Hirnblutung

19. Juni 2017 18:21; Akt: 19.06.2017 18:21 Print

Schwergewichts-Boxer stirbt nach Knock-out

Am Freitag verlor Tim Hague einen Schwergewichts-Boxkampf durch K.o. Er ging in Runde eins bereits viermal zu Boden. Zwei Tage später war er tot.

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Der kanadische Schwergewichtler Tim Hague ist im Alter von 34 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung gestorben. Am Freitag hatte der ehemalige UFC-Kämpfer in seiner Heimatstadt Edmonton einen Boxkampf gegen seinen Landsmann Adam Braidwood verloren. Schon in der ersten Runde ging Hague viermal zu Boden, bei einem weiteren Niederschlag in Runde zwei prallte er mit dem Hinterkopf hart auf die Ringmatte.

Der Kampf wurde sofort abgebrochen und Hague ins Krankenhaus gebracht, wo eine Hirnblutung diagnostiziert wurde. Der Tod wurde am Sonntag von seiner Schwester Jackie Neil bestätigt. «Mit unglaublicher Traurigkeit und gebrochenen Herzen verkünden wir, dass Tim heute verstorben ist», so Neil. «Er war umgeben von seiner Familie und hörte seine Lieblingslieder. Wir werden ihn unendlich vermissen.»

Der Kampf zwischen Hague und Braidwood.

Warnung für McGregor?

Hague bestritt 34 Mixed-Martial-Arts-Kämpfe, von denen er 21 gewinnen konnte, und vier Kämpfe als Profiboxer, von denen er nur einen gewann. Seit August 2015 musste der Schwergewichtler sechs K.-o.-Niederlagen hinnehmen – vier davon im MMA, die letzten beiden im Profiboxen.

Der tragische Todesfall könnte die Kritik am geplanten «Milliarden-Kampf» zwischen Floyd Mayweather Jr. und Conor McGregor verstärken. Am 26. August steigt einer der besten Boxer der Welt gegen den irischen UFC-Star in den Ring. Für McGregor ist es der erste Profiboxkampf, Mayweather hat alle seine bisher bestrittenen 49 Kämpfe gewonnen, 26 davon durch K.o. Ex-Schwergewichts-Weltmeister Lennox Lewis nannte die Ansetzung im US-Sportsender ESPN «lächerlich». «Floyd wird ihn stoppen. McGregor ist einfach zu unerfahren», stellte Lewis klar.

(20 Minuten)