Kälte macht zu schaffen

08. Februar 2012 11:38; Akt: 08.02.2012 14:50 Print

Den SBB frieren die Züge einDen SBB frieren die Züge ein

Die Situation ist für Pendler wohl Fluch und Segen zugleich. Weil die SBB mit dem Enteisen ihrer Züge kaum nachkommen, können sie weniger Wagen einsetzen. Immerhin: Wer zusammenrückt, friert weniger.

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Die Eiseskälte Anfang 2012 zaubert wahre Kunstwerke in die Landschaft. Wie etwa diesen Baum, den die exponierte Lage am Genfersee mit einem zotteligen Kleid überzogen hat. Diesen Brunnen in Reiden LU hat die Kälte in eine eindrückliche Skulptur verwandelt. Nein, Baden ist hier definitiv nicht mehr empfohlen. Die Schweiz friert zu. Bei wärmeren Temperaturen ist das ein Schiff - gesehen in Versoix am Genfersee. Da hilft ein Feuerzeug schon lange nicht mehr. Dieser Twingo wartet in Versoix auf mildere Temperaturen. Dieser Suzuki am gleichen Ort übrigens auch. Die Promenade in Nyon ist ebenfalls eine einzige Eisskulptur. Diese Abfallkübel in Genf sind randvoll. Da wächst doch was. Geknipst in Zürich. Eiskalt in Genf. Diese Pflanzen in Yverdon haben es schwer. Ein Sprung ins kühle empfiehlt sich hier nicht. Auch die Ufer am Bielersee sind eine einzige Rutschpartie. So schön ists in Versoix. Bloss nicht zu lange gucken: Fernrohr auf dem Uetliberg in Zürich. Eis-Stalaktiten bei Savognin. Das ist der Tinguely von Freiburg. Nyon ist kräftig vereist... ...das setzt den Masten zu. Diese Tafel am Genfersee wartet auf den Sommer. Diese auch. Anlegen unmöglich! Geknipst am Genfersee. Eiszapfen auch in Davos. Der Brunnen steht in Burgdrof, das Loch ist gestopft. Dieser Drache am Alfred-Escher-Brunnen speit kein Feuer. Hunderte Leser-Bilder erreichten uns in den letzten Tagen. Sie alle machen die Kälte sichtbar. Und alle sind sie spektakulär. Aber schauen Sie selbst. So schön kann der Winter sein. Auf dem Üetliberg ist alles weiss. Nur die Sonne des Planetenwegs leuchtet in Gelb. Nur noch Wagemutige posieren vor der Kamera. Und ganz, ganz Wagemutige tun dies fast nackt. Unser Vorschlag: Das ist unser Top-Kandidat fürs neue Phänomen «Frosting». Sogar Eisblumen haben sich gebildet. Geniessen Sie diese Impressionen ... ... am besten in der warmen Stube. Am Samstagmorgen (4. Februar 2012) am Hafen von Coppet am Genfersee. Das ist der bisherige Minus-Tempreatur-Rekord, der die Redaktion erreicht hat. Bieten Sie mehr? «Wär ich doch in Indonesien geblieben», schreibt Leser-Reporter René zu diesem Bild. «So ist es besser!» «D'Oh!» würde Homer Simpson nur noch sagen. Da hats dem Leser doch prompt ein Duff-Bier verjagt. Bei diesen Temperaturen nützen auch die Red HOT Chilli Peppers herzlich wenig. Ein traumhafter Wintertag beginnt auf der Belalp im Wallis. In Oberwald, ebenfalls im Wallis, ist es um 9.30 Uhr ziemlich frisch ... «Brrr.. Das ist keine Kälte in Basel ... sondern », findet Leser-Reporter Danijel. Auch der olympische Brunnen in Lausanne friert. Heiliges Kanonenrohr: So sieht es am 3. Februar in der Nähe des Hafens von Versoix am Genfersee aus. Versoix am Mittag des 3. Februar 2012. Da wächst sogar dem Hund ein Bart. «Eine frostige Bescherung» schreibt uns ein Leser-Reporter zu diesem Bild. Einen vereisten Brunnen hat Leser-Reporter Malik fotografiert. Leider hat er verschwiegen, wo sich der Brunnen befindet. Auch Hospental friert. Traumhafter Sonnenuntergang bei minus 10 Grad in Lyss BE. Da lupfts dem Tisch doch glatt den (Schnee-)Deckel! Einen gefrorenen Brunnen hat auch Leser-Reporter Edon vor die Linse gekriegt. Leser-Reporterin Valerie meldet, dass auch die Veveyse im Kanton Freiburg langsam aber sicher zufriert. Der Genfer-See bei Coppet bietet spektakuläre Ansichten. Bald findet man den Weg zum Schneebärgli gar nicht mehr ... Am Morgen danach auf dem Balkon eines Leserreporters ... Auf der Ebenalp im Kanton Appenzell Innerrhoden. Bevor sich Leser-Reporter Patrik allerdings aus dem Haus gewagt hat, hat er erst mal einen Blick aus dem Fenster geworfen. Der Bodensee bei Arbon TG. Vor dem Theater in Basel. Dieses Velo wurde in Geroldswil bei -12 Grad aufgenommen. Velofahren? - Fehlanzeige. Der Strand von Chez le Bart NE. Trotz strahlendem Sonnenschein ist ein Bad hier nicht verlockend. Der Sendeturm auf dem Titlis hat eindeutig ganz, ganz kalt. Ob der so wohl noch senden kann? Mächtige Eisgebilde haben sich auch am Alfred-Escher-Brunnen vor dem Zürcher Hauptbahnhof gebildet. Bereits in der Nacht auf Freitag war der Brunnen völlig mit Eis überzogen. Dieses Eis-WC fand der Leser am Donnerstagabend, 2.2.2012, auf der Zugfahrt von Bern nach Burgdorf. Cola-Dosen sollte man bei dieser Kälte nicht auf dem Balkon lassen, sonst hauts den Boden raus. Glasflaschen würden bei den Temperaturen wohl bersten - ausser das Bier ist bereits geöffnet. So kann Kälte auch aussehen: Ein überfülltes Wartehäuschen am Donnerstagabend in Lenzburg. Die Sihl in Zürich am Freitag: Zur Hälfte ist sie schon zugefroren. «Im Wasser schwimmen Mini-Eisschollen», schreibt der Leser-Reporter. Leserreporter Daniel Mathys schreibt: «Heute morgen 05.40 Uhr in Kandersteg: Ein frostiger Feierabend bei -24 Grad.Gute Nacht!» - das wünschen wir auch. Macht ganz den Eindruck, als wäre es dieser Brunnenfigur in Zürich zum Kotz... zumute. Aufgenommen am Genfersee. «Le Vully in Richtung Gruyere», schreibt uns Leserreporter Daniel Everett. Skijöring in Gstaad bei eisigen -16 Grad.

