US Open sind Golfstars reihenweise ausgeschieden. Rory McIlroy egalisierte das Ergebnis von Tiger Woods (Bild), für das Weiterkommen war dieses aber zu schwach. Nach ihren desaströsen Auftaktrunden steigerten sich Woods auf 72 Schläge und McIlroy auf das Par-Ergebnis von 70 Schlägen, doch bei Halbzeit des mit zwölf Millionen Dollar dotierten zweiten Majorturniers des Jahres totalisierten die beiden Superstars zwei Schläge zu viel. Einer Reihe anderer Majorturnier-Sieger der letzten Jahre erging es nicht besser. So werden auch die Amerikaner Jordan Spieth und Bubba Watson, der Spanier Sergio Garcia, die Australier Jason Day und Adam Scott, der Engländer Danny Willett und der Deutsche Martin Kaymer in den beiden Runden vom Wochenende nicht mehr dabei sein. Diese sieben Spieler und Rory McIlroy vereinigen aus den letzten acht Jahren 15 grosse Siege auf sich. Fast schon blamabel war das Abschneiden von Martin Kaymer, der nach zwei Runden bei 18 Schlägen über Par lag. Wie verschiedene spanische Medien berichten, muss Cristiano Ronaldo in Spanien 18,8 Millionen Euro an Steuern nachzahlen. Zudem wurde der 33-jährige Superstar von Real Madrid zu einen Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Da der Portugiese nicht vorbestraft ist, muss er die Haftstrafe nicht absitzen. Ambris Captain Michael Fora (22) nutzt seine NHL-Ausstiegsklausel und schliesst sich in der kommenden Saison mit einem Zweiweg-Vertrag für zwei Saisons den Carolina Hurricanes an. Sein Abgang hatte sich nach dessen starken Auftritten mit dem Schweizer WM-Silber-Team abgezeichnet. Der 1,92 m grosse Fora war im Vorjahr vom Dorfclub aus der Leventina zum jüngsten Captain eines Schweizer National-League-Teams bestimmt worden. Der robuste Back überzeugte in jeder Beziehung und trug mit 6 Toren und 28 Skorerpunkten in 53 Meisterschaftsspielen auch in der Offensive seinen Teil zum Klassenerhalt bei. Der Franzose Thibaut Pinot (28), Captain des Teams Groupama-FDJ, muss wegen den Folgen einer Lungenentzündung Forfait für die Tour de France erklären. Der Tour-Dritte von 2014 hatte beim Giro auf der vorletzten Etappe am 26. Mai an der dritten Stelle liegend einen Einbruch erlitten. Im Spital wurde eine Lungenentzündung mit Fieber festgestellt. Zwei von Pinots Helfern, die Schweizer Sébastien Reichenbach und Steve Morabito, hätten Pinot ab dem 7. Juli zum Gesamtsieg in der prestigeträchtigen Tour verhelfen sollen. Beide waren auch am Giro dabei.

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