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Ab an die Sonne
12. Dezember 2012 19:11; Akt: 13.12.2012 12:19 Print
Schneehasen entscheiden spontan
Fast jeder Zweite entscheidet erst am Vorabend, wo es am nächsten Tag hingeht. Die Wintersport-Destinationen sind gefordert.

Here comes the Sun. Skifahrer gehen dorthin, wo die Sonne scheint. (Bild: colourbox)
Wohin in die Berge? Erstmals wurde im Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Tourismus Graubünden untersucht, wie sich das Wetter auf das Reiseverhalten von Skitouristen auswirkt. Und diese zeigt: 57 Prozent der Tagesausflügler wählen ihre Destination abhängig von der Wetterprognose.
Bildstrecken So teuer sind die Ski-Gebiete Graubünden Ferien hat zusammen mit SF Meteo ein neues Online-Wetter-Portal entwickelt und aufgeschaltet, mit dem man individuelle Wetterprofile (Geniesser, Snowboarder, Skifahrer, Individuell) erstellen kann. Die Wetterkarte bietet Überblick über 26 Bündner Destinationen. Damit erhofft man sich, spontane Sonnenanbeter auf die Bündner Pisten zu locken: «Bereits fünf Prozent mehr Gäste aus der Ostschweiz brächten jährliche Mehreinnahmen von 3,5 Mio. Franken», so Silvio Schmid, Präsident Bergbahnen Graubünden. hit www.wetter-graubuenden.chDabei sind sie keineswegs auf eine bestimmte Feriendestination fixiert. Fast jeder zweite gab an, bei der Auswahl seiner Winterdestination «sehr flexibel» zu sein (47 Prozent) und ihren Kurzaufenthalt «meist spontan» zu planen (45 Prozent). Und fast jeder zweite Tagesausflügler entscheidet erst am Vorabend, wo es am Folgetag hingehen soll (39 Prozent).
«Dass Tagestouristen derart spontan entscheiden und flexibel sind, hat uns überrascht. Wir haben erwartet, dass sich die Bindung an eine bestimmte Destination stärker äussert», sagt Studienleiterin Corinne Igel von GfK Switzerland.
Destinationen sind gefordert
Alain Suter von Schweiz Tourismus pflichtet bei: «Unsere Gäste entscheiden sich immer kurzfristiger für Ferien oder Freizeitausflüge. Dabei reisen sie weniger lang, dafür vielleicht aber mehrmals.»
Und diese Entwicklung hat Konsequenzen: «Die einzelnen Destinationen, sind gefordert, sich mit massgeschneiderten individuellen Angeboten darauf einzustellen», sagt Gieri Spescha von Graubünden Tourismus. Für Silvio Schmid, Präsident der Bündner Bergbahnen, ist klar: «Der Tagestourismus birgt grosses Potenzial».
(hit)
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