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12. Januar 2018 10:53; Akt: 12.01.2018 23:05 Print

BVB-Fans wollen Montagsspiel boykottieren

Muff gewinnt Hauptprüfung in Basel +++ Olympia-Gesuch für Janka +++ Saudische Frauen dürfen Fussball neu im Stadion verfolgen +++ Schweiz verliert grösstes Tennis-Talent +++

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Die Fans von Fans von Borussia Dortmund wehren sich gegen Montagsspiele in der Bundesliga. Das «», ein Zusammenschluss von 38 BVB-Clubs, hat angekündigt, die Eintrittskarten für das Heimspiel vom 26. Februar gegen Augsburg verfallen zu lassen. Es sei «der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstosszeiten nicht mehr mitmachen», hiess es in dem Statement auf der Website des Bündnisses. «Schweren Herzens, aber aus Überzeugung' habe man sich dazu entschlossen, dem Spiel fernzubleiben.» Verlierer seien vor allem die Fans - wie in diesem Fall die Augsburger, die an einem Montag fast 600 Kilometer nach Dortmund zurücklegen müssten. Für die Bundesliga seien die Montagsspiele «eine Bankrotterklärung», hiess es in der Erklärung weiter. Werner Muff gewinnt als erster Schweizer eine Hauptprüfung am CSI Basel. Im Stechen des Championats von Basel nimmt Muff mit Daimler volles Risiko und wird belohnt. Der 44-jährige Muff verschenkte in der Barrage über sieben Hindernisse mit seinem zehnjährigen Holländer Daimler keinen Zentimeter und war im Ziel 0,63 Sekunden schneller als der ebenfalls forcierende Belgier Olivier Philippaerts mit Legend of Love. Den Gewinn der Goldenen Trommel von Basel und der Siegercheck über 18'750 Franken hat sich der gebürtige Luzerner mit seiner feinen Leistung verdient. Die Verantwortlichen von Swiss-Ski unternehmen auch abseits der Piste alles, um Carlo Janka die Option für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Pyeongchang aufrechtzuerhalten. Swiss-Ski hat bei Swiss Olympic, dessen Exponenten über die Teilnahme an den Olympischen Spielen entscheiden, für Janka ein Gesuch für eine Ausnahmebewilligung gestellt. Sie stützen sich dabei auf die so genannte Medizinalklausel. Sie kann angewandt werden bei Athleten, die die Selektionskritierien aufgrund einer Verletzung nicht erfüllt haben, aber über das notwendige Potenzial verfügen. Bei Swiss Olympic stehe man einer möglichen Selektion Jankas offen gegenüber, sagte Jürg Stahl, der Präsident von Swiss Olympic, am Donnerstagabend in Wengen. Janka beabsichtigt, in der nächsten Woche nach Kitzbühel zu reisen. Auf der Streif wird er zumindest die Trainings für die Abfahrt bestreiten. Die weiblichen Fans in Saudiarabien haben es endlich geschafft: Seit heute Freitag dürfen sie Fussballspiele der Profis im Stadion live miterleben. Bisher mussten sich die Frauen die Partien jeweils im Fernsehen anschauen. Weibliche Fans in Stadien wurden verhaftet. Im letzten Juli kam Kronprinz Mohammed bin Salman an die Macht, seither hat er die Restriktionen für Frauen gelockert. So soll das starke Geschlecht ab Juni ebenfalls die Erlaubnis bekommen, selbst Auto zu fahren. Rebeka Masarova startet seit Anfang Jahr für Spanien statt für die Schweiz. Die Juniorensiegerin des French Open 2016 beantragte beim Internationalen Tennisverband (ITF) den Nationenwechsel, wie Swiss Tennis auf Anfrage bestätigte. Zu den Gründen wollte der Schweizer Verband nichts sagen. In der Vergangenheit war das Verhältnis zwischen der 18-jährigen Baslerin, deren Mutter Spanierin und der Vater Slowake ist, nicht immer einfach. Das offizielle Gesuch für den Nationenwechsel durch die ITF und den spanischen Verband ist noch nicht bei Swiss Tennis eingetroffen, das dazu Stellung beziehen muss. So lange ist Masarova, die aktuell die Nummer 431 der Welt ist, im Teamwettbewerb Fed Cup noch nicht für Spanien spielberechtigt. Chelsea-Star Eden Hazard scheint ein Fan des Schweizer NBA-Profis Clint Capela zu sein. Der Belgier macht via Twitter Werbung für den Center der Houston Rockets. Hazard fordert die Fans auf, für den 2,07 m grossen Hünen zu voten, damit er am NBA All Star Game teilnehmen kann. Die Fans dürfen für die Spieler noch drei Tage lang abstimmen. Das erste Weltcup-Skifliegen dieser Saison findet am Samstag (14.15 Uhr) mit Simon Ammann als einzigem Schweizer Teilnehmer statt. Der Toggenburger landete in der Qualifikation auf dem 7 Platz. Mit zweimal 18,0 und einmal 17,5 durfte sich Ammann, der Skiflug-Weltmeister von 2010, über gute Haltungsnoten freuen. Die übrigen Schweizer Andreas Schuler (43./167 m), Gregor Deschwanden (48./166 m) und Killian Peier (55./147,5 