Horrorstürze

23. Januar 2009 10:19; Akt: 23.01.2009 11:03 Print

Die schlimmsten Stürze im Ski-WeltcupDie schlimmsten Stürze im Ski-Weltcup

von Herbie Egli - Der Schweizer Daniel Albrecht ist das jüngste Opfer eines schweren Sturzes im Weltcup-Zirkus. Solche gibt es aber schon seit Jahrzehnten. Nicht alle gingen jedoch glimpflich aus.

Bildstrecke im Grossformat »
Ralf Kreuzer reisst sich im Training das Kreuzband. Aber es gab auch schon diverse schlimme Unfälle in den Rennen selbst. Der Schweizer stürzte beide Jahre in der Abfahrt und musste schliesslich wegen Lähmungserscheinungen zurücktreten. So viele Überschläge können selbst Kunstturner kaum. Brooker zieht sich beim Sturz am Zielsprung Knieverletzungen, einen Nasenbeinbruch und Ellbogenverletzungen zu. Beim Sturz verfängt er sich in den Netzen bei der Steilhangausfahrt. Nach schweren inneren Verletzungen rettet ihm eine Not-OP das Leben. Das österreichische Talent stürzte im Qualifikationstraining im Ziel-S so schwer, dass es wenig später im Spital seinen Verletzungen erlag. Die Österreicherin stürzt in der Abfahrt und prallt mit dem Kopf in eine Zeitmessanlage. Sie ist auf der Stelle tot. Der Italiener wird bei der Traverse in den Sicherheitszaun geschleudert. Dank seiner Landung im Tiefschnee bleibt er unverletzt. Der Österreicher steht den Zielsprung nicht. Er bleibt unverletzt. Österreichs Star legt bei der Olympia-Abfahrt einen Jahrhundertsturz hin. Er bleibt praktisch unverletzt und wird Tage später Doppel-Olympiasieger. Patrick Ortlieb, Kitzbühel, 1999: Der Österreicher stürzt bei der Hausbergkante. Ein Trümmerbruch im Oberschenkel, Absplitterungen an der Hüftpfanne, Seitenbandriss im Knie und eine Lungenquetschung beenden seine Karriere. Die Französin prallt im Abfahrtstraining mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammen und stirbt später im Spital. Der Deutsche überlebt. Der Sturz in der Abfahrt hatte fatale Folgen. Er durchbrach eine Werbebande, schlug auf einem Stein auf und ist seither querschnittgelähmt. Der Österreicher macht sich beim Zielsprung im linken Knie alles kaputt. Er kehrt zurück, aber nie mehr so stark wie vor dem Unfall. Der Ex-Weltmeister stürzte beim Weltcupfinale in der Abfahrt. Wegen Knieproblemen musste er seine Karriere beenden. Der Norweger verletzte sich bei einem Sturz im Abfahrtstraining schwer und die Saison war vorbei. Ein Jahr später gewann Svindal in Beaver Creek die Abfahrt. Der Amerikaner stürzte beim Zielsprung schwer und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Heute fährt er wieder Rennen. Der Österreicher zog sich beim Super-G schwere Beinverletzungen zu. Wegen Gefässverletzungen musste sein linkes Bein amputiert werden. Der Schweizer stürzte beim Zielsprung fürchterlich und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Er erholte sich vom schweren Sturz und gab im Dezember 2010 in Beaver Creek sein Comeback. Der Österreicher stürzt in der Mausefalle und zieht sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Über den genauen Gesundheitszustand ist bis jetzt nichts weiteres bekannt.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Die Bilder von Daniel Albrechts Sturz in Kitzbühel sitzen den meisten Ski-Fans noch tief in den Knochen. Nach jetzigen Informationen hat der Walliser aber Glück im Unglück und wird vermutlich ohne bleibende Schäden davonkommen.

Stürze dominieren den Weltcup-Zirkus jedoch schon seit Jahrzehnten und werden ihn auch weiter begleiten. Leider gehen nicht alle glimpflich aus - einige Fahrer sind heute behindert und andere mussten ihre Leidenschaft mit dem Tod bezahlen.

Wir haben die schlimmsten Unfälle im Ski-Weltcup in der obenstehenden Bildstrecke gesammelt.