Bis 50 cm Neuschnee

07. Dezember 2012 12:28; Akt: 08.12.2012 17:57 Print

Schneechaos verursacht Unfälle und Ausfälle

Wegen des grossen Schneefalls passierten allein im Kanton Bern 77 Verkehrsunfälle, eine Zuglinie musste gesperrt und zwei Cupspiele verschoben werden. In den Bergen herrscht massive Lawinengefahr.

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Diese drei Kinder sind die Stars der Sonntagspresse. Schön aber kalt: So präsentiert sich Gross (SZ) am Sonntagmorgen nach der kältesten Nacht des noch jungen Winters. Dieser Schneemann wurde am Samstag, 8. Dezember, mitten in Zürich gesichtet. Nein, auf dieser Bank hat niemand mehr Platz. Der Zürcher Löwe trägt temporär einen weissen Kopfschmuck. Am Samstag, 8. Dezember, präsentiert sich die Schweiz als Winterwunderland. Im Bild: Nax VS. Am Samstag, 8. Dezember, präsentiert sich die Schweiz als Winterwunderland. Blick auf ein verschneites Sarreyer VS. Grône VS. Wunderschönes Wetter herrscht am Morgen auch in Cheseaux-sur-Lausanne VD Villars-sur-Glâne FR. Goumoens-la-Ville (VD) Les Giettes VS. Leser-Reporter Janez sucht derweil sein Auto in Leuzigen BE. Schneepanorama in der Westschweiz. Leuzigen BE. Das Dach dieses Vogelhäuschens in Adliswil ZH hält der Schneemasse noch stand. Wolfwil (SO): Das wird wohl nichts mit dem Jacuzzi. Evionnaz (VS): Der sah am Freitag wohl noch etwas anders aus. Killwangen (AG): Dach des Gartenzelts durch Schnee arg ramponiert. Chesalles-sur-Oron (VD) Und leise rieselt der Schnee: In Sion, ... ...in Martigny, ... ... auf dem Flughafen Zürich, ... ... in Rossier, ... ... in Bern, ... ... in Basel, ... .... im Val-de-Travers, ... ... in Bellach, .... ... und in Montreux. Massenkarambolage in Zürich-Affoltern. Eine Person wurde mittelschwer verletzt. Ein besonders verworrener Autounfall ist in Zürich passiert. In Kollbrunn landet ein Auto im Graben. «In Oberwangen (BE) blockiert ein Lastwagen die Strasse», schreibt Leserreporter Schmidt. «Kurz nachdem es angefangen hat zu schneien, kolidierten drei Fahreuge», schreibt ein Leserreporter aus Höri. Auf der A7 richtung Frauenfeld kommen die Schneefahrzeuge nicht mehr mit Räumen mit. Die Autobahn ist voller Schnee. «Fahre mit höchstens 60 Km/h», schreibt dieser Leserreporter. «Dieses Auto konnte leider nicht mehr rechtzeitig halten», schreibt ein Leserreporter aus Leukerbad. Verletzt wurde zum Glück niemand. Am Genfer Flughafen haben alle Flüge 90 Minuten Verspätung. «Trotz Salz, untergelegte Ästen und einem Abschleppkran hat er sich seit einer Stunde nicht bewegt», schreibt eine Leserreporterin. Der Bus steht beim Coop-Parkplatz in Root. Dieser Lastwagen in Gutenswil ist den momentanen Strassenbedingungen nicht gewachsen. Bei diesen Bedingungen kann der Motor schnell überhitzen so wie hier in Perrin. Die Schneepflüge sind in vollem Einsatz. Hier auf der A13 bei Pfäffikon SZ. Kluge Entscheidung! Vom Auto auf die Skis umgestiegen. Leserreporter Severino Dahint schreibt: «Seit eineinhalb Stunden stehe ich unverändert vor dem Gubristtunnel» Überall in der Schweiz ereignen sich Unfälle mit Blechschaden. Ein LKW rutscht auf die andere Spur. Der Leserreporter Jeff Baer fotografiert vom Bus hinter dem LKW aus. «Sehr rutschig!» , schreibt Born Rino. In der Westschweiz hats bereits am Vormittag geschneit und dementsprechend sind die Strassenverhältnisse. «Aus zwei Spuren werden drei», schreibt Tiziana Ballabio. Es schneit und schneit: In Zürich Höngg steckt bereits ein 69-er Bus fest. Die gesamte Linie wurde wegen des Schneefalls eingestellt. Ebenfalls eingestellt sind die Buslinien 37, 80, 91 und 162. «Kein Durchkommen für den Linienbus 830 zwischen Pfäffikon und Uster» schreibt Leserreporter Paul Schafroth. Auch in Lausanne haben die Busse mit dem Schnee zu kämpfen. Auf den Strassen führt der Niederschlag zu einigen Problemen. Auf der Autobahn bei Mägenwil AG landet ein VW auf der Leitplanke. Frau Holle hat kräftig die Kissen geschüttelt - seit dem 5. Dezember sind die Dächer in Fribourg weiss. Auch die Besucher dieses Vogelrestaurants haben mit Schnee auf dem Dach zu kämpfen. Dieser Leserreporter schreibt von 23 cm Schnee auf seinem Balkon in Conthey (VS). In der Gemeinde Monthey im Wallis erschwert der Schnee die fahrt auf den Strassen. Dieser Leserreporter konnte dem Schnee nicht widerstehen. Er fuhr in der nacht auf den 6. Dezember auf den Allerheiligenberg in Solothurn. Im Kanton Fribourg ist der Schnee ebenfalls auf dem Vormarsch. In Kappel ist auch alles mit Schnee bedeckt. Am 5. Dezember sei in Zumikon der meiste Schnee gefallen, schreibt diese Leserreporterin In der Nacht auf den 6. Dezember hat es in Chamoson im Wallis nochmals 20 cm Neuschnee gegeben, schreibt dieser Leserreporter. «Schnee, Schnee, Schnee», schreibt titelt dieser Leserreporter zu seinem Bild.

