Zukunft bei YB offen

09. Dezember 2012 22:55; Akt: 09.12.2012 22:56 Print

War das Ruedas letztes Spiel?

YB blamiert sich: Die Berner verlieren in St. Gallen gegen das unterklassige Wil mit 3:4 nach Verlängerung. Gut möglich, dass diese Pleite Martin Ruedas Abgang zur Folge hat.

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Wil feiert den Coup gegen YB. Der Unterklassige siegt mit 4:3 nach Verlängerung. Der entscheidende Treffer fiel in der 114. Minute. Der Triumph ist die bisher einzige Überraschung im Cup-Achtelfinal. Wil war gegen YB früh auf dem Weg zur grossen Überraschung. die St. Galler führten bis zur Pause mit 3:0. Doch YB rettete sich mit einem Last-Minute-Tor und dem 3:3 in die Verlängerung. Auch Basel bekundete bei einem Challenge-League-Team Mühe. Die Basler glichen durch Salah erst in der 75. Minute zum 2:2 aus. Auch in Locarno musste die Partie in die Verlängerung. Dort erlöst Valentin Stocker den Schweizer Meister kurz vor dem Penaltyschiessen mit dem 3:2. Der FCZ setzt sich gegen Köniz (1. Liga Classic) am Ende 5:1 durch. Dabei lagen die Zürcher früh 0:1 im Rückstand. In Köniz musste das Spielfeld erst vom Schnee befreit werden. Grosser Jubel den den Grasshoppers nach dem Sieg im Achtelfinal gegen Schaffhausen. Der Wintermeister wäre gegen den 1.-Ligisten fast gescheitert. Gut gekämpft und doch verloren: Schaffhausen. Die Entscheidung: GC-Keeper Roman Bürki hält den letzten Elfmeter von Baykal. GC musste gegen Schaffhausen ins Penaltyschiessen. Nach 120 Minuten stand es 1:1. Für das Spiel musste viel Schnee aus dem Weg geräumt werden. Hier arbeiteten die Helfer in Schaffhausen noch vor der Partie wie wild. Zu viel Schnee: In Wohlen konnte nicht gespielt werden. Die Partie zwischen Wohlen und Thun konnte nicht durchgeführt werden. Statt gefunden hat dagegen Brühl SG gegen Lausanne. Hier jubelt der 1. Ligist nach dem 1:2, aber die St. Galler verlieren gegen den Superligisten am Ende mit 1:3. Der Platz konnte immerhin ziemlich gut geräumt werden.

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Die positive Version der Cup-Blamage tönt so: YB hat nach dem 0:3 Moral gezeigt und sich noch einmal zurückgekämpft. In der Verlängerung hatten die Berner mehrere Chancen, aber das Glück war nicht auf ihrer Seite.

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Die andere Sichtweise tönt so: YB hat wieder einmal ein wichtiges Spiel verloren. Nach zuletzt zwei Siegen in der Meisterschaft und dem 3:1 am Donnerstag in der Europa League gegen Anschi haben es die Berner verpasst, den Aufwärtstrend fortzusetzen und sich anständig in die Ferien zu verabschieden.

Gespräche am Montag

Schon vor der Cup-Partie war vorgesehen, am Montagvormittag noch Gespräche mit den Spielern zu führen. Doch nun steht nach der Blamage vor allem bei Martin Rueda Klärungsbedarf an. Es ist kaum anzunehmen, dass der Trainer nach der Pleite gegen das unterklassige Wil im Amt bleiben wird. Zumal es dem Zürcher nie gelungen ist, dem Team Konstanz zu verleihen. «Das ist ein Schock», nannte Rueda die Blamage. «Vor allem wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind.»

Trotz viel Sonderbehandlung hat Rueda auch Raúl Bobadilla nicht in den Griff gekriegt. Die Diva erlaubte sich in der Meisterschaft immer wieder eine negative Körpersprache und in Lausanne einen argen Aussetzer. Das Strafmass nach der Roten Karte steht noch aus. Der Argentinier dürfte YB jedoch bei entsprechendem Angebot in der Winterpause nach einem Jahr wieder verlassen.

(pbt)