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Rekordwinter
29. Januar 2012 22:37; Akt: 01.02.2012 15:37 Print
«Wir sprengen schon am frühen Morgen»
von Janko Skorup/Raffaela Moresi - Wegen des vielen Schnees stehen die Lawinen-Sprengmeister im Dauereinsatz. In den Skigebieten wurde bis zu zehnmal mehr Sprengstoff verbraucht als in der ganzen letzten Saison.

Eine absichtlich ausgelöste Lawine donnert im Vallée de la Sionne nördlich von Sion. (Bild: Keystone)
Es ist die Horror-Vorstellung eines jeden Skifahrers oder Snowboarders: Mitten auf der Piste wurde die 49-jährige Britta M.* vergangenen Donnerstag in Meiringen BE von einer Lawine erfasst und verschüttet. Die Luzernerin hatte Glück – sie konnte unverletzt ausgegraben werden.
Eine Lawinensprengung. Foto: epa
Infografik
Der weisse Tod
Um zu verhindern, dass weitere Lawinen auf geöffnete Pisten niedergehen, sind die Skigebiete im Dauerstress. Denn: Vielerorts liegt so viel Schnee wie seit Jahrzehnten nicht mehr. «Derzeit sind wir tagtäglich am Sprengen, wir beginnen damit bereits am frühen Morgen», sagt etwa Vali Meier, Rettungs- und Sicherheitschef der Bergbahnen Davos-Klosters. «Insgesamt mussten wir diesen Winter schon zehn Tonnen Sprengstoff einsetzen, vergangenes Jahr war es gerade mal eine Tonne.»
Knapp viereinhalb Tonnen und der Winter ist noch nicht vorbei
Von einem «extremen Winter» spricht auch Christoph Schläppi von den Jungfraubahnen. «Wir haben heuer ungefähr 40 Prozent mehr Sprengungen durchgeführt als im langjährigen Schnitt.» Ähnlich klingt es bei Hans Kleinstein vom Pistenrettungsdienst Samnaun. Wurden dort 2010/11 total rund 2500 Kilogramm Sprengstoff in die Luft gejagt, sind es diesen Winter bereits knapp 4400 Kilogramm – und die Saison ist noch lange nicht vorbei. Sicherheitssprengungen hin oder her, Skisportler sollten auf jeden Fall auch in den kommenden Tagen auf der Hut sein. Besonders die Gefahr für Gleitschneelawinen bleibe bestehen, schreibt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung.
*Name der Redaktion bekannt
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Alle 10 Kommentare







Stimmt nich ganz!
Die Piste, auf der die Frau in in Meiringen die Lawine geraten ist, war nicht freigegeben. Wenn man unter den Absperrungen hindurch fährt, kann der Betreiber des Gebietes auch nicht viel dafür! Eine Sprengung war vorgesehen, aber noch nicht ausgeführt.
Wo liegt der schnee
Schön wie zuerst Welt weit alle das Schnee in der Schweiz suchen, und jetzt ist es da und zeigt das die Schweiz doch keine angst haben muss dass die turisten wegbleiben. Schad hat es hier in zürich kein schnee.
Mein Kommentar
Das ist ja unerhört!