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Nördlich der Alpen ists weiss
02. Dezember 2012 11:03; Akt: 02.12.2012 16:14 Print
Toter nach Unfall auf verschneiter Strasse
Der intensive Schneefall hat in der Schweiz zu zahlreichen Unfällen geführt. Im Kanton Waadt kam bei einer Kollision ein Mann ums Leben. Im Laufe des Montags beginnt es wieder zu schneien.
Die Schweiz ist zum Winterbeginn zugeschneit worden. Auf den Strassen führte die weisse Pracht zu zahlreichen Unfällen. Einer endete tödlich. Der Autofahrer kam am Sonntag bei einem Auffahrunfall auf der A9 zwischen Vevey und Chexbres im Kanton Waadt ums Leben. Ein anderer Lenker hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren war auf dem Pannenstreifen zum Stehen gekommen. Eine Autofahrerin hielt an, um ihm zu helfen.
Infografik Der weisse TodSo entstehen Schneeflocken
Ein dritter Autofahrer prallte dann auf die beiden Fahrzeuge. Der rund 30-jährige Italiener verlor dabei sein Leben. Im selben Bereich der A9 kam es gemäss Angaben der Waadtländer Polizei zu jener Zeit zu acht weiteren Unfällen.
Betrunkene prallte gegen Baum
Auch in anderen Kantonen konnte sich die Polizei nicht über zu wenig Arbeit beschweren. Im Aargau verunfallten am Sonntagmorgen zwei Autolenkerinnen unter Alkoholeinfluss. Zunächst verlor eine 23-Jährige kurz nach 9 Uhr zwischen Lieli und Oberwil die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte gegen einen Baum. Ein Atemlufttest ergab, dass sie 1 Promille Alkohol im Blut hatte.
Nur eine halbe Stunde später fuhr eine 36-Jährige auf der A1 gegen die Leitplanke. Sie war mit 1,3 Promille unterwegs. Beide Frauen blieben unverletzt.
Die Aargauer Kantonspolizei registrierte am Sonntagmorgen 25 weitere Unfälle. Im Kanton Basel-Landschaft wurden neun Unfälle gezählt, im Kanton Solothurn etwa zehn. In den meisten Fällen handelte es sich um Selbstunfälle. Verletzt wurde niemand.
Auch der öffentliche Verkehr wurde durch die Schneefälle teilweise beeinträchtigt. Die Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ mussten den Betrieb mehrerer Buslinien auf steilen Strecken einstellen. Auch in Bern und Luzern kam es zu kurzzeitigen Behinderungen im Nahverkehr.
Frostige Temperaturen
Pünktlich zum meteorologischen Winterbeginn sind die Temperaturen in der Schweiz am Samstag deutlich gesunken. Am kältesten war es auf der Glattalp im Muotatal, wo das Thermometer unter minus 28 Grad sank.
Am Sonntag machte Schneefall bis in tiefe Lagen den Winteranfang perfekt. Entlang der Voralpen gab es 5 bis 10 Zentimeter Schnee, im Flachland etwa 5 Zentimeter. Am meisten Schnee fiel in den östlichen und zentralen Landesteilen, wie Alexander Giordano von MeteoSchweiz zur SDA sagte.
Am Nachmittag hörte es in den meisten Regionen auf zu schneien. Am Montag ist am Mittag mit neuen Schneefällen zu rechnen - sie beginnen in der Westschweiz und erfassen später weitere Teile des Landes.
Die tiefen Temperaturen und das sonnige Wetter haben jenen Schweizer Skigebieten, die am Samstag ihre Anlagen in Betrieb nahmen, einen Traumstart beschert. Allerdings ist vorerst nur in rund einem Fünftel der knapp 250 Schweizer Skigebiete Wintersport möglich. In den meisten Gebieten beginnt die Wintersaison 2012/2013 erst an den kommenden Wochenenden.
(kub/sda)

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