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Klirrende Kälte
06. Februar 2012 12:33; Akt: 06.02.2012 12:54 Print
Wenn die Züge im Depot einfrieren
Die eisige Kälte hat am Montagmorgen auch den SBB zugesetzt. Im Pendlerverkehr mussten Weichen mit Bunsenbrennern enteist und eingefrorene Zugkompositionen im Depot stehen gelassen werden.
Eingefrorene Weichen, Schienenbrüche, ausgefallene Klimaanlagen - die Liste der Kältefolgen bei den SBB ist lang. Wie SBB-Sprecher Reto Kormann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, mussten insbesondere in der Region Genf eingefrorene Weichen mit Bunsenbrennern enteist werden: «Eine Sisyphusarbeit.»
Bildstrecken Wer hat den kältesten Job der Schweiz?Der Frost hat die Schweiz im GriffAuf dem Zürcher S-Bahn-Netz konnten einige Zugkompositionen gar nicht erst in Betrieb genommen werden. Laut Kormann waren sie wohl über das Wochenende im Depot eingefroren und mussten enteist werden, damit beispielsweise die Türen wieder geöffnet und die Kupplungen in Betrieb genommen werden konnten.
Wie viele Verbindungen davon betroffen waren, war am Montagmorgen noch nicht bekannt. Klar war aber, dass mit der S12 von Winterthur ZH nach Brugg AG auch einer der meistbenutzten Pendlerzüge der Schweiz betroffen war. Sie wurde zum Teil mit weniger Wagen geführt, weshalb Passagiere nicht mehr in die überfüllten Züge einsteigen konnten.
Kein Strom auf der Welle
Im Bahnhof Bern war am Morgen etwa um 8 Uhr für 15 Minuten der Strom auf Seite der «Welle» unterbrochen. Die Ursache war zunächst unklar. Laut Kormann funktionierten in dieser Zeit unter anderem Rolltreppen nicht. Eine Person blieb zudem im Lift stecken.
Mehr Glück hatten Pendlerinnen und Pendler im Intercity von Zürich nach Bern: Weil die Klimaanlage in einem Wagen der zweiten Klasse ausgefallen war, durften die Passagiere der zweiten Klasse ohne Aufpreis in die erste Klasse wechseln. In solchen Fällen sei das Zugpersonal angehalten, nach «gesundem Menschenverstand» zu urteilen, sagte Kormann.
Trotz des Ärgers: Gravierende Konsequenzen für den Bahnverkehr hatten die Vorkommnisse offenbar nicht. Laut Kormann fuhren einzelne Züge mit Verspätungen von bis zu 25 Minuten. Um 10 Uhr habe sich jedoch alles wieder eingependelt - seither laufe der Betrieb grösstenteils normal.
(sda)
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Alle 66 Kommentare





























Oh schreck!
Wir sollten endlich lernen mit der natur zu leben, und zu verstehen das auch die modernste technik zeitweise keine chance gegen die natur hat. Wenn die pendler das nicht begreifen sollen sie doch ein auto kaufen und im stau stehen!
Eiskalt erwischt-eiskalt Preise erhöhen
Soviel mal zum Thema Service u öffentlichem Verkehr. In einem alpinen Land, wo Schnee u Kälte quasi bekannt sind, bekommt ein Unternehmen wie die SBB es nicht hin, in dieser kalten Zeit die Züge fahrtauglich zu machen und für einen reibungslosen Ablauf im Berufsverkehr zu sorgen. Aber eiskalt Stellen abbauen, Löhne senken, Pensionskassen steichen u Tickets im Laufschritt erhöhen, das funktioniert auch ohne Bunsenbrenner.........
Bis 25min?
Luzern-Bern hatte 38min Verspätung am Montagmorgen...