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21. Juni 2018 15:55; Akt: 21.06.2018 18:59 Print

Schweizer spielen in Leicester gegen England

+++ Tour de France findet ohne Albasini statt +++ Zweifacher Europameister wechselt zu St. Otmar +++ Spielsperren gegen Pettersson bestätigt +++ Radlegende fordert Froomes Ausschluss +++

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Das Schweizer Nationalteam (im Bild bejubeln Haris Severovic (l.) und Xherdan Shaqiri das 1:1 durch Steven Zuber (r.) im ersten Spiel an der WM in Russland gegen Brasilien) kennt nunmehr den Austragungsort seines zweites Länderspiels nach der WM. Der englische Verband trägt die Testpartie vom Dienstag, 11. September, mit Spielbeginn um 21 Uhr in Leicester aus. Das Datum ist eines von zwei freien Zeitfenstern im Kalender der neu eingeführten Uefa Nations League. Die beiden Partien gegen Island und in Belgien finden am 8. September (18.00 Uhr in St. Gallen) und am 12. Oktober (20.45 Uhr, Spielort noch offen) statt. Michael Albasini ist von seinem Team Mitchelton-Scott zum ersten Mal seit 2011 nicht für die Tour de France (7. bis 29. Juli) aufgeboten worden. Die Nicht-Nomination des 37-jährigen Thurgauers kommt allerdings nicht überraschend, nachdem er im Frühling von einer Viruserkrankung zurückgeworfen worden ist und seine Form erst Ende Mai wieder gefunden hat. Weil er in Frankreich nicht dabei ist, dürfte Albasini dafür an der Vuelta (ab 25. August) teilnehmen. Zuvor steht noch ein Start an der EM in Glasgow (12. August) in seinem Rennprogramm. Von den zwölf auf der World Tour beschäftigten Schweizern hat bisher erst Silvan Dillier (von AG2R) ein Aufgebot für die Frankreich-Rundfahrt erhalten. St. Otmar St. Gallen vermeldet einen prominenten Zugang. Die Ostschweizer verpflichteten den dänischen Internationalen Bo Spellerberg (38). In den vergangenen 16 Jahren stand der Rückraumspieler in seiner Heimat bei Kolding unter Vertrag. Mit Dänemark wurde Spellerberg 2008 und 2012 Europameister. Der Schwede Fredrik Pettersson von Meister ZSC Lions bleibt für die ersten fünf Spiele der neuen Saison gesperrt. Das Sportgericht des Schweizer Eishockey-Verbandes hat die Berufung des Vereins abgewiesen. Mit dem Entscheid stützt das Verbandssportgericht das erstinstanzliche Urteil des Einzelrichters für Disziplinarsachen Leistungssport. Im ordentlichen Verfahren vom 5. Mai wurde Pettersson für sechs Spiele gesperrt. Eine Partie hat Pettersson bereits ausgesetzt, nämlich im siebenten und entscheidenden Playoff-Final-Spiel in Lugano. Somit ist er für die ersten fünf Spiele in der am 21. September beginnenden Meisterschaft suspendiert. Pettersson war für ein Foul im zweitletzten Playoff-Finalspiel belangt worden. In jener Partie im Hallenstadion hatte er kurz vor Schluss Luganos Playoff-Topskorer Maxim Lapierre von hinten gecheckt. Der Kanadier blieb bei der Attacke unverletzt. Frankreichs Radsport-Legende Bernard Hinault (r. im Archivbild) hat einen Ausschluss des viermaligen Tour-Siegers Chris Froome (l.) von der diesjährigen Tour de France gefordert. «Froome sollte nicht beim Start der Tour dabei sein», sagte Hinault. «Ganz einfach, weil er positiv getestet wurde.» Der fünffache Tour-Gewinner Hinault (63) rief zudem die anderen Rennfahrer auf, gegen die Anwesenheit von Froome zu protestieren. Sollte der Brite am 7. Juli beim Tour-Start dabei sein, «sollte das Peloton seine Füsse auf den Boden stellen und sagen, wenn er startet, werden wir nicht starten», zitiert die französische Regionalzeitung «Ouest-France» Hinault. Froome, der erst vor kurzem den Giro d'Italia gewann, drohen weiter Doping-Sanktionen. Bei ihm war bei der Spanien-Rundfahrt im September 2017 ein erhöhter Wert des Asthmamittels Salbutamol gemessen worden. Der Weltverband UCI untersucht den Fall seither. An der Liga-Versammlung in Glattfelden ZH wurde eine Änderung bei den Anspielzeiten in der entscheidenden Phase der Eishockey-Meisterschaft nach Abschluss der Qualifikation beschlossen. Nach der Regular Season wird von Montag bis Samstag ligaübergreifend ab 20.00 Uhr gespielt (bisher 20.15 Uhr). Überdies wurde der vor einigen Monaten als Spieler zurückgetretene Ryan Gardner (40) als zusätzlicher Player Safety Officer (PSO) gewählt. Beim Abendmeeting in Thun lief Sprinterin Ajla Del Ponte (Bild von der Hallen-WM in Birmingham) von der US Ascona zwei sehr gute Zeiten. Die Tessinerin gewann den 100-m-Final in 11,29 Sekunden, nachdem sie schon im Vorlauf mit 11,32 eine persönliche Bestzeit aufgestellt hatte. Del Ponte reihte sich in der ewigen Schweizer Bestenliste hinter der nationalen Rekordhalterin Mujinga Kambundji (ST Bern/11,07) und Salomé Kora (LC Brühl/11,27) an dritter Stelle ein. Das Schweizer Eishockey-Nationalteam bestreitet die ersten Länderspiele nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille diesen Frühling in Kopenhagen vor heimischem Publikum in Luzern. Erster Gegner ist am 13. Dezember Österreich, am Tag darauf trifft die Schweiz entweder auf eine B-Auswahl Russlands oder den kommenden WM-Gastgeber Slowakei.

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