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24. Juni 2018 08:14; Akt: 24.06.2018 08:14 Print

Wawrinka muss in Runde 1 gegen Murray ran

+++ 35-jähriger Russe kehrt in die NHL zurück +++ Djokovics erster Final seit einem Jahr +++ Französin Mauresmo coacht Männer-Team +++

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Beim Rasenturnier in Eastbourne nächste Woche trifft Stan Wawrinka in der ersten Runde auf Andy Murray. Beide treten mit einer Wildcard an, um vor Wimbledon mehr Spielpraxis zu sammeln. Murray, der in dieser Woche beim Turnier im Queen's Club in London nach fast einjähriger Verletzungspause sein Comeback gab und in drei Sätzen gegen Nick Kyrgios verlor, belegt nur noch Platz 156 der Weltrangliste. Noch weiter, auf Rang 261, zurückgefallen ist Wawrinka nach seinen beiden Knieoperationen. Er verlor in London in der 2. Runde gegen Sam Querrey. Letztmals spielten Wawrinka und Murray vor über einem Jahr gegeneinander, als der Schweizer in einem hochklassigen Halbfinal am French Open in fünf Sätzen gewann. Olympiasieger Ilja Kowaltschuk (hier 2009 für Atlanta im Einsatz) kehrt nach fünf Saisons bei SKA St. Petersburg in die NHL zurück. Der 35-jährige Top-Stürmer einigte sich auf einen Dreijahresvertrag mit den Los Angeles Kings. Kowaltschuk bestritt bislang insgesamt 848 NHL-Spiele für die Atlanta Thrashers und die New Jersey Devils. Er erzielte dabei 428 Tore und sammelte insgesamt 843 Skorerpunkte. Für SKA St. Petersburg realisierte Kowaltschuk in der letzten Saison 73 Skorerpunkte (37 Tore) in 68 Meisterschaftsspielen. Kowaltschuk war 2001 der erste Russe, der im NHL-Draft als Erster ausgewählt wurde (Atlanta). Novak Djokovic steht 51 Wochen nach seinem letzten Final wieder in einem ATP-Endspiel. Der langjährige Weltranglistenerste gewann im Londoner Queen's Club im Halbfinal 7:6 (7:5), 6:4 gegen den Franzosen Jérémy Chardy und trifft nun am Sonntag auf den topgesetzten Kroaten Marin Cilic. Vor einem Jahr gewann Djokovic ebenfalls auf Rasen das Wimbledon-Vorbereitungsturnier in Eastbourne. Seither hatte er bei neun Turnieren nie mehr den Final erreicht. Das ist Djokovics längste Durststrecke, seit er 2006 im niederländischen Amersfoort erstmals einen ATP-Final erreicht (und gewonnen) hatte. Dank seines 99. Finals wird sich der 31-jährige Serbe in der Weltrangliste mindestens auf Platz 17 verbessern und damit in Wimbledon eine bessere Setzung erhalten. French tennis great Amelie Mauresmo smiles during a press conference at the Roland Garros stadium, in Paris, France, Sunday, June 8, 2014. Britain's Andy Murray has appointed Mauresmo as his coach Sunday. The Wimbledon champion, who lost to Rafael Nadal in the French Open semifinals on Friday, will work with Maursemo at least through the grass-court season. (AP Photo/Michel Spingler) Wie erwartet ziehen die Buffalo Sabres beim NHL-Draft den schwedischen Verteidiger Rasmus Dahlin von Frölunda als Nummer 1. Der 18-Jährige ist somit der Nachfolger des Wallisers Nico Hischier. In der ersten Rundes des Draft in Dallas wurde diesmal kein Schweizer gezogen. Für die Nachwuchsspieler, deren Name bisher nicht fiel, besteht am Samstagabend eine weitere Chance, von einem der 31 NHL-Teams gewählt zu werden. Die Runden zwei bis sieben werden ebenfalls im texanischen Dallas abgehalten. Andy Murray, der in dieser Woche beim Turnier im Queen's Club in London nach fast einjähriger Verletzungspause sein Comeback gab, wird in der kommenden Woche dank einer Wildcard beim Rasen-Event in Eastbourne spielen. Murray hatte sein erstes Match nach seiner Rückkehr gegen den Australier