m) sind beim ersten von zwei Wettkämpfen in der Steiermark dagegen nur Zuschauer. Die hohen Temperaturen und eine entsprechend zu weiche Piste machten den Organisatoren der Weltcup-Abfahrt der Frauen in Bad Kleinkirchheim auch am Freitag einen Strich durch die Rechnung. Trainiert wurde lediglich auf dem obersten Streckenabschnitt vom Original-Start bis zum Start des Super-G. So kamen lediglich 38 Fahrsekunden zusammen auf einer Abfahrt, die gewöhnlich knapp 1:50 Minuten dauert. Die Kurzarbeit am schnellsten bewältigte die Österreicherin Christina Ager, doch wirkliche Aussagekraft hatte das Training nicht. Lara Gut, als Sechste beste Schweizerin, liess ein Tor aus. Michelle Gisin war als Achte die regulär beste ihres Teams. Der grosse Rest der Strecke wurde gesperrt. Er soll weiter mit Wasser behandelt werden. Dazu sollte es aber auch noch kälter werden. Das Renn-Programm für das Wochenende wurde bereits umgestellt. Der Super-G ist auf Samstag mit Beginn um 10.45 Uhr vorgezogen. Danach soll ein Abfahrts-Training ab Super-G-Start folgen. Somit hätt Bundesliga-Leader Bayern München muss zum Rückrundenstart heute Abend in Leverkusen auf Starstürmer Robert Lewandowski verzichten. Der Pole hat zwar seine Patellasehnenprobleme überwunden, ein Einsatz in Leverkusen käme laut Bayern-Trainer Jupp Heynckes aber zu früh. Seinem Teamkollegen Mats Hummels ergeht es ähnlich. Der frischgebackene Vater hat sich von seinen Adduktorenproblemen erholt, ist aber noch nicht voll fit. Bayern-Verteidiger Mats Hummels ist erstmals Vater geworden. Via Instagram verkündete der 29-Jährige die frohe Botschaft. Seine Frau Cathy brachte einen gesunden Sohn zur Welt. «Wir sind unglaublich glücklich, ich könnte nicht stolzer auf meine Frau und meinen Sohn sein, denen es beiden gut geht», schrieb der Fussballer voller Freude. Den Namen des gemeinsamen Sohnes verriet das Paar bisher aber nicht. Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) und die Deutsche Fussball Liga (DFL) haben sich kurz vor dem Start zur Bundesliga-Rückrunde noch einmal eindeutig für den umstrittenen und viel diskutierten Videobeweis ausgesprochen. «DFB und DFL sind absolut davon überzeugt, dass der Videobeweis das Spiel gerechter macht», sagte der DFL-Direktor Ansgar Schwenken. «Das Glas ist aus unserer Sicht zu drei Vierteln voll. Wir sind absolut davon überzeugt, dass der Videobeweis das gerechte und richtige Instrument ist, um zu den richtigen Entscheiden zu kommen», betonte Schwenken. Ganz konkret wurden in den 153 Spielen der Bundesliga-Hinrunde 1041 Schiedsrichter-Entscheide überprüft. In 50 Fällen empfahl der Videoassistent dem Referee auf dem Platz, seinen Entscheid zu korrigieren. 48 Mal geschah dies dann auch, 37 Mal erwies sich dieser Eingriff als richtig. Konkret bedeutet dies: Laut DFB-Statistik wurden in der Hinrunde 37 Fehlentscheide durch den Einsatz des Videobeweises verhindert. Umgekehrt wurden aber auch elf Fehlentscheide auf diesem Weg erst herbeigeführt. «Diese elf Entscheide, die nicht korrekt waren, müssen in der Rückrunde gegen Null gehen», forderte Schwenken. «Denn sie führen zum Teil zu dem schlechten Bild, das es über den Videobeweis gibt.» Bastian Schweinsteiger hat sich zur Trainersituation seines ehemaligen Vereins Bayern München geäussert. Der Spieler von Chicago Fire sagte zum aktuellen Coach: «Es ist super, dass Jupp Heynckes das übernommen hat. Ich glaube, wenn Jupp Heynckes es nicht mehr weitermachen möchte, ist es schwierig zu sagen, wer in Frage kommen kann.» Einen Vorschlag hat der 33-Jährige aber doch parat: «Ich persönlich mag die Arbeit von Thomas Tuchel sehr gern. Er hat auch schon in der Champions League bewiesen, dass er es schaffen kann, die Mannschaft dort weit zu bringen. Ich denke, das könnte passen. Sehr gut sogar.» Der kanadische Verband bietet für die Olympischen Spiele vier Spieler aus der National League auf: Maxim Noreau, Andrew Ebbett und Mason Raymond vom SC Bern sowie Maxim Lapierre vom HC Lugano (Bild). Die Schweizer Liga stellt damit im kanadischen Team die zweitgrösste Delegation nach jener aus der KHL, aus der gleich zwölf Spieler selektiert wurden. Mit Marc-André Gragnani (Dynamo Minsk) und Derek Roy (Linköping/SWE) haben zwei weitere kanadische Olympia-Teilnehmer eine Vergangenheit in der Schweiz (beide ebenfalls in Bern). Kanada, das 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi Olympia-Gold gewonnen hat, trifft am Dienstag, 15. Februar, im ersten von drei Gruppenspielen auf die Schweiz. Die weiteren Gegner sind Tschechien und Gastgeber Südkorea.

