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Zerbrochene Scheiben
13. Dezember 2012 17:36; Akt: 13.12.2012 17:36 Print
Im SBB-Tunnel klirrts und knallts
von Leo Helfenberger - Herabfallende Eisbrocken stellen die SBB vor Probleme. Allein seit dem Wochenende hat es in Tunnels 30 Mal gekracht. Jetzt wird in drei Röhren das Tempo gedrosselt.
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Schnee und Kälte setzen den Zügen der SBB zu. Das weiss seit Donnerstag auch Leserreporter G.H. Als er in der Nacht in Basel den letzten Interregio nach Zürich besteigt, bemerkt er, dass vier Scheiben des Zuges zersplittert und mit Plastik abgeklebt sind.
Bildstrecken So viel Schnee gab es in den letzten TagenDie Ursache ist schnell klar: Den SBB machen derzeit herumfliegende Eissplitter in den Tunnels zu schaffen. Erst am Wochenende wurde ein Fall bekannt, bei dem Eissplitter die Frontscheibe einer Lok zertrümmerten. «Wenn es besonders kalt ist und viel Schnee gefallen ist, bilden sich Eisklumpen an den Zügen. Wenn diese dann in die Tunnel einfahren, in welchen wärmere Temperaturen vorherrschen, lösen sich die Eisteile und können entgegenkommende Züge treffen», erklärt SBB-Sprecherin Lea Meyer. Auch die Druckveränderung, die eintritt, wenn sich zwei Züge kreuzen, spiele eine Rolle. «Für Passagiere besteht jedoch keine Gefahr», so Meyer weiter.
«Die Fenster sind doppelt verglast und die Eissplitter beschädigen nur die äussere Schicht.»
Nur kleine Verspätungen
Bei den zwei bekannten Vorfällen handelt es sich aber nicht um Einzelfälle. Allein seit dem Wochenende hat es in den Tunnels 30 Mal gekracht. Betroffen ist vor allem der Adler- und Hauensteintunnel zwischen Basel und Olten und der Rickentunnel zwischen Uznach und Wattwil. Um weitere Vorkommnisse dieser Art zu verhindern, hat die SBB nun das Tempo gedrosselt. In den genannten Tunnel darf nur noch mit 100 statt 160 Kilometer pro Stunde gefahren werden.
Zwischenzeitlich wurde auch auf offenen Strecken nur noch auf 100 km/h beschleunigt. Die Verspätungen durch die Verringerung des Tempos bewege sich im Minutenbereich, erklärt Meyer. Zur vollständigen Entspannung der Situation auf den Schienen wird es aber erst im Verlauf des wärmeren Wochenendes kommen.
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Alle 155 Kommentare

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HArdcore-Pendler
Es ist ja das gute Recht von euch überzeugten Pendlern auch hier wieder Seitenhiebe an die überzeugten Autofahrer auszuteilen, bedenkt aber bitte, dass auch wir den ÖV mitfinanzieren. Danke
An alle Jammerer/ Luxusprobleme
Unglaublich wie sich hier di bünzli schweizer wieder aufregen können. Habt ihr das gefühl wir können immer alles so handhaben wie wenn es 20Grad hat und die Sonne scheint? Es ist hald nun mal winter. zu 90% oder auch noch mehr sind die Züge immer plus minus 2 min genau. Nehmt doch mal das Auto und verbringt ne zeit im Stau nur weil gewisse leute meinen sie brauchen keine Winterpneus. Da darf man sich aufregen... aber sicher nicht weil die sbb mal ein wenig verspätung hat. Oft sind ja auch noch autofahrer schuld die durch unachtsamkeit auf die Gleise fahren oder schranken durchbrechen.
ein wenig Verspätung......
@Pascal.K ich nehme an Sie sind "Bähnler" und fahre nie die Gotthardstrecke.Leider fährt die SBB das ganze Jahr als wäre es Winter.Ja es stimmt die kleinen Verspätungen jeden Tag von bis zu einer halben Stunde steckt man leicht weg,ich könnte mein Wohnung künden,da ich mehr Zeit mit warten am Bahnhof verbringe.Ich nehme Sie gerne mal auf eine Reise mit,danach dürfen Sie gross Töne spucken....
Die Frage des toten Lokführers
Die Lokführer sicher ihre helle Freude, wenn sie über ihren möglichen Tod hier unten lesen. Aber in der Schweiz kann ja gar nix passieren, ist ja alles abgesichert. Wozu überhaupt noch einen Lokführer? Aber im Ernst. Ich habe einmal eine Führerstandsfahrt durch den Gotthard mitgemacht und war baff. Das ist gar nicht so einfach wie man meint. Er muss tatsächlich alle weiss-was-Sekunden ein Pedal betätigen, sonst ist's Sense mit Zügli fahre. Ich war erstaunt, was die alles machen müssen. Da ist die ganze Zeit, aber auch wirklich die ganze Zeit, immer was zu tun. Sonst hält der Zug an.
Nicht nur beim Zug fahren
Wie beim Fahrradfahren. Auch dort musst die ganze Zeit was tun damit du nicht anhälst.
Nicht so schwierig
Ich kenne diesen Job sehr gut. Es ist nicht so dramatisch schwierig. Schwierig ist in Mali zu überleben und nicht verhungern. Schwierig (und traurig) ist zu glauben wie Leute 'schwierig' finden so ein einfaches Ding.