Shaun White räumt ab

30. Januar 2012 07:52; Akt: 30.01.2012 10:31 Print

So sieht ein perfekter Lauf ausSo sieht ein perfekter Lauf aus

Der Schweizer Iouri Podladtchikov holt sich an den X-Games die Silbermedaille in der Halfpipe. Seine Leistung verblasst aber im Vergleich zu dem, was der Sieger ablieferte.

Der perfekte Run von Shaun White (Quelle: xgames.com)

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Eine Erkenntnis hatte Iouri Podladtchikov schon lange: Shaun White ist in der Halfpipe nur mit einem sprichwörtlich perfekten Lauf zu schlagen. Dumm nur, wenn eben dieser White einen wortwörtlich perfekten Lauf abliefert. So geschehen beim Abschluss der X-Games im amerikanischen Aspen. Am wichtigsten Freestyle-Wettkampf der Saison holte sich White das historische Punktemaximum von 100 Zählern. Der US-Superstar, der auch auf dem Skateboard hochbegabt ist, schnappte sich somit seine zwölfte Goldmedaille an X-Games.

White packte in seinen perfekten Lauf einen riesigen, fünfeinhalb Meter hohen Backside Air, einen Frontside Double Cork 1080, einen Cab Double Cork 1080, einen Frontside Stalefish 540, einen Double McTwist 1260 und seinen neusten Trick, den Frontside Double Cork 1260. Er habe diese hundert Punkte schon lange gewollte, so White nach dem Lauf. «Nun fühlt es sich total unwirklich an.»

«Ich war erst gerade warm geworden»

Podladtchikov blieb das Nachsehen. Er reihte sich direkt hinter White als Zweiter ein. Der Schweizer Herausforderer verbesserte sich in jedem Finaldurchgang und kam White im dritten Run (93 Punkte, White holte im ersten 94) gefährlich nahe. Podladtchikov zeigt sich denn auch zufrieden: «Ich habe meinen Lauf noch nie so sauber gefahren.» Er hätte sich gewünscht, noch einen weiteren Durchgang anzuhängen. «Ich war erst gerade warm geworden.»

Podladtchikov holte sich somit zum zweiten Mal nach 2010 die Silbermedaille. Mit Christian Haller befand sich sogar noch ein zweiter Schweizer auf Podestkurs. Der Bündner, Podladtchikovs langjähriger Weggefährte, schob sich im zweiten Lauf auf den dritten Rang, wurde aber noch vom Japaner Ryoh Aono verdrängt.

Lüdi schwer gestürzt

Skicrosserin Sanna Lüdi wird ihr Debüt an den X-Games in äusserst schmerzhafter Erinnerung behalten. Die Weltcup-Führende aus dem Oberaargau kugelte sich bei einem üblen Sturz im Final die rechte Schulter aus. Lüdi bekam beim ersten grossen Sprung zu viel Vorlage und prallte heftig auf. Wie lange sie ausfällt, ist noch unklar. Emilie Serain und Katrin Müller belegten dank den Topklassierungen im kleinen Final die Ränge 7 und 8. Bei den Männern wurde der Bündner Weltcup-Leader Alex Fiva Zehnter.

(mlu/si)

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  • raphael am 31.01.2012 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja..

    Die königsdisziplin des snowboarden ist und bleibt das freeriden und da kann white nie und nimmer mithalten. Klar hat er technisch sehr anspruchsvolle tricks drauf aber bei ihm fehlt schlichtweg den style. and thats why we love snowboarding!

  • Jorge am 31.01.2012 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Berechtigt

    Wenn man bedenkt was SW schon alles gewonnen hat in diesem Sport und wie er sich vermarktet ist es wohl berechtigt die arrogante Schiene zu fahren, würden alle hier machen

  • chantal am 30.01.2012 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wahnsinn!

    einfach unglaublich! mit diesen tricks, die er da abgeliefert hat, hat er die 100 punkte völlig verdient. man merke: er ist leicht verletzt. man muss shaun nicht mögen, aber trotzdem muss man zugestehen: er ist trotz allem einer der besten snowboarder seiner zeit. just awesome.!