Jährlich gibt der Buckingham-Palast seinen Finanzbericht preis. Darin aufgelistet: wie viel die Royals die britischen Steuerzahler kosten.
Aus dem Abschluss des Finanzjahres 2018/2019 geht hervor, dass das britische Königshaus in diesem Zeitraum insgesamt umgerechnet 83 Millionen Franken an Kosten verursacht hat. Der Sovereign Grant, eine jährliche Zahlung der Regierung an die Queen (93), stellt die Finanzierung der Royals sicher. Das Budget wurde von 95 Millionen Franken (2017/2018) auf 102 Millionen Franken erhöht. Die Antwort gibts auf den nachfolgenden Slides. Die Hälfte der insgesamt 83 Millionen Franken wurde in den Umbau des Buckingham-Palastes und anderen königlichen Gebäude gesteckt. Die Renovation von Herzogin Meghans (37) und Prinz Harrys (34) neuem Zuhause kostete den Steuerzahler laut Bericht 2,9 Millionen Franken. Zwar ist die Einrichtung nicht mit einberechnet, allerdings konnten die Küche, Badezimmer, Heizung, Fussböden, Dachträger sowie neue Wasser- und Gasleitungen von den öffentlichen Geldern bezahlt werden. 28,8 Millionen Franken wurden für Lohnentgelte für 463 Vollzeitangestellte ausgegeben. 1515 Tonnen Müll – inklusive Abfall aus den königlichne Gartenanlagen und Pferdestallungen – hat der Buckingham-Palast im vergangenen Jahr recycelt. 2018/2019 wurden im Namen von Prinz Charles (70), Herzogin Camilla (71), Prinz William (37), Herzogin Catherine (37), Prinz Harry und Herzogin Meghan 123'303 Briefe verschickt. Insgesamt hat die Königsfamilie zusammen in einem Jahr rund 3200 offizielle Termine absolviert. Durchschnittlich waren die Palast-Mitarbeiter 2018/2019 nur fünf Tage krankgeschrieben. 2,8 Millionen Franken wurden für offizielle Bewirtung und Haushaltsführung veranschlagt, davon 2,1 Millionen Franken für die Versorgung von rund 160'000 Gästen. Die Rechnung für Wein und Spirituosen betrug 496'600 Franken. Die offiziellen Dienstreisen der Mitglieder der Königsfamilie verschlangen in diesem Geschäftsjahr insgesamt 5,7 Millionen Franken. Bei den Reisen gilt: «Schutz, Sicherheit, Würde, die Notwendigkeit, die effektive Nutzung der Zeit, Auswirkungen auf die Umwelt und die Kosten werden bei der Auswahl des am besten geeigneten Transportmittels berücksichtigt», heisst es in dem Report. haben mit ihrem Trip nach Kuba und in die Karibik im März 2019 die teuerste Dienstreise aller Royals unternommen. Kostenpunkt: 517'110 Franken. Ihr offizieller Trip nach Afrika im Herbst 2018 kostete 268'500 Franken, die Reise nach Frankreich und Griechenland im Mai wurde mit 198'400 Franken verbucht. Rund 248'200 Franken haben Charles und Camilla insgesamt für Privatjets ausgegeben, um zu ihrem Anwesen nach Schottland zu fliegen. Insgesamt legten Charles und Camilla für all ihre Reisen (in Grossbritannien sowie ins Ausland) 109'435 Kilometer zurück. Die Kosten all ihrer Trips 2018/2019 belaufen sich auf 1,65 Millionen Franken. Ende Juni 2018 machte (im Bild mit ESC-Gewinner 2018 Netta) eine Nahost-Reise, die 91'801 Franken verschlang. 28'960 Franken kostete der Nordirland-Trip mit dem Privatjet von im Februar. Auslandsreise nach Neuseeland, Australien und Ozeanien vergangenen Herbst kostete die Steuerzahler 100'570 Franken. Harrys Reise nach Norwegen im Februar schlägt mit 28'400 Franken zu Buche. Um von London zu ihrem Landsitz Balmoral zu gelangen, flog mit dem Privatjet. Kosten: 20'800 Franken. Fünfmal wurde der Royal-Train in diesem Jahr genutzt, was über 136'500 Franken ergibt – wobei jeder Trip um die 27'300 Franken kostete. Die im Juni 2018 (Kostenpunkt: 37'000 Franken) sowie im März 2019, als sie Westengland besuchte (Kosten: 26'600 Franken). machte die weiteren drei Trips mit dem Royal Train, der nur von Senior-Royals genutzt werden darf. Wie viel diese Reisen gekostet haben, ist im Bericht nicht aufgeschlüsselt. Durch die vielen Reisen der königlichen Familie haben sich die CO2-Emissionen verdoppelt, obwohl sich der Buckingham-Palast eigentlich vorgenommen hatte, seine Umweltbelastung zu verringern. Die CO2-Emissionen für den gesamten königlichen Haushalt stiegen von 1'687 Tonnen im Jahr 2018 auf 3'344 im Jahr 2019, obwohl der Energieverbrauch im Palast um 24 Prozent gesunken ist. Zuständige Beamte sagten, es sei bedauerlich, betonten jedoch, dass vermehrte Auslandsreisen im Namen der Regierung für den Anstieg verantwortlich seien. «Das hängt eindeutig mit fünf grösseren Auslandsbesuchen zusammen.»
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