Nick Kyrgios in drei Sätzen verloren. Dennoch war er zufrieden mit seiner Leistung. Die ehemalige Nummer 1 der Welt hatte seit Juli 2017 pausiert und sich Anfang dieses Jahres einer Hüftoperation unterziehen müssen. Murray will unbedingt in Wimbledon dabei sein. Das dritte Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison beginnt am 2. Juli. Die New York Islanders sichern sich die Dienste von NHL-Champion-Trainer Barry Trotz. Der 55-jährige Trotz erhielt einen Fünfjahresvertrag. Trotz, der die letzten vier Jahre bei den Washington Capitals hinter der Bank stand, feierte mit dem Team aus der US-Hauptstadt in der abgelaufenen Saison den ersten Stanley-Cup-Titel seiner Karriere. Die Islanders hatten in den letzten beiden Saisons das Playoff verpasst. Den Schweizer Springreitern glückte beim CSIO Rotterdam die Hauptprobe für den Nationenpreis vom Sonntag. Die Equipe von Andy Kistler brachte bei dem mit 150'000 Euro dotierten Grand Prix gleich vier Paare ins Stechen. Janika Sprunger im Sattel von Bacardi gelang als Drittklassierte der Sprung aufs Podest. Dieses Resultat trug der Baslerin beim Sieg des Belgiers Jos Verlooy auf Caracas 22'500 Euro ein. Auch Arthur da Silva und Inonstop blieben im Stechen ein zweites Mal ohne Fehler. 13 Hundertstel fehlten zum Podest. Steve Guerdat mit Bianca (8.) und Niklaus Rutschi im Sattel von Cardano (11.) ritten ebenfalls in Preisgeld. Verteidiger Alain Rochat verkündet via Twitter das Ende seiner Fussballkarriere. Der 35-jährige Westschweizer hat zuletzt bei Super-League-Absteiger Lausanne-Sport unter Vertrag gestanden. «Danke Fussball, aka Soccer, für alles», schrieb Rochat zu einem Foto auf Twitter, das ihn von hinten im Trikot von Lausanne zeigt. Rochat startete seine Profikarriere bei Yverdon-Sport. Sein Debüt in der Super League mit Yverdon gab der Innenverteidiger vor über 18 Jahren unter Trainer Lucien Favre. Seither absolvierte Rochat für die Young Boys, den FC Zürich und Lausanne-Sport über 350 Spiele in der höchsten Schweizer Liga. Überdies sammelte der kanadisch-schweizerische Doppelbürger in der Ligue 1 mit Stade Rennes und der Major League Soccer (MLS) mit den Vancouver Whitecaps und D.C. United Ausland-Erfahrung. 2005 kam Rochat in der WM-Qualifikation gegen die Färöer (3:1) unter Köbi Kuhn zu seinem einzigen Einsatz für die Schweizer Nationalmannschaft. Am Viersterne-Turnier der Beachvolleyballerinnen im tschechischen Ostrava entschieden Joana Heidrich (im Archivbild links) und Anouk Vergé-Dépré (r.) in der Gruppe G das Duell um den Gruppensieg und den damit verbundenen direkten Einzug in die Achtelfinals gegen Nina Betschart/Tanja Hüberli für sich. Nachdem sowohl Heidrich/Vergé-Dépré gegen die Spanierinnen Liliana Fernandez Steiner/Elsa Baquerizo McMillan wie auch Betschart/Hüberli gegen das finnische Duo Taru Lahti/Anniina Parkkinen ihr erstes Gruppenspiel gewonnen hatten, behielten Heidrich/Vergé-Dépré im Schweizer Duell mit 21:18, 23:21 die Oberhand. Bei den Männern startete das Schweizer Duo Adrian Heidrich/Mirco Gerson gegen die Letten Janis Smedins/Aleksandrs Samoilovs mit einer 20:22, 16:21-Niederlage ins Turnier. Am Freitag geht es für Heidrich/Gerson damit gegen die Niederländer Dirk Boehlé/Steven van de Velde um den Einzug in die Sechzehntelfinals. Stan Wawrinka hat sich kurzfristig dazu entschieden, am Rasenturnier von Eastbourne teilzunehmen. Der dreifache Grand-Slam-Sieger, der nach seiner Knieverletzung in der Weltrangliste auf Position 261 abgerutscht ist, erhielt von den Turnierorganisatoren eine Wildcard. Wawrinka hatte dem Event zuletzt 2007 