Retro-Trend in Skigebieten

09. Februar 2010 16:06; Akt: 09.02.2010 16:06 Print

«Kommen Snowboarder, spielen wir Ländler»«Kommen Snowboarder, spielen wir Ländler»

von Felix Burch - Immer schneller, immer grösser, immer lauter und immer moderner. So lässt sich die Entwicklung der letzten Jahre in den Schweizer Skigebieten zusammenfassen. Auf der Schatzalp fährt man jetzt eine Gegenstrategie - mit Erfolg.

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Zurück in die Zukunft: Auf der Schatzalp geht es gemütlich zu wie vor 50 Jahren - zumindest ist das die Vision der Bergbahnbetreiber.

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Ländlermusik, Liftpersonal, das SKA-Mützen trägt und Brissago raucht, unpräparierte Pisten, langsame Lifte und reiner Naturschnee. Dies ist nicht etwa ein historisches Bild aus Schweizer Skigebieten, dies ist eine Momentaufnahme vom Skigebiet Schatzalp-Strela ob Davos. Seit dem 19. Dezember vergangenes Jahres ist die Schatzalp wiedereröffnet worden unter dem Namen «Slowmountain». Auf der Schatzalp ist man stolz, das wohl erste entschleunigte Skigebiet des Landes zu sein. «Unsere Philosophie ist bewusst die Langsamkeit», sagt Pius App, Mitbesitzer der Schatzalp. Es gebe genug Leute, die sich in den Skiferien und an den Skiwochenenden erholen und entspannen wollen. Dies sei in Skigebieten, in welchen laute Musik aus den Lautsprechern schallt, Après-Ski-Parties gefeiert werden und Raser die Pisten unsicher machen, nicht mehr möglich. «Bei uns werden Pistenraser deshalb gezielt entfernt», so App, zudem werde die Ländlermusik einfach lauter aufgedreht wenn sich zu viele Snowboarder auf dem Berg befinden, fügt App schmunzelnd hinzu.

Langsamkeit als Gegentrend

Die Zielgruppe der Schatzalp sind die Babyboomer; Leute, die es gerne gemütlich nehmen. «Bei uns fahren wieder Leute Ski, die vor einigen Jahren aufgehört haben, weil sie Angst hatten», sagt App. Skifahrer in Ausrüstungen, wie es sie nur noch im Museum gebe, seien keine Seltenheit. Junge Familien schätzen das Angebot ebenfalls. Daniela Bär von Schweiz Tourismus stellt bereits eine Art Interview mit 20 Minuten OnlineGegentrend zu den Ballermann-Gebieten mit den Schnellpisten fest. «Ruhe, Authenzität oder auch ein kulinarisches Angebot aus der Region, das sind Werte, die im Kommen sind», so Bär. Nebst der Schatzalp seien auch andere Skigebiet auf die Bewegung aufgesprungen, mehrere bieten so genannte Chillout-Pisten an, wo langsam gefahren werden soll. Diesen Retro-Trend bemerkt auch Schweiz Tourismus: «Das Alte ist total trendy. Deshalb stellen wir auch alte, gemütliche Berghütten in der Kommunikation so heraus.

Bei zu vielen Gästen werden Lifte abgestellt

Die Strategie scheint sich zu bewähren. «Die Idee funktioniert, wir sind sehr zufrieden mit den ersten Zahlen», sagt App. Zu erfolgreich will man auf der Schatzalp dann aber auch nicht werden. «Da wir keine überlaufenen Pisten wollen, behalten wir uns vor, bei zu vielen Gästen die Lifte abzustellen», so App. Dies ist übrigens auch bei ganz schlechtem Wetter, Sturm oder zu wenig Schnee der Fall - weil dann Skifahren ja ohnehin keinen Spass mache.

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  • tom silver am 19.02.2010 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    mir gefällts

    Wems auf den schweizer Skipisten nicht passt soll einfach zu hause bleiben, dann hats für uns wieder mehr platz, aight. Snowboarding is a Lifestyle!

  • noch ein Snowboarder am 18.02.2010 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ist ja wiedermal klar...

    ..die bösen Snowboarder. Sorry aber was hat das eine mit dem anderen zu tun. Unpräparierte Pisten find ich super, auch Ländner passt in die Berge. Aber das mit "Raser, alle Boarder hören HipHop, Lifte schliessen" ist ja einfach lächerlich. Ich gehe Snowboarden weil es meine Leidenschaft ist, und nicht um irgendwelche Vorurteile auszuüben. Ihr solltet lieber die Ski in den Keller stellen und euch einen Schlitten kaufen. Cheers

  • noch ein surfer am 17.02.2010 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    dort hin gehen wo alle willkommen sind

    wir waren am wochenende auf dem stoos. dort hatte es pisten für alle und wir hatten das gefühl, dass alle willkommen sind, vom snowboarder bis zum skifahrer und vom kleinkind bis zum opa...wir gehen wieder dort hin, denn von gezieltem aussortieren von snowboardern halten wir nichts.

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