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Bis 50 cm Neuschnee
07. Dezember 2012 12:28; Akt: 08.12.2012 17:57 Print
Schneechaos verursacht Unfälle und Ausfälle
Wegen des grossen Schneefalls passierten allein im Kanton Bern 77 Verkehrsunfälle, eine Zuglinie musste gesperrt und zwei Cupspiele verschoben werden. In den Bergen herrscht massive Lawinengefahr.
Die Schweiz liegt unter einer dicken Schneeschicht. Während der Niederschlag im Flachland und in den Bergen für ein weisses Panorama und Pulverschnee gesorgt hat, verursachten die Schneemassen auf den Strassen ein pures Verkehrschaos. Allein im Kanton Bern passierten von gestern auf heute mehr als 70 Verkehrsunfälle.
Infografik So entstehen Schneeflocken Härtester Winter seit 20 JahrenMit reichlich Schnee und eisigen Temperaturen hat der Winter in weiten Teilen Europas Einzug gehalten. In Russland sprachen Behörden von dem härtesten Winter seit 20 Jahren. In Moskau fielen nach stundenlangem Schneefall und Eisregen auf den drei internationalen Flughäfen etliche Flüge aus. «In diesem härtesten Winter seit 20 Jahren in Russland sind in Moskau bereits mindestens sechs Menschen erfroren», sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums der Agentur Interfax. In Jakutsk im Fernen Osten des Landes wurden minus 29 Grad Celsius gemessen.
Der Flughafen von Zagreb wurde wegen Schneefalls und starker Windböen am Samstag zunächst komplett geschlossen. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck steckte in der kroatischen Hauptstadt fest.
Die Kantonspolizei Zürich verzeichnete mehr als 30 Unfälle, im Kanton Solothurn knallte es rund 25 Mal und bei der Kapo Basel-Land gingen 10 Meldungen wegen Unfällen ein. In den meisten Fällen handelte es sich um Selbstunfälle oder leichte Auffahrkollisionen. Es blieb grösstenteils bei Blechschaden. In Zürich forderten zwei Unfälle fünf leicht- bis mittelschwer Verletzte, in Bern mussten bei zwei Unfällen insgesamt drei Personen ins Spital gebracht werden.
Zugausfälle im Kanton Bern
Der Grund: Viele Autofahrer passten ihre Fahrgeschwindigkeit nicht den winterlichen Strassenverhältnissen an oder verloren die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Auch in den Kantonen Baselland und Solothurn kam es infolge des andauernden Schneefalls zwischen Freitagmittag und Samstagmorgen zu Dutzenden Unfällen. In Liesberg BL wurden zwei Personen verletzt. Da sich tagsüber nur noch ein schneebedingter Unfall ereignete, teilte die Polizei Basel-Landschaft am Samstagnachmittag mit: «Insofern darf den Automobilistinnen und Automobilisten durchaus ein Kränzchen gewindet werden.»
Nicht nur der Strassenverkehr wird durch die Schneemassen behindert, auch der Schienenverkehr ist eingeschränkt: Wegen möglicher Lawinenniedergänge hat die Zentralbahn den Zugsverkehr zwischen Brienz und Interlaken Ost am Samstagvormittag eingestellt. Bis Sonntagmittag müssen die Reisenden auf Bahnersatz-Busse ausweichen. Auch die parallel verlaufende Kantonsstrasse ist zwischen Oberried und Ebligen wegen Lawinenniedergängen bis auf weiteres unterbrochen. Im Kanton Bern sind gemäss TCS noch weitere Strassen gesperrt.
Die Schneeräumungsequipen standen auf den Autobahnen und den wichtigsten Kantons- und Gemeindestrassen auch noch am frühen Samstagmorgen im Einsatz. Die Fussballplätze aber konnten nicht geräumt werden. So musste die Achtelfinal-Partie im Schweizer Cup zwischen Wohlen und Thun wegen unspielbaren Terrains verschoben werden. Auch in Kriens werden am Sonntag höchstens Schneebälle durchs Stadion fliegen. Das Spiel des SC Kriens gegen den FC Sitten wurde auf den Februar verschoben.
Es bleibt kalt
Kein Wunder bei diesen beachtlichen Schneemengen: Allein im Flachland wurden durchschnittlich rund 30 Zentimeter gemessen, so auch in tiefen Lagen. In den Bergen gar bis zu 50 Zentimeter. Am meisten Schnee vermeldete die Messstation auf dem Säntis. Dort wurden über 2 Meter Schnee registriert.
Für die Wintersportler bedeutet der Pulverschnee optimale Pistenverhältnisse. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit: Viele Orte liegen unter der Hochnebel-Decke. Wer an die Sonne will, muss deshalb ins Tessin oder Wallis reisen. «Im Süden ist es eindeutig am schönsten», sagt Adrina Müller von Meteonews.
Gemäss der Meteorologin bleibt uns die weisse Pracht noch eine Weile erhalten: Am Sonntagmorgen werden im Flachland vereinzelt Temperaturen von -10 und in den Kältelöchern der Schweiz sogar deutlich unter -20 Grad erwartet. Die Kälteperiode wird laut Meteonews bis Mitte nächster Woche anhalten. Im Flachland werden am Anfang der nächsten Woche Maximaltemperaturen von -3 Grad vorausgesagt.
Leichtsinnige lösen in Celerina Lawine aus
Wer den Pulverschnee auf zwei Kufen oder einem Brett geniessen will, sei gewarnt: In den Berner und Walliser Alpen herrscht grosse Lawinengefahr. Touren und Variantenabfahrten erfordern viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und grosse Zurückhaltung, schreibt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).
Der Beweis: Im Val dal Selin GR im Skigebiet Marguns lösten drei Leichtsinnige abseits der Piste eine grosse Lawine aus. Zwei der Tiefschneefahrer wurden teilverschüttet, konnten aber aufwändig gerettet werden. Sie wurden leicht verletzt ins Spital geflogen. Der Dritte hatte mehr Glück und rutschte auf dem 300 Meter breiten Schneebrett obenauf.
(dwi)
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Glatt oder nur nass?
Womit ich Mühe habe ist zu erkennen, ob es nachts bei Minustemperaturen einfach nur nass auf der Strasse ist oder eben doch glatt gefroren.
Fahranfänger
Bis jetzt 313 Superautofahrer hier im Forum. Habe mir jeden einzelnen Tipp gemerkt und bin auch bald richtig gut. Vielen Dank. Vor allem das mit dem Langsamfahren hat mich beeindruckt, vorausschauend zu fahren möchte ich jetzt auch lernen.
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