Champions League

15. November 2012 20:32; Akt: 15.11.2012 20:34 Print

Vierte Niederlage im fünften Spiel

Kadetten Schaffhausen kommt in der Königsklasse weiter nicht in Fahrt. Der Schweizer Meister verliert auswärts gegen Dynamo Minsk 23:33.

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Die Kadetten Schaffhausen haben in der Gruppenphase der Champions League im fünften Spiel die vierte Niederlage erlitten. Das Team von Urs Schärer unterlag Dynamo Minsk auswärts 23:33.

Dass es für die Kadetten schwierig werden würde, in Minsk zu gewinnen, war angesichts der individuellen Klasse der Weissrussen klar gewesen. Eine dermassen hohe Niederlage konnte allerdings nicht erwartet werden. In der ersten Hälfte (12:14) hielt der Schweizer Meister trotz vier Zweiminuten-Strafen noch einigermassen mit. Nach der Pause brachen die Gäste allerdings komplett ein. In den ersten elf Angriffen erzielten sie bloss zwei Tore und gerieten bis zur 42. Minute 14:21 in Rückstand. Bei den ersten zwei Abschlüssen in der zweiten Hälfte scheiterte Julius Emrich freistehend am starken Minsker Keeper Wadim Bogdanow, danach brachte Aleksandar Stojanovic einen Penalty nicht am eingewechselten Rade Mijatovic vorbei. In der Folge drehte die Negativspirale weiter. Auch in der Verteidigung liessen die Kadetten in der zweiten Hälfte nach - 19 Gegentore in 30 Offensivaktionen sind zu viel.

Verletzungshexe wiegt zu schwer

Durch die Absenzen von Rares Jurca und Andrija Pendic fehlten Schärer im Rückraum verlässliche Alternativen. Am einzigen Linkshänder im Aufbau, Stojanovic, lag es allerdings nicht, dass die Kadetten chancenlos waren. Der Serbe avancierte mit sieben Toren zum besten Werfer seines Teams. Viermal traf Christian Dissinger, der seinen 21. Geburtstag feierte. Der von einer leichten Gehirnerschütterung genesene Deutsche konnte jedoch nicht kaschieren, dass ihm nach einem im Oktober 2011 erlittenen Kreuzbandriss und weiteren Knieproblemen noch einiges zur Bestform fehlt. Das Gleiche gilt für den zu Saisonbeginn verletzten Regisseur Peter Kukucka (ein Tor), das Herzstück der Equipe. Deshalb fehlt im Rückraum derzeit einiges. Bei den Minskern dagegen trumpfte der russische Spielmacher Pawel Atman gross auf.

Bereits am kommenden Donnerstag treffen die beiden Equipen in Schaffhausen wieder aufeinander. Dannzumal ist für die Schaffhauser ein Sieg Pflicht. Ansonsten rückt der Traum von der dritten Achtelfinal-Qualifikation in Serie in der Champions League in einige Ferne.

Champions League, Gruppe D

Dynamo Minsk - Kadetten Schaffhausen 33:23 (14:12)
Palace of Sport. - 2800 Zuschauer. - SR Nikolov/Nachevski (Maz).
Torfolge: 0:1, 4:1, 4:3, 5:4, 7:4, 8:5, 8:7, 10:8, 10:10, 11:11, 13:11, 14:12; 16:12, 17:14, 21:14, 25:19, 29:19, 30:22, 30:22, 31:23, 33:23.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Dynamo Minsk, 3mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen.
Dynamo Minsk: Bogdanow/Mijatovic (für 2 Penaltys und ab 57.) ; Sevaljevic (1), Rutenka (5), Chapal, Skopintsew (1), Schewelew (4), Doroschtschuk (1), Cepulis, Nikulenko (5), Atman (7/1), Stetsjura (2), Ostruschko, Onufrienko (7), Brouka.
Kadetten Schaffhausen: Vaskevicius; Cvijetic (1), Kukucka (1), Emrich (2), Goepfert (1), Mamic (1), Starczan (1), Stojanovic (7/2), Prieto (1), Schelbert (1), Bucher, (1) Ursic, Tominec, Dissinger (4).
Bemerkungen: Kadetten ohne Quadrelli, Jurca und Pendic (alle verletzt). Mijatovic hält Penaltys von Stojanovic (33./15:12) und Kukucka (46./23:17).

(sda)

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