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Die Schweiz liegt unter einer dicken Schneeschicht. Während der Niederschlag im Flachland und in den Bergen für ein weisses Panorama und Pulverschnee gesorgt hat, verursachten die Schneemassen auf den Strassen ein pures Verkehrschaos. Allein im Kanton Bern passierten von gestern auf heute mehr als 70 Verkehrsunfälle.

Die Kantonspolizei Zürich verzeichnete mehr als 30 Unfälle, im Kanton Solothurn knallte es rund 25 Mal und bei der Kapo Basel-Land gingen 10 Meldungen wegen Unfällen ein. In den meisten Fällen handelte es sich um Selbstunfälle oder leichte Auffahrkollisionen. Es blieb grösstenteils bei Blechschaden. In Zürich forderten zwei Unfälle fünf leicht- bis mittelschwer Verletzte, in Bern mussten bei zwei Unfällen insgesamt drei Personen ins Spital gebracht werden.

Zugausfälle im Kanton Bern

Der Grund: Viele Autofahrer passten ihre Fahrgeschwindigkeit nicht den winterlichen Strassenverhältnissen an oder verloren die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Auch in den Kantonen Baselland und Solothurn kam es infolge des andauernden Schneefalls zwischen Freitagmittag und Samstagmorgen zu Dutzenden Unfällen. In Liesberg BL wurden zwei Personen verletzt. Da sich tagsüber nur noch ein schneebedingter Unfall ereignete, teilte die Polizei Basel-Landschaft am Samstagnachmittag mit: «Insofern darf den Automobilistinnen und Automobilisten durchaus ein Kränzchen gewindet werden.»

Nicht nur der Strassenverkehr wird durch die Schneemassen behindert, auch der Schienenverkehr ist eingeschränkt: Wegen möglicher Lawinenniedergänge hat die Zentralbahn den Zugsverkehr zwischen Brienz und Interlaken Ost am Samstagvormittag eingestellt. Bis Sonntagmittag müssen die Reisenden auf Bahnersatz-Busse ausweichen. Auch die parallel verlaufende Kantonsstrasse ist zwischen Oberried und Ebligen wegen Lawinenniedergängen bis auf weiteres unterbrochen. Im Kanton Bern sind gemäss TCS noch weitere Strassen gesperrt.

Die Schneeräumungsequipen standen auf den Autobahnen und den wichtigsten Kantons- und Gemeindestrassen auch noch am frühen Samstagmorgen im Einsatz. Die Fussballplätze aber konnten nicht geräumt werden. So musste die Achtelfinal-Partie im Schweizer Cup zwischen Wohlen und Thun wegen unspielbaren Terrains verschoben werden. Auch in Kriens werden am Sonntag höchstens Schneebälle durchs Stadion fliegen. Das Spiel des SC Kriens gegen den FC Sitten wurde auf den Februar verschoben.

