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Oberflächlich gelernt
17. Januar 2012 22:58; Akt: 18.01.2012 11:09 Print
Faule Studenten schreiben die besseren Noten
von Simona Marty - Eine Studie belegt: Faule Studenten schneiden bei Prüfungen besser ab als Streber. Schweizer Professoren kritisieren das strategische Lernen jedoch: Rasch Gelerntes ist auch rasch wieder vergessen.
Das Semester ist vorbei und viele Studenten stecken mitten im Prüfungsstress. Doch stundenlanges Auswendiglernen muss gar nicht sein: Eine neue Studie aus Deutschland belegt, dass faule Studenten oftmals besser abschneiden als ihre strebsamen Kollegen.«Oft waren die, die am wenigsten Zeit investiert hatten, sogar am exzellentesten», sagt Studienleiter Rolf Schulmeister gegenüber Zeit online. Mit geringem Aufwand zu den besten Noten – wie soll das funktionieren? Die Studienantwort scheint simpel: mit Strategie und fokussiertem Lernen.
Dank strategischem Lernen weniger Prüfungsstress.
Der Schweizer Lerncoach Martin Dünki bestätigt den Befund: «Für den Lernerfolg ist es das Wichtigste, dass man sich auf das Wesentliche beschränkt und sich zuvor genau überlegt, was überhaupt relevant ist.» So hatten in der Studie die erfolgreichen Studenten zwar insgesamt am wenigsten Zeit aufgewendet, diese aber hatten sie je nach Schwierigkeit der Prüfungen genau aufgeteilt. Walter Herzog, Direktor des Instituts für Erziehungswissenschaften an der Universität Bern, stellt diesen Trend auch in der Schweiz fest. «Die Bologna-Reform fördert das fokussierte Lernen. Dies kann zu kurzfristigen Erfolgen führen, für das Aneignen von nachhaltigem Wissen habe ich aber meine Fragezeichen.» Dem pflichtet Pädagogikprofessor Roland Reichenbach bei: «Wenn man nur oberflächlich lernt, kann man mit strategischem Geschick manchmal gute Noten erreichen, aber das so Gelernte ist nach kurzer Zeit meist wieder vergessen.»
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Alle 93 Kommentare

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Ist doch egal! Nur das Papierchen zählt
In den seltensten Fällen muss man das Wissen genua rezitieren können, es geht darum, dass man das Thema vielleciht schon kennt. Viel wichtiger ist das Papierchen mit der Aufschrift "Diplom" oder "bestanden". Schlussendlich wird nur auf das geschaut... Können? Nicht so wichtig...
Andere Meinung
Haben die werten Studienleiter auch daran gedacht, dass diese Studenten nicht faul sondern einfach intelligenter sein könnten als die "fleissigen" Kommilitonen. Dass es im Studium nicht darum geht, den fleissigen zu belohnen sondern den intelligenten? Und was soll an fokussiertem Lernen schlecht sein? Die wesentlichen Zusammenhänge zu kennen und zu verstehen ist doch viel nachhaltiger als Zitat: "stundenlanges Auswendiglernen" das man viel schneller wieder vergisst. Details kann man Nachschlagen, Verständnis nicht!
Nie und nimmer
Das will ich sehen, wie man ohne zu lernen eine Prüfung von Prof. Dr. Prof. h.c. Dr. h.c. mult. Thom an der Uni Bern bestehen will (von einer guten Note ganz zu schweigen). Aber auch bei den restlichen Prüfungen wird man definitv bessere Noten haben, wenn diese gelernt werden.
"gefällt mir"
Stimmt absolut! Ohne lernen besteht man auf keinen Fall diese Prüfungen von oben genanntem Prof. Wir sprechen aus Erfahrung.