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Eisige Temperaturen
06. Februar 2012 16:37; Akt: 14.02.2012 14:56 Print
Jetzt machen die ersten Seen dicht
von Adrian Müller - Eisschollen in Morges, «Mini-Seegfrörni» am Bodensee: Die Kälte lässt die Schweizer Gewässer erstarren. Die Polizei warnt aber vor allzu viel Eis-Euphorie.
Es sind Bilder, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt: Im Hafen von Morges VD am Genfersee treiben Eisschollen im Wasser, Jachten machen keinen Wank mehr: «Die Boote sind im Eis festgefroren», sagt Leser-Reporter Gio.
Kein Gas im Kanton GlarusDie grimmige Kälte hat am Montagmorgen im Kanton Glarus zu einem Zusammenbruch der Gasversorgung geführt. 1800 Kunden der Technischen Betriebe Glarus (TBG) waren während vier Stunden ohne Heizung.
Der Grund für den Zusammenbruch war, dass ein Vorlieferant Gas mit zu wenig Druck ins Netz der Technischen Betriebe Glarus eingespiesen hatte, wie Direktor Andreas Schneider auf Anfrage zu einem Bericht des Onlineportals der Zeitung «Die Südostschweiz» sagte. Das sei noch nie vorgekommen, erklärte Schneider. Betroffen vom Ausfall waren Privatkunden, Gewerbe- und einige Industriebetriebe im Hauptort Glarus sowie in den Ortschaften Netstal, Riedern, Ennenda und Mitlödi. Gegen Mittag hatte sich der Druck in der Gasleitung normalisiert, und die Heizungen funktionierten wieder. (sda)
Die Eisdecke wird nicht nur in Morges mit jedem Tag dicker: Im seichten Wasser zwischen Yverdon und Grandson VD ist der Neuenburgersee bereits zugefroren: «Die Eisdecke reicht etwa 500 Meter auf den See hinaus», erklärt ein Anwohner. Hunderte Schaulustige sind bereits auf dem gefrorenen Seeabschnitt herumspaziert.
Eischolle um Eisscholle
Ein ähnliches Bild zeigt sich am Bodensee, wo seichte und von Wind geschützte Buchten wie jene in Aarbon zugefroren sind. «Die Eisschollen schieben sich richtiggehend übereinander», sagt Leser-Reporter Fabian Egli.
Der Untersee, ein Teilarm des Bodensees, ist ebenfalls grossflächig mit Eis bedeckt. Bereits haben sich erste Schlittschuhläufer auf die dünne Eisfläche gewagt. «Es ist aber noch ein weiter Weg, bis wir die Eisfläche öffnen können», sagt ein Mitarbeiter der Thurgauer Seepolizei zu 20 Minuten Online.
Laut den aktuellen Wetterprognosen bleiben uns die sibirischen Temperaturen noch tagelang erhalten. Erleben wir dieses Jahr eine grosse Seegfrörni? Klimaexperte Christophe Voisard von Meteoschweiz winkt ab: «Bis Ende Januar war es viel zu warm, dass grosse Seen zufrieren.» Damit sich etwa auf dem Neuenburgersee eine kompakte Eisschicht bilde könne, seien laut Statistik 420 kumulierte Minusgrade nötig. Bislang habe man erst einen Zehntel davon erreicht.
Polizei warnt vor Eis-Euphorie
Anders sieht es bei kleinen und mittleren Seen aus: Laut dem Meteorologen könnten etwa der Pfäffiker- oder Sempachersee zufrieren. Gemäss «Radio Zürisee» soll der Pfäffikersee nun bereits ab dem kommenden Wochenende zur Begehung freigegeben werden. In der Stadt Bern dürfte der Egelsee ab Freitag zum 'Schlöfle' freigegeben werden.
Im Kanton Zürich warnt die Polizei vor dem Betreten gefrorenen Eisflächen. «Wir werden am Freitag in den Gewässern eine Eismessung vornehmen und dann über eine Freigabe entscheiden», sagt Kapo Sprecher Martin Sorg.
Mit jedem Eistag frieren in der Schweiz weitere Gewässer zu. Ein Ende der Kältewelle ist nicht in Sicht: «Der Kaltluftsee über dem Mittelland bleibt bis mindestens Anfang nächste Woche liegen», so Voisard.
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Alle 24 Kommentare




























Eissee
ich bin einmal fast beim Versuch einen kleinen zugefonen See zu überqueren eingebrochen. Zum Glück war ich damals noch so "leicht" und vorallem schnell, sonst würd ich jetzt wohl fehlen. Einfach erst aufs Eis, sobald es freigegeben wurde. Mehr gibts da nicht zu sagen.
Wer trägt im Moment einen Rock?
Habe mir heute 2 Paar Strumpfhosen unter die Jeans angezogen. Jetzt kanns so kalt werden, ist mir egal. Ich habe warm. Werde heute abend mal einen Rock anziehen und schauen ob es auch da so genügt. Sonst noch eine Legging drüber. Oben sind es schon 5 Schichten.
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Ich habe Thermounterwäsche für Biker an, das reicht vollends. Damit sieht man nicht aus wie eine Kugel, aber wer Geld sparen will, kauft sich halt all die unnötigen Sachen.
der kleine Hafen von Saint Aubin NE. Der gefriert allerdings jedes Jahr zu, der grosse Hafen, wo unser Segelboot steht, zum Glück nicht...