Sport kompakt

16. Februar 2018 13:51; Akt: 16.02.2018 19:29 Print

GC holt Verteidiger Aleksandar Cvetkovic

Neuer Eklat bei Schlusslicht FC Sion +++ Spieler von West Bromwich stehlen ein Taxi +++ Uefa ermittelt gegen Skenderbeu +++ Lea Sprunger mit Weltjahresbestleistung +++

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Aleksandar Cvetkovic (r) wechselt per sofort von Wohlen in die Super League zu den Grasshoppers. Der 22-jährige serbische Verteidiger bestritt seit dem letzten Sommer 13 Meisterschaftsspiele für die Aargauer. Aleksandar Cvetkovic erhält beim Super-League-Klub einen Vertrag bis Ende Saison mit Option auf Verlängerung. Cvetkovic befindet sich nach einer Verletzung aktuell noch in der Aufbauphase. Sions Captain Pajtim Kasami (l.) bekommt von Christian Constantin eine Denkpause auferlegt. Der Mittelfeldspieler wird für drei Tage suspendiert und verpasst damit die Partie vom Sonntag gegen Lausanne. «Ich gebe ihm drei Tage Zeit, um darüber nachzudenken, was wir tun müssen, um aus dieser Situation herauszukommen, in der wir uns befinden, und welche Anstrengungen er unternehmen muss, um in seiner Karriere zu reüssieren», sagte Sions präsident Constantin gegenüber «Le Nouvelliste». Weshalb er diese Massnahme getroffen hat, wollte Constantin nicht verraten. Am Montag soll es dann zur Aussprache zwischen dem Präsidenten und dem Captain kommen. West Bromwich Albion befand sich diese Woche in Barcelona in einem mini Trainingslager. Während ihres Spanienausflugs sorgten vier Spieler für einen Eklat. Sie stahlen in der katalanischen Metropole Donnerstagnacht ein Taxi. Daraufhin wurden sie von den spanischen Behörden befragt. Welche Spieler involviert waren, ist noch nicht bekannt. Der Coach der Baggies Alan Pardew sagte, dass so ein Verhalten völlig inakzeptabel sei, und das der Club eigene Untersuchungen des Vorfalls einleiten werde. West Brom ist am Tabellenende der Premier League, und hat nur eines der letzten 25 Ligaspiele gewonnen. Die UEFA hat wegen Verdachts auf Wettbetrug neue Ermittlungen gegen den albanischen Klub Skenderbeu eingeleitet. Der Verband habe weitere Hinweise auf eine Beteiligung des aktuellen Tabellenführers der albanischen Liga an Spielmanipulationen erhalten, teilte die UEFA am Freitag mit. Der diesjährige Europa-League-Gruppengegner der Young Boys war wegen solcher Vorwürfe bereits in der Saison 2016/17 vom Europacup ausgeschlossen worden und mit einem Rekurs dagegen vor dem Sportgerichtshof CAS gescheitert. Die neuen Informationen wiesen auf eine weitaus grössere Beteiligung des Vereins an den Manipulationen hin, erklärte die UEFA. Die UEFA-Mitarbeiter, die mit dem Fall befasst seien, hätten anonyme Morddrohungen erhalten, «vermutlich um sie einzuschüchtern und davon abzuhalten, ihre Arbeit zu machen». Der Verband hat die Vorfälle an die Polizei weitergeleitet. «Wir werden nie erlauben, dass Mitarbeiter der UEFA Zielscheibe von Drohungen oder Verunglimpfungen werden», sagte Verbandspräsident Aleksander Ceferin zum Vorfall. Der albanische Klub hat sich zu den neuen Vorwürfen bisher noch nicht geäussert. Lea Sprunger bewies beim Hallenmeeting in Torun einmal mehr ihre beneidenswerte Form. Die Schweizerin siegte in Polen im dritten Meeting der IAAF World Tour zum dritten Mal in Serie über 400 m, womit ihr der Tour-Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen ist. Vom ersten Meter an gab es in Torun keinen Zweifel daran, wer das Rennen über die zwei Bahnrunden gewinnen würde. Sprunger setzte sich gleich nach dem Startschuss an die Spitze, passierte die erste Runde nach 24,40 Sekunden und stürmte entfesselt als Erste über die Ziellinie. Mit 51,28 Sekunden war die 27-Jährige so schnell wie nie zuvor eine Schweizerin. Anita Prottis Rekord aus dem Jahr 1991 verbesserte sie um 13 Hundertstelsekunden. Ausserdem führt sie nun die Weltjahresbestenliste an. Als Gesamtsiegerin der IAAF World Indoor Tour steht Sprunger bereits vor dem letzten Meeting in Glasgow fest. Nach Nicole Büchler 2017 im Stabhochsprung ist sie die zweite Schweizerin, der dieser Coup gelingt. Am Samstag kommt es in der Super League zu einer Premiere. Die 22. Runde zwischen dem FCB und dem FC St. Gallen wird mit Jérôme Brisard ein Schiedsrichter aus Frankreich leiten. Im Gegenzug pfeift mit Sandro Schärer erstmals ein Schweizer in der Ligue 1 (Caen – Rennes). Nach dem Partnerschaftsende mit Österreich und Polen war der SFV auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. «Wir stellten eine Kooperations-Anfrage an Belgien. Die waren jedoch nicht interessiert», sagt Cyril Zimmermann, Chef Ressort Spitzenschiedsrichter. «Danach haben wir