beigewohnt, als das Rasenturnier noch in Nottingham ausgetragen wurde. Damals unterlag der Romand dem Kroaten Ivo Karlovic in der ersten Runde in zwei Sätzen. Der 33-Jährige benötigt Spielpraxis, um sich seinem besten Tennis wieder anzunähern – auch im Hinblick auf das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon, das in weniger als zwei Wochen startet. Gesundheitlich fühlt sich Wawrinka bereits wieder auf der Höhe: «Ich bin fit genug, um mein bestes Tennis zu zeigen», erklärte er auf der Turnier-Website. Am Mittwoch war Wawrinka beim Rasenturnier im Queen's Club in London trotz ansprechender Leistung in der 2. Runde am Amerikaner Sam Querrey (ATP 13) 5:7, 7:6, 1:6 gescheitert. Die Schweizer Degenfechterinnen scheiterten an den Europameisterschaften in Novi Sad in Serbien im Team-Wettkampf in ihrem ersten Gefecht. Pauline Brunner (im Archivbild), Noemi Möschlin und Angela Krieger verloren nach einem Freilos gegen die nachmaligen Europameisterinnen aus Frankreich im Achtelfinal 38:45. Das französische Quartett Marie-Florence Candassamy, Épée Laurence, Auriane Mallo und Caroline Vitalis sicherte sich in einem hart umkämpften Final gegen Polen dank einem 41:40 den Europameister-Titel. Das Schweizer Nationalteam (im Bild bejubeln Haris Severovic (l.) und Xherdan Shaqiri das 1:1 durch Steven Zuber (r.) im ersten Spiel an der WM in Russland gegen Brasilien) kennt nunmehr den Austragungsort seines zweites Länderspiels nach der WM. Der englische Verband trägt die Testpartie vom Dienstag, 11. September, mit Spielbeginn um 21 Uhr in Leicester aus. Das Datum ist eines von zwei freien Zeitfenstern im Kalender der neu eingeführten Uefa Nations League. Die beiden Partien gegen Island und in Belgien finden am 8. September (18.00 Uhr in St. Gallen) und am 12. Oktober (20.45 Uhr, Spielort noch offen) statt. Michael Albasini ist von seinem Team Mitchelton-Scott zum ersten Mal seit 2011 nicht für die Tour de France (7. bis 29. Juli) aufgeboten worden. Die Nicht-Nomination des 37-jährigen Thurgauers kommt allerdings nicht überraschend, nachdem er im Frühling von einer Viruserkrankung zurückgeworfen worden ist und seine Form erst Ende Mai wieder gefunden hat. Weil er in Frankreich nicht dabei ist, dürfte Albasini dafür an der Vuelta (ab 25. August) teilnehmen. Zuvor steht noch ein Start an der EM in Glasgow (12. August) in seinem Rennprogramm. Von den zwölf auf der World Tour beschäftigten Schweizern hat bisher erst Silvan Dillier (von AG2R) ein Aufgebot für die Frankreich-Rundfahrt erhalten. St. Otmar St. Gallen vermeldet einen prominenten Zugang. Die Ostschweizer verpflichteten den dänischen Internationalen Bo Spellerberg (38). In den vergangenen 16 Jahren stand der Rückraumspieler in seiner Heimat bei Kolding unter Vertrag. Mit Dänemark wurde Spellerberg 2008 und 2012 Europameister. Der Schwede Fredrik Pettersson von Meister ZSC Lions bleibt für die ersten fünf Spiele der neuen Saison gesperrt. Das Sportgericht des Schweizer Eishockey-Verbandes hat die Berufung des Vereins abgewiesen. Mit dem Entscheid stützt das Verbandssportgericht das erstinstanzliche Urteil des Einzelrichters für Disziplinarsachen Leistungssport. Im ordentlichen Verfahren vom 5. Mai wurde Pettersson für sechs Spiele gesperrt. Eine Partie hat Pettersson bereits ausgesetzt, nämlich im siebenten und entscheidenden Playoff-Final-Spiel in Lugano. Somit ist er für die ersten fünf Spiele in der am 21. September beginnenden Meisterschaft suspendiert. Pettersson war für ein Foul im zweitletzten Playoff-Finalspiel belangt worden. In jener Partie im Hallenstadion hatte er kurz