NBA

05. Februar 2012 10:32; Akt: 05.02.2012 10:35 Print

Parker zwingt Oklahoma in die KnieParker zwingt Oklahoma in die Knie

Tony Parker war der überragende NBA-Spieler in der Nacht auf Sonntag. Der Franzose sorgte mit 42 Punkten für den 107:96-Sieg der San Antonio Spurs über das bislang so starke Oklahoma City Thunder.

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Thabo Sefolosha (l.), der erste Schweizer in der NBA, spielt heute bei Oklahoma City Thunder. Doch das war nicht immer so ... ... 2002 spielt der 18-jährige Waadtländer noch in der Schweiz bei Vevey-Riviera. Sefolosha ist der Sohn eines südafrikanischen Musikers und einer Schweizer Künstlerin. Schon früh wurden Scouts auf das Ausnahmetalent aufmerksam. Besonders seine Leistungen als Rookie in der höchsten Schweizer Liga und seine Auftritte in der Nationalmannschaft attestierten ihm das NBA-Potenzial. 2003 wechselte Sefolosha zu Elan Sportif Chalonnais, einem französischen Top-Klub, um bald danach in die italienische Serie A weiterzuziehen. Dort spielte er für Angelico Biella. 2006 wurde der damals 22-jährige Romand vom NBA-Klub Philadelphia 76ers als Nr. 13 gedraftet. Diese Ehre kam noch keinem Schweizer vor ihm zuteil. Für Philadelphia lief Sefolosha aber nie auf. Denn die Chicago Bulls sicherten sich kurz nach dem Draft die Dienste des Schweizers durch einen Trade. Seine NBA-Feuertaufe durchlief der Waadtländer beim Saisonauftakt 2006 gegen Titelverteidiger Miami. Die Bulls gewannen 108:66, Sefolosha trug elf Punkte ohne einen einzigen Fehlversuch bei. In seiner ersten NBA-Saison bestritt Sefolosha 71 Spiele. Vor seinem Debüt hatte er sich ein Tattoo stechen lassen: einen gekrönten Basketball mit Schriftzug «The Game chose me» (Das Spiel hat mich auserwählt). Sefolosha schreckte auch vor Superstars wie Kobe Bryant nicht zurück. Durchschnittlich erzielte der Schweizer in seiner Debütsaison 3,6 Punkte pro Spiel. Sefolosha wurde in der Schweiz zum Star - und nicht nur dort. 2007/2008 nahm der Romand seine zweite Saison mit den Chicago Bulls in Angriff. Dabei bestritt er 69 NBA-Spiele und stand 22 Mal in der Startformation, den «Starting Five». Sefolosha warf in vier Spielen mehr als 20 Punkte. Sein durchschnittlicher Wert lag in dieser Spielzeit bei 6,7 Punkten pro Partie. 2007 erhielt der Basketballer die Auszeichnung als Schweizer Newcomer des Jahres. Seine Mutter Christine (4. v. l.) nahm den Preis stellvertretend entgegen. 2008 war Sefolosha dann bei den Chicago Bulls nicht mehr so ganz glücklich. Er hatte immer noch keinen Stammplatz ... ... und musste immer wieder hinten anstehen. In 43 Spielen kamm der Schweizer auf einen Durchschnittswert von 4,5 Zählern. Am 18. Februar 2009 folgte dann ein Neuanfang für Sefolosha: Die Chicago Bulls transferierten ihn zu Oklahoma City Thunder im Tausch mit einem Erstrunden-Draftrecht für 2009. Dort startete der Schweizer dann richtig durch: In den verbleibenden 23 Saisonspielen stand er 22 Mal von Beginn weg auf dem Platz und kam auf durchschnittlich 8,5 Punkte pro Partie. Sefolosha, der seit 2003 auch stolzes Mitglied der Schweizer Nati ist, ... ... avancierte in der Saison 2009/2010 zum sicheren Wert bei Oklahoma. Der 25-jährige wurde als Shooting Guard oder Small Forward eingesetzt und stand in der Regel in der Startformation. Mit einem Playoff-Out in der ersten Runde ging die Saison für den Schweizer früh zu Ende. Für Sefolosha gab es aber ein Trostpflaster: Er wurde in die B-Selektion der besten Defensiv-Spezialisten der Liga gewählt. Seine fünfte NBA-Saison bestritt Sefolosha 2010/2011 erneut mit Oklahoma. In der Vorbereitung verpasste der Romand wegen einer Handverletzung vier von sieben Testspielen, ausserdem gabs mit dem 21-jährigen James Harden starke Konkurrenz auf der Position des Schweizers. Deshalb musste Sefolosha um seinen Startplatz kämpfen. Der Schweizer setzte sich allerdings durch und war ein sicherer Wert. Mit den Thunders erreichte er erstmals in der Klubgeschichte den NBA-Halbfinal. Dort scheiterte Sefoloshas Team am späteren Meister Dallas mit 1:4 Siegen. Der Romand erzielte durchschnittlich in 79 Spielen 5,1 Punkte, dazu gesellten sich 17 Partien in den Playoffs mit einem Durchschnitt von 4,6 Punkten. Während des Lockouts in der NBA im Herbst 2011 spielte Thabo Sefolosha bei Fenerbahçe Istanbul.

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Zudem konnte sich Parker neben seinem Saisonbestwert an Punkten in einem Spiel noch neun Assists gutschreiben lassen. Bei den Gästen wurde der Schweizer Thabo Sefolosha als einziger Spieler im Aufgebot der Gäste nicht eingesetzt. Sefolosha hatte zuletzt wegen einer Fussverletzung gefehlt. Er stand gegen San Antonio im Gegensatz zum Spiel vom Vortag gegen Memphis aber wieder im Aufgebot. Oklahomas Topskorer Kevin Durant war mit 22 Punkten und elf Assists der erfolgreichste Spieler der Gäste.

NBA
Samstag:
San Antonio Spurs - Oklahoma City Thunder (ohne Sefolosha/nicht eingesetzt) 107:96. Cleveland Cavaliers - Dallas Mavericks 91:88. Atlanta Hawks - Philadelphia 76ers 87:98. Indiana Pacers - Orlando Magic 81:85. Washington Wizards - Los Angeles Clippers 81:107. New York Knicks - New Jersey Nets 99:92. Detroit Pistons - New Orleans Hornets 89:87. Minnesota Timberwolves - Houston Rockets 100:91. Milwaukee Bucks - Chicago Bulls 90:113. Utah Jazz - Los Angeles Lakers 96:87. Phoenix Suns - Charlotte Bobcats 95:89. Portland Trail Blazers - Denver Nuggets 117:97. Sacramento Kings - Golden State Warriors 114:106 n.V.
Freitag: Oklahoma City Thunder (ohne Thabo Sefolosha, verletzt) - Memphis Grizzlies 101:94. Toronto Raptors - Washington Wizards 106:89. Philadelphia 76ers - Miami Heat 79:99. Orlando Magic - Cleveland Cavaliers 102:94. New Jersey Nets - Minnesota Timberwolves 105:108. Detroit Pistons - Milwaukee Bucks 88:80. Boston Celtics - New York Knicks 91:89. Houston Rockets - Phoenix Suns 99:81. Dallas Mavericks - Indiana Pacers 87:98. Denver Nuggets - Los Angeles Lakers 89:93.

(si)

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