unser Glück in Frankreich versucht und das mit Erfolg. Das macht uns ein bisschen stolz, denn eine europäische Top-5-Liga ist ein tolles Schaufenster für unsere Schiedsrichter.» Das Schiedsrichter-Austausch-Programm hat der Verband zu Beginn der 80er-Jahre begonnen. Die Grasshoppers leihen bis zum Saisonende vom chinesischen Verein Jiangsu Suning den 31-fachen australischen Nationalspieler Trent Sainsbury aus. Als Stammspieler hatte der 26-jährige Verteidiger massgeblichen Anteil an der WM-Qualifikation der Australier. Sainsbury wechselte im letzten Sommer von Inter Mailand, für das er während des sechsmonatigen Engagements ein Serie-A-Spiel absolvierte, zu Jiangsu Suning. Nach einer Operation Ende letzten Jahres befindet er sich noch im Aufbautraining. GC-Sportchef Mathias Walther: «Wir streben eine längerfristige Zusammenarbeit an. Trent überzeugt mit seiner Zweikampfstärke und einer guten Spielauslösung.» Der Profifussball in Deutschland boomt weiter. Die 36 Clubs der 1. und 2. Bundesliga haben in der Saison 2016/2017 erstmals mehr als vier Milliarden Euro Umsatz gemacht. Die 1. Bundesliga verzeichnete gemäss dem von der Deutschen Fussball Liga (DFL) vorgestellten Bundesliga-Report mit 3,375 Milliarden Euro sogar den 13. Umsatzrekord in Folge. «In Summe betrachtet ist die Liga absolut gesund. 16 der 18 Klubs haben schwarze Zahlen geschrieben», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Dank des neuen Medienvertrages, der den Vereinen bis 2021 Einnahmen von insgesamt 1,16 Milliarden Euro pro Jahr garantiert, könne ein weiteres Wachstum erwartet werden. Die Bewerber für die Austragung der Handball-Europameisterschaften der Männer 2022 und 2024 stehen fest. Die Doppelkandidatur der Schweiz und Dänemark muss sich bei der Vergabe EM-Endrunde 2022 gegen Ungarn/Slowakei sowie die gemeinsame Kandidatur von Belgien, Spanien und Frankreich behaupten. Für die europäischen Titelkämpfe zwei Jahre später hat sich nebst den Doppelkandidaturen Schweiz/Dänemark und Ungarn/Slowakei auch Deutschland beworben. Der Entscheid über die Vergabe der EM 2022 und 2024 wird am Kongress der Europäischen Handball-Föderation (EHF) am 18. Juni in Glasgow gefällt. 2006 fand in der Schweiz bereits einmal eine Männer-EM statt. Im übernächsten Jahr sind Österreich, Norwegen und Schweden EM-Gastgeber. Der FC Sion verpflichtet bis Ende Saison und mit einer Option für ein weiteres Jahr Xavier Kouassi (l.). Für den 28-jährige Mittelfeldspieler ist es eine Rückkehr ins Wallis. Kouassi hatte die Sittener nach drei Saisons im Sommer 2016 in Richtung USA verlassen, wo er bei New England Revolution in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) engagiert war. 2015 wurde der Ivorer mit dem FC Sion als Captain Cupsieger. Nun soll er dem Letzten der Super League zum Ligaerhalt verhelfen. Der Challenge-League-Verein FC Aarau hat für den Rest der Saison von den Grasshoppers Mittelfeldspieler Nikola Gjorgjev (l) ausgeliehen, der zuletzt für den niederländischen Erstdivisionär Twente Enschede spielte. Der gebürtige Mazedonier mit Schweizer Pass war im GC-Nachwuchs ausgebildet worden und machte 40 Pflichtspiele für die Zürcher. Im vergangenen Sommer wurde der 20-Jährige an Twente ausgeliehen, kam aber in der ersten Saisonhälfte nur gerade zu drei Teileinsätzen (2x Meisterschaft, 1x Cup). Gianluigi Buffon will sich bis zum Saisonende entscheiden, ob er seine Karriere doch fortsetzt. «Ich kann keine Lügen erzählen oder falsche Erwartungen wecken», erklärte der 40-Jährige in einer TV-Sendung von Canale 5, die am Donnerstag im italienischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Wahrheit sei, dass Fussballer nie aufhören wollen. Die Houston Rockets hatten es am Mittwochabend mit den geraden Zahlen. Mit 100:91 im Heimspiel gegen die Sacramento Kings fuhren sie den 10. Sieg in Serie ein, und Clint Capela realisierte sein 30. Double-Double der NBA-Saison. Der wuchtige Genfer Center steuerte 13 Punkte bei und fing 11 Rebounds ab. Seattle hat sich offiziell für einen Platz in der National Hockey League (NHL) beworben, wie orf.at weiss. «Voller Freude kann ich mitteilen, dass Seattle seinen Antrag auf die NHL eingereicht hat», schrieb Bürgermeisterin Jenny Durkan auf Twitter. «Einen Schritt weiter, um ein weiteres grossartiges Sportteam in unsere Stadt und das modernisierte Seattle Center zu bringen.» Zuletzt kam die Spielerstadt Las Vegas mit den Knighs zum Handkuss in der NHL. Haas hat als erstes Team in der Formel 1 seinen neuen Wagen für die Saison 2018 präsentiert. Das neue Auto aus dem US-Rennstall trägt über dem Cockpit den Halo, der die Fahrer bei Unfällen schützen soll.

