Sturmtief

22. Januar 2012 08:30; Akt: 22.01.2012 08:31 Print

Turbulente Nacht mit GiselaTurbulente Nacht mit Gisela

In der Nacht auf Sonntag ist ein Wintersturm über die Schweiz gefegt. Auf den Bergen wurden Orkanböen gemessen. Aber auch im Flachland blies Tief «Gisela» mit fast 100 km/h.

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Aus diesen Fenstern sieht man nicht mehr viel! In der Nacht auf den 22. Januar 2012 tobte sich Sturmtief «Gisela» aus. Es wehte den Schnee ans Haus. Schnee in Hülle und Fülle in Guttet-Feschel VS am 21. Januar 2012. Kinderarbeit in Savognin GR... ...und gleich nochmals. Sieht hier jemand ein Auto?? Eingeschneit: Lauchernalp VS... ...und mit ein paar Sonnenstrahlen am Nachmittag. Flims-Waldhaus fest in der Hand von Frau Holle. Knusper, knusper, Knäuschen - wer knuspert an meinem Häuschen? Gut möglich, dass sich Hänsel und Gretel in diesem zugeschneiten Waldhaus verstecken. «So viel Neuschnee ist hier höchstens im Jahrhundertwinter 1999 gefallen», sagt Leser-Reporter Peter Steinbacher, der in Vättis SG auf 950 Meter über Meer wohnt. Da reicht ein handelsüblicher Eiskratzer wohl nicht mehr aus, um dieses Auto fahrtüchtig zu machen. Leser-Reporter Maurice Von Oppersdorff hat diesen Schnappschuss eingesandt. Hausmeister Pfister aus Obersaxen hat ganze Arbeit leisten müssen, um sich einen Weg freizuschaufeln. Dieser Herr versuchte es mit Motorenkraft. Ganz schön zugeschneit war auch das Haus von Hans Rudolf Mosimann auf der Lenzerheide. Schnee, Schnee und nochmals Schnee heisst es in Flims. Wenigstens ist beim Haus von Roman Defuns in Trun der Weg noch einigermassen begehbar. So präsentierte sich heute Morgen der Bahnhof in Andermatt. Aufgenommen in Amden oberhalb vom Walensee. Auch in Albinen im Wallis ist reichlich Schnee gefallen. Dieser Pavillon in Pfäfers ist unter der Last der weissen Pracht kurzerhand zusammengebrochen.

Bereits vor Sturmtief «Gisela» gab es in der Nacht auf Samstag in höheren Lagen überdurchschnittlich viel Neuschnee.

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Die Nacht auf Sonntag ist in der Schweiz dank dem Sturmtief «Gisela» turbulent gewesen. Auf den Bergen gab es Orkanböen. Am stärksten blies der Nordwestwind auf dem Pilatus und dem Säntis mit Böen von 140 bis 145 km/h, wie SF Meteo meldete.

Aber auch auf den Jurahöhen wie dem Chasseral sowie auf Hügeln im Mittelland wie dem Bantiger oder dem Uetliberg und den Voralpengipfeln mit Napf und Hörnli tobte «Gisela» mit Böen von 100 bis 120 Kilometern pro Stunde.

Nicht nur in der Höhe

In den Tälern ging es auch stürmisch zu und her: Giswil in Obwalden und Altdorf am Urnersee meldeten Böen von über 80 Kilometern pro Stunde, in Herisau im Appenzellerland reichte es für knapp 90 km/h.

Turbulent ging es auch im Flachland zu und her: Hier wurden verbreitet Maximalböen von 60 bis 80 Kilometern pro Stunde erreicht. In der Region Olten und in St.Gallen gab es sogar 80 bis 85 km/h.

Eingeschneite Alpen

Tief verschneit präsentiert sich derzeit die Alpenregion. Zu den kräftigen Schneefällen von Freitag und Samstag sind in der Nacht auf Sonntag noch ein paar Zentimeter dazugekommen. Am Sonntagmorgen meldete das bündnerische Arosa 18 Zentimeter, Blatten im Wallis 13 Zentimeter und Andermatt in den Urner Alpen 6 Zentimeter Neuschnee.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnt vor erheblicher bis grosser Lawinengefahr. Entsprechend sind einige Verkehrswege gesperrt, und es herrschen verbreitet winterliche Strassenverhältnisse.

Es bleibt unbeständig

Am Sonntag fällt nur noch wenig Niederschlag. Vor allem die zentralen und östlichen Berge bekommen oberhalb von 800 Metern noch etwas Neuschnee dazu.

Der Westwind hat sein Maximum bereits in der Nacht auf Sonntag erreicht. Tagsüber bläst er im Flachland noch mässig bis stark weiter, während in der Höhe immer noch Sturmböen dabei sind. Zum Anfang der neuen Woche kommen weitere Störungen, es bleibt unbeständig.

(sda)

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  • Kenny Achteins am 22.01.2012 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Trotzdem schön

    Whistler Mountain z.B. wird jedes Jahr mit riesigen Schneemengen gesegnet, da die Feuchtigkeit vom Pazifik her kommt. In diesem Zusammenhang kann man sich schon vorstellen, dass gerade die grossen Mengen Schnee auch mit einer Erwärmung der Atmosphäre (und dadurch grössere Mengen Feuchtigkeit) zusammenhängen kann. Trotzdem freue auch ich mich über den Superwinter.

  • Pierre am 22.01.2012 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Turbulente Nacht ...Verstehe ich gut,

    Verstehe ich gut, ich hab auch einmal eine Gisela gekannt

  • Tim am 22.01.2012 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erwärmung in Meter messbar

    Die müssen jetzt mehrere Meter Klimawrwärmung wegschaufeln! ;-)

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