Sie gelten als eine der gefährlichsten Gangs der Welt und zählen berühmte Rapper zu ihren Mitgliedern und Verbündeten: die Crips und die Bloods.
Rapper Snoop Dogg ist ein aktives Mitglied der berüchtigten Gang Crips (darum die Vorliebe für Blau). Allerdings will er mit der Gewalt nichts zu tun haben, wie er in einem Interview mit dem «Spiegel» gestand. «Für mich zählt der Zusammenhalt», so der Musiker. «Trotzdem muss man sagen, dass die Gewalt in Gangs kein Märchen ist.» Zusammen mit ... ... The Game, einem bekannten Mitglied der Bloods, rief er 2016 bei einer Demonstration zum Frieden zwischen der Polizei und der schwarzen Bevölkerung in den USA auf. Es war die Grundlage für ein Treffen von Snoop Dogg, The Game ... ... und anderen Mitgliedern der Bloods und Crips. Bei der Veranstaltung führte man den Anwesenden vor Augen, wie viele Menschen bei Gang-Rivalitäten ihr Leben verloren haben. Und betonte, dass... ... die Community doch einfach zusammenhalten müsse. Nach der Rede wurde ein Friedensvertrag zwischen den Gangs unterzeichnet. Neben The Game ist auch Cardi B eine Anhängerin der Bloods. «Ich bin eine Blood, seit ich 16 bin. Du hast es einfach nie gesehen», schrieb sie vor zwei Jahren auf Twitter. Ebenfalls zu den Bloods gehört Big WY (in der Mitte). Der US-Rapper ist seit Ende der 80er in der Gang. Vince Staples ist ein bekennender Crip. Der 25-Jährige verriet in einem Interview mit «The Guardian» seine Beweggründe für den Eintritt in die Gang: «Ich habe mit Gangbanging angefangen, weil ich Menschen töten wollte.» Mit seinen offenen Worten will er klarmachen, dass die Gang-Realität nichts Cooles oder Glamouröses an sich hat. Der Sohn von Rap-Legende Eazy-E, Lil Eazy-E, ist zwar in keiner Gang, hat aber durchaus gute Kontakte zu den Crips. Der Grund dafür ist seine Herkunft: Der 34-Jährige wuchs in der Gegend auf, in der die Kelly Park Compton Crips herrschen. Kaum zu glauben, aber auch der in Haft sitzende Rapper 6ix9ine ist kein offizielles Bandenmitglied. Zwar rappt er in seinen Songs immer wieder das Wort «treyway» – eine Anspielung auf die Bloods – und zeigt sich gern mit roten Bandanas, doch laut seinem Anwalt wollte er damit nur sein Gangster-Image aufpolieren. Der am Sonntag ermordete US-Rapper Nipsey Hussle war in seiner Jugend ebenfalls ein aktives Gangmitglied – und zwar bei den Crips. Vor seinem Tod bemühte sich der 33-Jährige gemeinsam mit der Polizei allerdings um eine Lösung im Kampf gegen die zunehmenden Gang-Konflikte in Los Angeles.
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