Schnee in Österreich

09. Januar 2012 13:01; Akt: 10.01.2012 21:05 Print

Teile Vorarlbergs von der Umwelt abgeschnittenTeile Vorarlbergs von der Umwelt abgeschnitten

Die Schweiz wird derzeit in hohen Lagen mächtig eingeschneit. In Österreich ist die Lage aber weit prekärer. Das Bundesland Vorarlberg war vom Rest des Landes nicht mehr zu erreichen.

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Wer sich über die Schneemengen in der Schweiz mit den dazugehörigen Unannehmlichkeiten ärgert, der sollte einen Blick zum östlichen Nachbarn wagen. Dort hat sich die Lage am Montag massiv verschärft. Im Schneechaos in Österreich waren viele Region des Landes von der Aussenwelt abgeschnitten. Besonders das westliche Bundesland Vorarlberg, das an die Schweiz grenzt, war davon betroffen.

In der Nacht haben heftige Schneefälle die Strassen- und Schienenräumung verunmöglicht. Rund ein halber Meter Neuschnee kam allein in den letzten Stunden hinzu – insgesamt sind es nun gegen vier Meter seit Donnerstag. Umgestürzte Bäume blockierten zudem den für den Verkehr zwischen Österreich und der Schweiz wichtigen Arlberg-Tunnel. In den Skigebieten von Lech und Zürs waren Feriengäste erneut eingeschneit. Es galt die zweithöchste Gefahrenstufe für Lawinen.

«Wir sind es gewöhnt, ab und an eingeschneit zu sein»

Die Behörden raten davon ab, die Reise in das betroffene Gebiet überhaupt anzutreten. Die Lawinenkommissionen planen derzeit, die Schneemassen wegzusprengen, um Strassen für den Verkehr wieder freigeben zu können, wie Vorarlberg Online schreibt. Die Betroffenen hoffen nun auf die angekündigte Wetterbesserung.

In den betroffenen Gebieten nimmt man die Situation mit Gelassenheit zur Kenntnis. Der Bürgermeister der eingeschneiten Gemeinde Gaschurn zu Vorarlberg Online: «Wir sind es gewöhnt, ab und an eingeschneit zu sein.» Die Stimmung unter den Touristen sei gut. Zudem sei die Versorgung gewährleistet.

15 000 Touristen und Einheimische sassen fest

Bereits am Wochenende hatten heftige Schneefälle in Teilen Österreichs zu Stromausfällen und einem Verkehrschaos geführt. In mehreren eingeschneiten Wintersportorten, darunter auch Lech und Zürs, sassen zwischenzeitlich rund 15 000 Touristen und Einheimische fest. Nachdem die Strassen für ihre Abfahrt dann zunächst wieder freigegeben wurden, gab es lange Staus.

(aeg/sda)

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