vor Schluss Luganos Playoff-Topskorer Maxim Lapierre von hinten gecheckt. Der Kanadier blieb bei der Attacke unverletzt. Der spanische Weltklassegolfer Miguel Angel Jimenez lässt sich auch heuer den Start am Omega European Masters in Crans-Montana nicht entgehen. Er wird im Wallis zum 29. Mal spielen. Mit 54 Jahren tritt Jimenez, der dank seinem präzisen, beständigen Spiel auch «der Mechaniker» (The Mechanic) genannt wird, hauptsächlich auf den Circuits der Senioren an. Das Schweizer Turnier der grossen europäischen Tour bezeichnet er aber seit langem als sein Lieblingsturnier. 1989, mit 25 Jahren, reiste Jimenez erstmals ins Wallis. Seither hat er das Turnier nur einmal verpasst. Das war 2015, als das Omega European Masters ausnahmsweise schon Ende Juli im Programm stand. In der gleichen Woche fand das Senior British Open statt, das wichtigste Turnier des Ü50-Profis. Jimenez entschied sich damals für den Start in England. In Crans-Montana siegte Jimenez 2010. Dass er auch heute mit den viel jüngeren Golfern der grossen Tours mithalten kann, bewies er zuletzt Anfang Juni an dem mit sieben Millionen Dollar dotierten Italian Open in Brescia, wo er mit einer nach einer brillanten Schlussrunde von 63 Schlägen (8 unter Par) unter die besten 15 vorstiess. Das diesjährige Omega European Masters in Crans-Montana wird vom 6. bis zum 9. September ausgetragen. Frankreichs Radsport-Legende Bernard Hinault (r. im Archivbild) hat einen Ausschluss des viermaligen Tour-Siegers Chris Froome (l.) von der diesjährigen Tour de France gefordert. «Froome sollte nicht beim Start der Tour dabei sein», sagte Hinault. «Ganz einfach, weil er positiv getestet wurde.» Der fünffache Tour-Gewinner Hinault (63) rief zudem die anderen Rennfahrer auf, gegen die Anwesenheit von Froome zu protestieren. Sollte der Brite am 7. Juli beim Tour-Start dabei sein, «sollte das Peloton seine Füsse auf den Boden stellen und sagen, wenn er startet, werden wir nicht starten», zitiert die französische Regionalzeitung «Ouest-France» Hinault. Froome, der erst vor kurzem den Giro d'Italia gewann, drohen weiter Doping-Sanktionen. Bei ihm war bei der Spanien-Rundfahrt im September 2017 ein erhöhter Wert des Asthmamittels Salbutamol gemessen worden. Der Weltverband UCI untersucht den Fall seither. An der Liga-Versammlung in Glattfelden ZH wurde eine Änderung bei den Anspielzeiten in der entscheidenden Phase der Eishockey-Meisterschaft nach Abschluss der Qualifikation beschlossen. Nach der Regular Season wird von Montag bis Samstag ligaübergreifend ab 20.00 Uhr gespielt (bisher 20.15 Uhr). Überdies wurde der vor einigen Monaten als Spieler zurückgetretene Ryan Gardner (40) als zusätzlicher Player Safety Officer (PSO) gewählt. Beim Abendmeeting in Thun lief Sprinterin Ajla Del Ponte (Bild von der Hallen-WM in Birmingham) von der US Ascona zwei sehr gute Zeiten. Die Tessinerin gewann den 100-m-Final in 11,29 Sekunden, nachdem sie schon im Vorlauf mit 11,32 eine persönliche Bestzeit aufgestellt hatte. Del Ponte reihte sich in der ewigen Schweizer Bestenliste hinter der nationalen Rekordhalterin Mujinga Kambundji (ST Bern/11,07) und Salomé Kora (LC Brühl/11,27) an dritter Stelle ein. Das Schweizer Eishockey-Nationalteam bestreitet die ersten Länderspiele nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille diesen Frühling in Kopenhagen vor heimischem Publikum in Luzern. Erster Gegner ist am 13. Dezember Österreich, am Tag darauf trifft die Schweiz entweder auf eine B-Auswahl Russlands oder den kommenden WM-Gastgeber Slowakei.

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