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(hua/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pit am 12.01.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verlust

    Kein Verlust, hoffentlich wird sie dort glücklich. Ihr Wohnsitz wird sie aber auch wechseln, oder?

  • Knox am 12.01.2018 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Doppelbürgerschaft abschaffen

    Und wieder Doppelbürger/inn Vorteil. Aber hoffentlich zügelt die ganze Familie für immer nach Spanien!

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  • na. dann am 12.01.2018 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ok

    Aber die ganze Familie zügelt nun nach Spanien!! Oder?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • toevftoef am 12.01.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rebeka

    Was regt ihr euch auf , das ist doch ihre sache fuer welches land sie spielt, euch kann man es einfach nie recht machen , spielt sie fuer die schweiz kommen die noergler und sagen sie ist keine schweizerin

  • Martia am 12.01.2018 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bey. bey. bey. bey

    Reisende soll man nicht aufhalten. Aber mit Familiennachzug.

  • Pacman. am 12.01.2018 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Einigen Frauen bei uns täte es gut, einmal in Saudi-Arabien leben zu müssen!,,,

  • TennisDennis am 12.01.2018 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Übertrieben

    "grösstes Tennis-Talent" !!?? Mit 18 hatten andere Bereits WTA Titel und waren min. WTA Top 50

  • Kuno am 12.01.2018 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Nur nicht aufhalten

    Hat den Verband genug ausgenutzt, sollte die ganze Familie wegziehen, bitte soll nur recht sein, hätte noch andere in andern Verbänden die ruhig nachziehen dürften. Fußball lässt Grüßen?

    • franzGrossenbacher am 12.01.2018 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      "bye, bye"

      Undankbarkeit findet keine Grenzen. Geboren in Schweeiz, Schulen und Ausbildung in der Schweiz. Für all das sollte es eine Rechnung geben. "bye, bye für immer"

    • Egon am 12.01.2018 18:20 Report Diesen Beitrag melden

      Alles in Rechnung stellen

      Vor der Abmeldung bitte noch zur Kasse bitten. Das Schmarotzertum hat ein Ende!

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