Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Kältewelle rollt an
31. Januar 2012 12:23; Akt: 31.01.2012 18:33 Print
Schnee auf Kreta, Eis an der Côte d'Azur
Die Mittelmeerregion muss sich warm anziehen: Die sibirische Kälte hat Griechenland erfasst und steuert auf Westeuropa zu. In der Schweiz wird es so kalt wie seit Jahren nicht mehr.
Die sibirische Kälte hat Europa weiter fest im Griff. In Osteuropa kamen in den vergangenen Tagen mindestens 58 Menschen ums Leben. Todesopfer gab es unter anderem in der Ukraine, Polen, Serbien und Russland.
30 Kältetote in UkraineDie ungewöhnlich harsche Kältewelle in der Ukraine hat in den vergangenen Tagen nach Behördenangaben 30 Menschen das Leben gekostet. Die meisten Opfer wurden erfroren auf den Strassen aufgefunden. Angesichts eisiger Temperaturen von -23 Grad in der Hauptstadt Kiew und anderen Orten im Land zeigte sich die Regierung alarmiert: Sie richtete einen Krisenstab ein (dapd).
Allein in der Ukraine starben 30 Menschen an Unterkühlung, die meisten von ihnen waren Obdachlose. 540 Menschen mussten dort wegen Unterkühlung in Krankenhäusern behandelt werden. In Polen sanken die Temperaturen auf minus 27 Grad.
Schnee auf Kreta
Nach Osteuropa hat die sibirische Kälte Griechenland erfasst: Bei Thessaloniki haben Wetterdienste am Dienstagmorgen -12 Grad gemessen, in Athen bewegen sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Die Behörden haben Turnhallen für die
Nicht nur die Griechen müssen sich in der Mittelmeerregion warm anziehen: An der Côte d’Azur in Südfrankreich werden bis zum Wochenende Höchstwerte von gerade noch einmal -4 Grad erwartet. «Schnee wird aber am Strand nicht fallen, dafür fehlt es an Feuchte», sagt Roger Perret von Meteonews. Die Kältewelle werde in abgeschwächter Form auch Spanien erfassen, mit Schnee auf Mallorca sei aber kaum zu rechnen.
Alle zehn Jahre so kalt
In der Schweiz dürften die Temperaturen am Donnerstag einen ersten Tiefpunkt erreichen. Meteorologe Perret rechnet mit Höchsttemperaturen von -10 bis -8 Grad im Mittelland. «So eine Kältewelle erleben wir etwa alle zehn Jahre.» Von einem Kälterekord ist die Schweiz aber noch weit entfernt: 1987 erreichten die Temperaturen Höchstwerte von nicht einmal -15 Grad.
Ukraine richtet Krisenstab ein
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Regionen gingen die Temperaturen am Dienstag auf minus 23 Grad zurück. Die meisten Todesopfer wurden erfroren auf den Strassen aufgefunden, wie das Katastrophenschutzministerium mitteilte. Einige starben in Krankenhäusern oder in ihren Wohnungen. Noch am Vortag hatten die Behörden die Zahl der Kältetoten mit 18 angegeben.
Die Regierung richtete einen Krisenstab ein, der rund um die Uhr tätig sein soll, wie die Nachrichtenagentur Unian berichtete. Rund 15.000 Betreuungsstellen für Obdachlose im Land wurden bereits eingerichtet. Sie bieten Gelegenheit zum Aufwärmen, heisse Getränke und Essen an. Für Obdachlose wurden zudem Hunderte beheizte Zelte aufgeschlagen.
27 Grad unter Null in Polen
Polen verzeichnete innerhalb von 24 Stunden fünf Todesopfer durch die Kälte. Die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 15 in den vergangenen vier Tagen, wie die Polizei mitteilte. Die Temperaturen sanken im Südosten des Landes auf 27 Grad unter Null, für die Nacht wurden sogar minus 29 Grad erwartet.
In Rumänien kamen nach Angaben des Gesundheitsministeriums innerhalb von 24 Stunden zwei Menschen in der Kälte ums Leben. Seit Beginn der Kältewelle starben acht Menschen. In Bukarest fiel die Temperatur in der Nacht auf 20 Grad unter Null. Die Moskauer Gesundheitsbehörde meldete ein Kälte-Opfer. Das russische Katastrophenschutzministerium veröffentlichte zunächst keine Angaben für das ganze Land.
Hunde in Schneenot: Nach einem Blizzard mussten in Rumänien Sträflinge ein Hunde-Asyl vom Schnee befreien.
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
(am/sda/dapd)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 59 Kommentare





























Unglaublich
Meine Güte, jetzt wird schon aus einer kleinen Kältewelle ein mediales Spektakel inszeniert. Voooorischt, Temperaturen unter Null Grad. Das ist lebensgefährlich. Aber diese Katastrophe ist ja schon Anfangs nächster Woche vorbei. Da haben wir ja nochmals grooooosses Glück gehabt...
sizilien noch warm
sizilien immernoch zwischen 10 und 20 grad :) ist aber auch eher untypisch für sizilien, letztes jahr gab es dort neujahr noch 30 grad..
Die Klimaerwärmung stockt ?
Die Klimaerwärmung stockt ? Ich denke mit solchen Temperaturen dürfte es jetzt wohl allen klar sein, dass das die Horrorszenarien von schmelzendem Eis und überfluteten Küsten nur geschürte Hysterie war, die die Leute dazu bringen sollte, zu CO2 Steuern einzuwilligen. Wir zahlen bereits CO2 Steuern, kommt jetzt die Wahrheit ans Licht?