147 bis 530 Franken

29. November 2012 15:34; Akt: 12.12.2012 16:01 Print

So viel kostet ein Skitag

von S. Spaeth - 84 Stutz fürs Bett, 30 für den Skipass, 7 fürs Essen auf der Piste, 2 fürs Bier im Après-Ski – das kann kein Schweizer Skigebiet sein. Wo ist der Ski-Spass am günstigsten?

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Wer Ätna hört, denkt an Rauchsäulen, Asche und Lava. Doch der 3323 Meter hohe Berg auf Sizilien – Europas aktivster Vulkan – beheimatet im Süden auch ein Skigebiet mit fünf Transportanlagen. Was die Preise anbelangt, hat das südlichste aller europäischen Skigebiete die Nase vorn. So steht es jedenfalls im SkiTripindex 2012.

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Für den Index hat der Reiseinformationsdienst TripAdivsor die Kosten für Skipass, Skimiete, Burger und Pommes am Pistenrand sowie Hotel und Après-Ski in 43 Skigebieten in ganz Europa verglichen. Im Ätna-Skigebiet schlägt das Paket mit 122 Euro (146 Franken) zu Buche, was den Spitzenrang bedeutet. Richtig günstig sind mit 129 Euro bzw. 136 Euro auch die Regionen Bansko in Bulgarien sowie Astún in den spanischen Pyrenäen.

Erstaunlich ist: Gleich nach dieser Gruppe von Günstig-Skigebieten folgt eine ganze Reihe deutscher Destinationen, darunter klingende Namen wie Berchtesgaden oder Garmisch-Partenkirchen – beide bekannt aus dem Ski-Weltcup. Der Skitag mit Übernachtung und Ski-Miete kostet in Berchtesgaden laut SkiTripindex 170 Euro (204 Franken), was vierter Rang bedeutet. 204 Euro (245 Franken) sind es im auf dem Rang 8 liegenden deutschen Nobelskiort Garmisch-Partenkirchen.

Ischgl als teure Austria-Destination

Die preiswerteste Destination beim Schweizer-Wintersport-Erzfeind Österreich ist Mayrhofen mit Kosten von 248 Euro. Der Ort im Zillertal liegt auf Rang 20 und damit im Mittelfeld. Nur wenig teurer ist Sölden. Die wegen des Retenbach-Gletschers äusserst schneesichere Destination liegt auf Rang 23. Kostenpunkt: 272 Euro pro Skitag. Die teuerste Destination des Schweizer «Angstgegners» ist Ischgl auf Rang 36. Hier kostet der Trip 347 Euro.

In den Top Ten der teuersten Skigebiete am stärksten vertreten sind Destinationen aus der Schweiz (die in Sachen Qualität oft sehr gut abschneiden): Jeder zweite der teuren Orte liegt in unserem Land: Spitzenreiter ist St. Moritz mit 435 Euro (522 Franken), was dem Nobelkurort den drittletzten Rang einbringt. Würde die Schweizerische Nationalbank nicht die Untergrenze zum Euro verteidigen, stünde die Schweiz noch schlechter und läge weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Teure Hotels in Frankreich

Die rote Laterne geht an die französischen Orte Méribel (441 Euro), dicht gefolgt von Courchevel (440 Euro). Richtig teuer sind in Frankreichs Topdestinationen die Hotels; sie kosten rund dreimal so viel wie im deutschen Berchtesgaden oder Garmisch-Partenkirchen.

Betrachtet man die Kategorien getrennt, kommt die Schweiz schlecht weg. Den teuersten Skipass gibts in Zermatt (62 Euro/75 Franken), den teuersten Skiverleih in Klosters (52 Euro), das teuerste Essen am Pistenrand in St. Moritz (35 Euro). Und wie ist es beim Bier? Dort liegt mit 5.54 Euro Saas-Fee an der Spitze. Im Skigebiet Ordina Arcalis in Andorra – der in punkto Bier günstigsten Destination – kostet der Gerstensaft lediglich 1.50 Euro.

Teuer und günstig im Vergleich

(Quelle: Tripindex Ski 2012/13)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Island Guy am 03.12.2012 00:13 Report Diesen Beitrag melden

    Mehrwert

    Langweilig und kalt! Lieber irgendwohin wo es warm ist! Und da am Strand Cocktails schlürfen und Fisch essen. Das sind Ferien!