Es bleibt kalt

Kein Wunder bei diesen beachtlichen Schneemengen: Allein im Flachland wurden durchschnittlich rund 30 Zentimeter gemessen, so auch in tiefen Lagen. In den Bergen gar bis zu 50 Zentimeter. Am meisten Schnee vermeldete die Messstation auf dem Säntis. Dort wurden über 2 Meter Schnee registriert.

Für die Wintersportler bedeutet der Pulverschnee optimale Pistenverhältnisse. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit: Viele Orte liegen unter der Hochnebel-Decke. Wer an die Sonne will, muss deshalb ins Tessin oder Wallis reisen. «Im Süden ist es eindeutig am schönsten», sagt Adrina Müller von Meteonews.

Gemäss der Meteorologin bleibt uns die weisse Pracht noch eine Weile erhalten: Am Sonntagmorgen werden im Flachland vereinzelt Temperaturen von -10 und in den Kältelöchern der Schweiz sogar deutlich unter -20 Grad erwartet. Die Kälteperiode wird laut Meteonews bis Mitte nächster Woche anhalten. Im Flachland werden am Anfang der nächsten Woche Maximaltemperaturen von -3 Grad vorausgesagt.

Leichtsinnige lösen in Celerina Lawine aus

Wer den Pulverschnee auf zwei Kufen oder einem Brett geniessen will, sei gewarnt: In den Berner und Walliser Alpen herrscht grosse Lawinengefahr. Touren und Variantenabfahrten erfordern viel Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr und grosse Zurückhaltung, schreibt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF).

Der Beweis: Im Val dal Selin GR im Skigebiet Marguns lösten drei Leichtsinnige abseits der Piste eine grosse Lawine aus. Zwei der Tiefschneefahrer wurden teilverschüttet, konnten aber aufwändig gerettet werden. Sie wurden leicht verletzt ins Spital geflogen. Der Dritte hatte mehr Glück und rutschte auf dem 300 Meter breiten Schneebrett obenauf.

(dwi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zweiredfahrer am 08.12.2012 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Rudiratlos

    All die wunderbaren Fahrhilfen, den so ein modernes Fahrzeug nun bietet sin halt eben kein Freipass für sorgloses fahren. Auch wenn die heutige generation am verblöden ist bei all dem Schnickschnack; ein bisschen "Hirne beim fahre" ist immer noch zwingend...

  • Martin am 08.12.2012 04:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zeit für die dicken Schuhe!

    Jetzt hol ich gleich meine dicken Winterschuhe raus. Ich habe schon gedacht, dass ich die nie wieder brauche! Ich finds super. Endlich wieder mal Schnee und das bis ganz nach unten. Genial! Jetzt komme ich richtig in Weihnachtsstimmung. Wer jetzt irgendwo hinfliegt, wo's warm ist, der ist selber schuld! Ich liebe den Winter. Wenn nur die Tage nicht so kurz wären. Diese Atmosphäre!

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  • Handbremse am 08.12.2012 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Fahren im Schnee

    Amusant ist und bleibt, dass oft teure wagen in die Unfaelle verwickelt sind, sowie BMW X5 und VW Tuareg, am besten noch mit Allrad. Bremsen kann man halt auch da nur mit 4 Raedern, breite Pneus helfen schon gar nicht und mit viel Geld im Sack kann man auch nicht besser fahren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Antonia am 10.12.2012 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Glatt oder nur nass?

    Womit ich Mühe habe ist zu erkennen, ob es nachts bei Minustemperaturen einfach nur nass auf der Strasse ist oder eben doch glatt gefroren.

  • Thea W. am 09.12.2012 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Fahranfänger

    Bis jetzt 313 Superautofahrer hier im Forum. Habe mir jeden einzelnen Tipp gemerkt und bin auch bald richtig gut. Vielen Dank. Vor allem das mit dem Langsamfahren hat mich beeindruckt, vorausschauend zu fahren möchte ich jetzt auch lernen.

  • H.G am 09.12.2012 03:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Q7

    Ich fahre einen Audi Q7, bestes Auto bei solchem wetter. Er ist auch sonst der beste :) Super Auto! Kann ich euch anbieten..

  • winter am 08.12.2012 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bla bla bla

    Zu schnell fahren od zu langsam.... ihr habt alle nicht begriffen, dass es zu viele Autos auf der Strasse hat! Früher gab es auch viel Schnee aber nie so ein Chaos.

  • Peter Aebischer am 08.12.2012 23:28 Report Diesen Beitrag melden

    Arroganz hoch drei

    Es ist eine frage der Zeit und du wirst zu Fuss unterwegs sein ! Ich würde zu gerne darauf Wetten.

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