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Pendler im Raum Zürich müssen in diesen Tagen ungewollt nahe zusammenrücken. Mehrere S-Bahnen sind mit weniger Waggons unterwegs als sonst, weil die SBB mit Enteisen praktisch nicht nachkommen und die Kälte der Technik zu schaffen macht.

«Lieber mit weniger Waggons fahren als unpünktlich oder gar nicht», fasst ein SBB-Sprecher die gegenwärtige Lage auf dem Schienennetz zusammen. Die Kälte löse viele Tür- und Trittbrettstörungen aus, sagte er auf Anfrage der SDA. Zudem seien die automatischen Kupplungen oft vereist.

Probleme auch bei Automaten

Man sei pausenlos daran, die Wagen zu enteisen und die Störungen zu beheben. Viele Waggons stünden deshalb aber nicht zur Verfügung, weshalb man die Kompositionen verkürzen müsse. Die SBB bitten um Verständnis, dass es in den Wagen gegenwärtig etwas enger werden könne und Zugfahren mehr Geduld benötige.

Mit der Kälte zu kämpfen haben auch die Billettautomaten. Wegen der tiefen Temperaturen verweigern die Touchscreen-Bildschirme den Dienst. Zudem erkennen die Automaten die Münzen nicht mehr und lassen sie durchfallen.

(sda)

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  • ex Bähnler am 08.02.2012 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Aus Bahnhassern werden Bahnfreaks!?

    Aha. Heute verteidigen viele Leute die Bahn trotz vieler Pannen und heben sie in den siebten Himmel. Oft haben die gleichen Leute die Bahn vor Jahren noch verflucht. Als ich bei der Bahn arbeitete, hörte ich oft böse Worte. Es gab fast gleich viele Züge aber weniger Pannen. Viele fluchten über die Preise, heute verteidigen oft die gleichen Personen die angekündigten Preiserhöhungen... So ändern sich die Leute (oft solche, die das Auto verkauft haben)...

  • Mum Pitz am 08.02.2012 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Kann man sich in Zukunft...

    ...die Sitzpartnerin aussuchen oder gibts bald 2er-Tickets? Fürs (noch näher) zusammenrücken möchte ich mir mein Gegenüber aussuchen können - denn Knie an Knie sitzen wir ja jetzt schon.

  • Moor Theo am 08.02.2012 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Jammeriland Schweiz

    Liebe Leute! Keiner wartet gerne aber bitte wir haben in der Schweiz ein Luxusproblem. Kaum kommt ein Zug 2 min zu spät wird schon gejammert. Kein anderes Land bringt so ein ÖV oder eine solch qualität von ÖV hin. Ich bin noch nie pünktlich mit einem Flugzeug abgeflogen, soll ich da auch jammern die Airlaines haben die Uhr nicht erfunden. Schaut lieber ein bischen auf euch und nicht immer jammern!!! Nehmt doch das Taxi!!

    • Cornelia Specker am 09.02.2012 13:12 Report Diesen Beitrag melden

      Jammerland Schweiz !

      Dem kann ich nur zustimmen . Ich empfehle allen, denen 5 oder 10 Minuten warten so vieles ausmachen mal in angrenzende Länder zu gehen und dort Zug zu fahren . Da gibt es viele Wartezeiten und viel Wechsel der Züge . Mein Gott , die Leute hier sind wirklich extrem verwöhnt

    • stefan am 09.02.2012 14:19 Report Diesen Beitrag melden

      Gefällt mir

      Das was du sagst stimmt.

    • C.Z. am 09.02.2012 14:49 Report Diesen Beitrag melden

      Preis / Leistungsverhältniss beachten

      Für die Preise, die die SBB verlangt, darf man auch jammern! Für diese Preise sollte nach mind. 1 Min ein ersatz Wagen mit Gipfeli anrollen!

    • B. S. am 09.02.2012 18:03 Report Diesen Beitrag melden

      Das Problem ist oft

      dass der Chef, aufgrund der normal herrschenden Pünktlichkeit der Züge, verwöhnt ist und bei der kleinsten Verspätung sehr empfindlich reagiert.

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