Trügerisches Eis

07. Februar 2012 17:20; Akt: 07.02.2012 21:31 Print

Auf gefrorenen Seen lauert (noch) der TodAuf gefrorenen Seen lauert (noch) der Tod

Eistage gleich Schlittschuhtage - dieser Trugschluss könnte in diesen Tagen tödlich enden. Viele Schweizer Seen sind trotz einer Eisschicht noch nicht für den Spass auf Kufen geeignet.

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
Bilder vom Türlersee im Kanton Zürich. (Video: Keystone) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Zwar hat sich auf manchen Seen im Kanton Zürich eine Eisschicht gebildet, aber sämtliche Eisflächen sind noch zu schwach. Alle Seen und Seelein sind bis auf Weiteres gesperrt, das Betreten verboten, wie die Kantonspolizei Zürich am Dienstag auf ihrem Eisbulletin mitteilte.

Auf dem Pfäffikersee hat das Sicherheitsamt der Gemeinde eine Eisdicke von fünf bis zehn Zentimetern gemessen. Die erforderliche Mindestdicke von zwölf Zentimetern sei an keiner Stelle erreicht worden. In der Mitte des Pfäffikersees wurden gar noch Stellen entdeckt, wo sich noch kein Eis gebildet hat.

Eine Freigabe auf das Wochenende hänge von der Eisbildung in den nächsten Tagen ab, schreibt das Sicherheitsamt. Zurzeit sei das Eis mit einer Schneeschicht bedeckt. Diese wirke isolierend und lasse die Eisdecke weniger schnell wachsen. Das Betreten der gefrorenen Seefläche ist bis auf Weiteres verboten.

Ebenfalls nicht Betreten werden dürfen Greifensee, Türlersee, Mettmenhaslisee, Horgener Bergweiher, Katzensee, Hüttnersee, Lützelsee und Thalwiler Waldweiher. Ebenfalls noch weit von einer Seegfrörni entfernt ist der Zürichsee. Ihn konnte man letztmals 1963 zu Fuss überqueren.

Für Freigaben und Sperrungen von gefrorenen Gewässern sind die zuständigen Gemeinden verantwortlich. Das Eisbulletin wird jeden Dienstag und Freitag aktualisiert (www.kapo.zh.ch).

Auch Schwyzer Polizei warnt

Auch im Kanton Schwyz sollten keine gefrorenen Gewässer betreten werden. Einzige Ausnahme sei das Eisfeld auf dem Sihlsee bei Euthal, teilte die Kantonspolizei Schwyz am Dienstag mit.

Gemäss der Medienmitteilung ist im Kanton Schwyz neben dem Sihlsee auch der Lauerzersee mit Eis bedeckt, bei weiteren Seen haben nur einzelne Teile eine Eisschicht gebildet. Bis auf das Eisfeld in Euthal ist aber keine Eisfläche zum Betreten freigegeben.

Stadtberner Egelsee zugefroren

In der Stadt Bern ist der Egelsee zugefroren und ab Mittwoch fürs Schlittschuhlaufen freigegeben. Ein seltenes Vergnügen, denn letztmals war dies 2009 möglich.

Auf dem See habe sich dank der Kälte eine gute Eisschicht gebildet, teilte der Schosshalden-Ostring-Murifeld-Leist am Dienstagnachmittag mit. Die Eisdicke beträgt derzeit etwas über 14 Zentimeter.

Auch auf dem Moossee sind die ersten Schlittschuhläufer unterwegs. Allerdings sei die Eisschicht noch etwas gar dünn, heisst es bei der Gemeinde Moossedorf. Der Moossee werde grundsätzlich nie freigegeben, das Betreten erfolge auf eigene Gefahr.

Auf den grösseren Seen im Kanton Bern ist noch nicht ans Eislaufen zu denken. Die Eisschichten dort sind noch zu dünn. Schlittschuhlaufen kann man stattdessen auf diversen Natureisbahnen, die dank der Kälte ihren Betrieb aufnehmen konnten, etwa im Diemtigtal, im Saanenland oder in Konolfingen.

Kanton Zug: Zwei Weiher zum Schlittschuhlaufen freigegeben

Zwei gefrorene Zuger Gewässer in Hünenberg werden freizugeben. Alle anderen bleiben gesperrt, heisst es in der Mitteilung der Zuger Polizei. Nach den Messungen auf beiden Weihern Langholz und Rüsshalden haben die Behörden grünes Licht zum Betreten der gefrorenen Gewässer gegeben.

Am Freitag findet mit der nächsten Eismessung der Zuger Seepolizei eine
Neubeurteilung der Lage statt.

Was tun beim Einbruch

Wie die Lage auf den See in anderen Teilen der Schweiz aussieht, ist derzeit noch nicht bekannt. Vielerorts wird aber mit Warnhinweisen an den Ufern auf die Gefahren beim Betreten der Seen hingewiesen.

Wer auf einem gefrorenen Gewässer einbricht, sollte sofort die Arme ausbreiten und versuchen in der Richtung aus dem Gewässer steigen, aus der er gekommen ist. Retter sollten sich nur in Bauchlage und mit einem Rettungsgerät dem Eingebrochenen nähern.

(aeg/sda)

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • Bubikon am 08.02.2012 00:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hüsliriet

    Hüsliriet in Bubikon ist schon länger offen. Sogar mit beleuchtung am abend!

  • Habakuk am 07.02.2012 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ab auf den See .....

    Am Neuenburgersee, genauer in der Gampelenbucht (TCS-Camping) ist das Schlittschuhlaufen kilometerweit möglich da sehr flaches Wasser und somit schnelle Eisbildung!

  • Eh. Sa. am 07.02.2012 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    Fehraltorf eröffnet

    Anscheinend soll morgen der kleine Dorf"Tümpel" von Fehraltorf eröffnet werden. Soll noch sehr schön sein dort!

    • DJayn am 07.02.2012 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Glaube nicht

      Bezweifle ich!

    • Eisprinzessin am 07.02.2012 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wo?

      Wo ist der und hat der einen offiziellen Namen? Würde da gerne hingehen.

    • Gotha am 08.02.2012 07:34 Report Diesen Beitrag melden

      Wegbeschreibung

      Auf der Hauptstrasse nach Russikon links zum Pestalozziheim abbiegen, dort parkieren, über den Spielplatz gehen, es ist ein öffentlicher Weg der direkt an den Weiher führt. Wunderschön dort.

    • Gotha am 08.02.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

      Staldenweiher

      Der Weiher heisst Staldenweiher

    einklappen einklappen
Winter-Special aktuell