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(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Suchmaschine am 13.02.2018 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Die Schweizer wären gerne wieder in Davos gespielt? Diesen Satz verstehe ich so nicht ganz....

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  • Baslerbebbi am 13.02.2018 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    EHC Arosa

    Bitte lasst den EHC Arosa spielen inkl. Verstärkung. Das wäre ein Ding.

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  • Merolo am 15.02.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Abstieg würde Sion gut tun

    Sion soll absteigen, das tut dem Klub gut. Er soll in der Challenge League neuen Schwung holen und dann gestärkt und gesund zurückkehren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anti Walliser am 16.02.2018 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsäglicher Verein

    Meine Hoffnung das dieser Fandent Club endlich absteigt, wird mit jedem Spieltag grösser!

  • ENU am 16.02.2018 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grosskotzet

    Nur der Abstieg bringt den grosskotzeten Constantin und seine Tschütteler zur Realität zurück. Und an Constantin den Rat, dass man mit Geld nicht Alles kaufen kann.....tschegsches

  • CC Kann tun was er will am 16.02.2018 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    FC Sion

    Wieso tut man sich den FC Sion nur an? Es kann nur das Geld sein. Pajtim muss jetzt da durch kommt davon, wenn man zu Geldgeil wird haha.

  • Merolo am 15.02.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Abstieg würde Sion gut tun

    Sion soll absteigen, das tut dem Klub gut. Er soll in der Challenge League neuen Schwung holen und dann gestärkt und gesund zurückkehren.

  • Baslerbebbi am 13.02.2018 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    EHC Arosa

    Bitte lasst den EHC Arosa spielen inkl. Verstärkung. Das wäre ein Ding.

    • immer nume gc am 16.02.2018 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Baslerbebbi

      Für einmal bin ich mit einem Basler gleicher Meinung, das wäre eine tolle Sache.

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