  • M.R. am 02.12.2012 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sich Organisieren von A-Z

    Es gibt doch kleine Skigebiete wo nicht immer so teurer sind und sich Organisieren wäre auch mal kein Thema. Anfagen bei sich selbst und weiter gehen.

  • Christine am 02.12.2012 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Teuer, na und?!

    Jaaaaa, wir wissen es langsam: Skifahren ist teuer! Aber alle die jetzt wieder jammern: Schon mal daran gedacht, was wir alles geboten erhalten? Toll praeparierte Pisten, komfortable Lifte, und und und... (Kann da leider nur die Schweiz beurteilen, aber wird wohl auch anderswo so sein...) So teuer es auch ist, es ist ein Luxus, den man sich leisten kann, wenn man will.. Ich leiste ihn mir jedenfalls (mit meinem Lehrlingslohn) gerne!

  • Daniel Hofmann am 02.12.2012 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Los mit den Schweizern?

    Hört doch mal auf zu Jammern! Immer dieser Vergleich mit dem Ausland! Die Preise Vergleicht man zu gern, die Gehälter dazu jedoch NICHT! Im Deteilhandel /Einzelhandel, verdient ein Verkäufer in DE ca. 1800 Euro Brutto im Monat, nach Abzug von Steuern und KK, bleiben so ca. 1200 Euro zum Leben. Im Schnitt kostet eine Wohnung Warm, 500 Euro, bleiben noch 700 Euro. In der Schweiz ist der Verdienst, mindestens 3800 CHF Brutto, sind so 3000 Euro, eine Wohnung kostet im Schnitt so 1200 CHF Warm, bleiben 2600 CHF, davon gehen zwar noch Steuern und KK ab, aber im Schnitt, bleibt dem Schweizer MEHR.

    • Sami_Klaus am 02.12.2012 10:42 Report Diesen Beitrag melden

      Zum Teil

      Zum Teil gebe ich Ihnen recht. Was man aber gerne vergisst, ist die Summe all der kleinen Abgaben, die hinzukommen, wie Kehrichtgebühren, TV-Gebühren etc... Die können sich dann eben auch rasch summieren.

    • Pedro Maleur am 02.12.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      falsches Zahlenspiel...

      CHF 1'200 im Schnitt für eine Wohnung in der Schweiz? Viel Glück bei der Suche! In der Aglomeration Zürich landen sie bei dieser Suche unter der Brücke!

    • Schm. Utzli am 02.12.2012 14:20 Report Diesen Beitrag melden

      Sie vergessen noch etwas:

      Für unseren Lohn haben wir eine höhere Wochenarbeitszeit und weniger Ferien und Feiertage. Wenn ich zudem mein Geld nur in der Schweiz ausgebe, habe ich am Ende des Monats sogar WENIGER!

    • Schwester Andrea am 02.12.2012 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      42-Std.-Woche Arbeit

      Schm. Utzli hat m.E. Recht. Die dummen Schweizer haben jetzt auch schon zu der 42-Std.-Woche zugestimmt und es geht nicht mehr lange, da sind wir auch in der "Idee EU" drin, werden noch mehr übers Ohr gehauen und müssen krüppeln bis wir sterben. Obschon laufend Stellen abgebaut und wir immer mehr Menschen werden. Da stimmt etwas einfach nicht, glaube ich zu wissen!

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  • sMami am 01.12.2012 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    Leider zu teuer

    Wir würden auch gerne als 4-köpfige Familie unseren Kindern die Möglichkeit geben, Skifahren zu lernen. Leider ist eine Woche Skiferien mit Kinderskischule gleich teuer, wie ein dreiwöchiger Sommerurlaub?! Und da haben wir noch keine Halbpension oder das Skibillet für meinen Mann mit gerechnet...

    • Tutti-Frutti am 02.12.2012 21:29 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo Mami,

      wenn Du wirklich Deinen Kindern das Skifahren beibringen willst und es mangelt am Geld, dann tritt einem der vielen Skiclubs mit eigener Skihütte bei. Dort kannst Du fast Umsonst Skiweekends oder Ferien verbringen und die Clubs bieten meist über die sogenannte Jugendorganisation (JO) Skischule durch ausgebildete J+S-Leiter an. Wäre vielleicht eine Idee??

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