In der Bademode-Ausgabe der «Sports Illustrated» ging es bislang um viel nackte Haut. Nun ist ein Model komplett bekleidet zu sehen.
Halima Aden (21) ist das erste Model, das sich in der Bikini-Ausgabe der «Sports Illustrated» nicht in knapper Bademode räkelt: Sie trägt einen Burkini und einen Hijab – bis auf Gesicht, Hände und Füsse ist ihr ganzer Körper bedeckt. Halima Aden hat somalische Eltern und wuchs in einem Flüchtlingscamp in Kenia auf. Mit sieben Jahren kam sie mit ihrer Familie in die USA. An ihrer Highschool war Halima die erste muslimische Homecoming-Queen. Ihr fehlten Vorbilder mit Hijab – also wurde sie selbst aktiv. 2016 nahm sie am Miss-Minnesota-Schönheitswettbewerb teil – als erste Kandidatin mit Hijab und Burkini. Sie schaffte es ins Halbfinale. Mit ihrer Teilnahme sorgte Halima Aden für Schlagzeilen. Die Fashionwelt wurde auf sie aufmerksam und sie wurde von der Modelagentur IMG Models unter Vertrag genommen – als erstes Model mit Hijab in ihrer Kartei. Halima Aden ist nur 1,66 Meter gross, nichtsdestotrotz konnte sie bereits einige Erfolge in der Fashionwelt verzeichnen: Ihren ersten Laufsteg-Auftritt gab sie bei Kanye Wests «Season Five Yeezy»-Show. Sie schaffte es auf die Titelseiten von diversen Magazinen, im April 2018 war sie auf dem Cover der britischen «Vogue». Die Bilder für die «Sports Illustrated» wurden in Kenia geschossen, dem Land, in dem Halima geboren wurde. Sie habe währenddessen an ihre Zeit im Flüchtlingscamp gedacht, so die 21-Jährige: «Den amerikanischen Traum zu leben und nach Kenia zurückzukehren, um hier an den schönsten Orten zu shooten – das ist eine Geschichte, die niemand erfinden kann.» Die 21-Jährige ist Unicef-Botschafterin und will für Kinderrechte kämpfen: «Unicef gab mir eine Ausbildung, die mich, meine Familie und unsere Gemeinschaft stärkte. Nun will ich mich für Kinder auf der ganzen Welt einsetzen, genau wie andere das für mich getan haben.»
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