Traumbedingungen

02. Januar 2011 17:18; Akt: 02.01.2011 17:44 Print

Tagesausflügler stürmen die WintersportorteTagesausflügler stürmen die Wintersportorte

Blauer Himmel und Schneeberge haben über die Festtage Zehntausende in die Berge gelockt. Besonders Tagesausflügler sorgten bei den SBB für einen neuen Umsatzrekord.

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Die Schweizer Wintersportorte, wie hier Arosa, waren über die Festtage überaus gefragte Reiseziele. (Bild: Keystone)

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Die idealen Wetterbedingungen haben den Bergbahnen in der vergangenen Woche gute bis sehr gute Umsätze beschert. Das lag nicht zuletzt an den vielen Tagestouristen, die den Weg in die Berge fanden. Davon profitierten auch die SBB mit ihrem «Snow'n'Rail»-Angebot. Wieviele der kombinierten Bahn- und Skibillette im Jahr 2010 verkauft worden sind, konnte SBB-Sprecher Christian Ginsig am Sonntag nicht sagen. Insgesamt knackten die SBB mit dem ganzen Freizeitangebot «RailAway» die Zwei-Millionen-Grenze. «Das ist ein neuer Rekord», hielt Ginsig fest. Neben den Ski-Angeboten seien auch die Messe- und Weihnachtsmarkt-Angebote sehr beliebt gewesen.

«Die Wintersportorte haben von nahezu perfekten Wetterbedingungen über die Festtage profitiert», zog Daniela Bär, Sprecherin von Schweiz Tourismus, eine «gute, solide» Festtagsbilanz. Der frühe Schnee habe für gute Pistenverhältnisse gesorgt und die Leute im Unterland zum Skifahren animiert.

Weniger Hotelgäste aus der EU

Etwa auf dem Vorjahresniveau blieb die Auslastung der Hotels und Ferienwohnungen in den Wintersportorten, wie Bär sagte. Die guten Pisten und das Traumwetter konnten jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass weniger Gäste aus dem Euro-Raum ihre Weihnachtsferien in den Schweizer Bergen verbrachten.

«Besonders die Hotels spüren den starken Franken» sagte Bär. Ebenfalls schlecht fürs Geschäft der Hoteliers war die Verteilung der Festtage über die Wochenenden: Weil viele Leute eine ganze Woche Ferien hätten nehmen müssen, blieben sie zu Hause und nahmen einzelne Tage frei.

Das Phänomen war auch im Wallis spürbar: Etwa in Nendaz blieben die Gäste weniger lang als in den Vorjahren, wie Bergbahn-Direktor Frédéric Glassey sagte. Dennoch konnten die Bergbahnen den Umsatz fast halten. Auch in Engelberg sind «etwas weniger» Feriengäste über die Festtage geblieben, wie Peter Reinle, Sprecher der Bergbahnen Titlis Rotair, sagte.

Zufriedene Bergbahnen

Dafür verzeichneten die Engelberger Bergbahnen ein Umsatzplus von «rund zehn Prozent» zwischen Weihnachten und Neujahr. Im Vorjahr zählten die Bergbahnen Titlis Rotair vom 24. Dezember bis am 2. Januar rund 53 000 Gäste. Dieses Jahr seien es rund 59 000, hielt Reinle fest.

Zufrieden zeigten sich auch die Bergbahnen Graubünden: «Nach einem verhaltenen Start können wir seit dem 27. Dezember auf hervorragende Wintersporttage zurückblicken», heisst es in einer Mitteilung.

Auch die Hotels und Ferienwohnungen seien etwa gleich gut besetzt wie im Vorjahr, sagte ein Sprecher. Ähnlich tönt es aus Gstaad: «Wir sind auf Vorjahreskurs», sagte Kerstin Sonnenkalb von Gstaad Saanenland Tourismus.

Noch einmal Traumwetter

Zum Abschluss der Festtage fanden die Wintersportler an Silvester und am Neujahrstag in den Bergen noch einmal ideales Wetter vor mit Sonne und milden Temperaturen. Die Nullgradgrenze lag bei rund 2000 Metern, wie Eugen Müller, Meteorologe bei MeteoSchweiz, sagte. Im Unterland, unter der dicken Nebeldecke, lagen die Temperaturen zwischen -1 und 2 Grad.

Der an Weihnachten gefallene Schnee ist im Flachland ganz oder auf nur noch wenig Zentimeter zusammengeschmolzen. Weiss war es in der Höhe: In Adelboden BE waren es 26 Zentimeter, in Ulrichen im Oberwallis 63, in Blatten VS im Lötschental 51, in Samedan im Oberengadin 30 und auf dem Grimselpass 140 Zentimeter.

Wer sich am Neujahrstag von der Silvesternacht erholen musste, konnte ebenfalls profitieren: Am 1. Januar erlebte die Schweiz den spätesten Sonnenaufgang des ganzen Jahres, wie SF Meteo mitteilte. Etwa in der Region Zürich ging die Sonne erst um Viertel nach 8 Uhr auf.

(sda)

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