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Studentenecke
02. August 2011 19:23; Akt: 02.08.2011 19:29 Print
GWG isst Schweizer Äpfel!
von Silvan Rosser - Ich gehöre zur GWG – zur Global Warming Generation. Wenn du das grelle Licht der Welt nach 1987 erblickt hast, gehörst auch du dazu.
Wir sind die Generation, die kein konstantes Klima kennt. Dafür kennen wir die seit unserer Geburt nur nach oben gebogene Temperaturkurve. Unsere Kindheit war durch schneearme Winter geprägt, mit Hitzesommern sind wir aufgewachsen. Die berühmte Klimanorm ist der GWG nicht bekannt – «normal» interpretieren wir anders. So bin ich letzte Woche durch die Migros spaziert – mit einem kleinen, gesunden Hunger im Bauch. Im Innenohr flüsterte mein Gewissen: «An Apple a Day Keeps the Doctor Away.» Für 3. 40 Franken pro Kilo fand ich Gala-Äpfel. Mit 40 Rappen kann ich also den kleinen Hunger mit einem Apfel vertreiben und bleibe gesund. Doch Moment mal – Gala-Äpfel aus Neuseeland? Ich lege den goldroten Apfel zurück und greife in den Korb nebenan. Pink Lady aus Chile für 50 Rappen, eher nicht. Braeburn aus Neuseeland, auch nicht. Granny Smith für 35 Rappen aus Südafrika, geht gar nicht. Jazz, wieder aus Neuseeland, für 50 Rappen, schon gar nicht. Hallo? Wo sind die Schweizer Äpfel? Weil sie geschmacklich besser sind als die Äpfel aus der Südhemisphäre und vor allem viel weniger CO2-intensiv produziert sind als ihre weit gereisten Konkurrenten, esse ich wie Wilhelm Tell nur Schweizer Äpfel. Das machen wir von der GWG so, oder? «Eat Local, Save the Climate.»
Silvan Rosser studiert im 7. Semester (Master) Umweltwissenschaften an der ETH Zürich.
Ich wünsche allen, die den Sommer in der Schweiz verbringen, schöne Ferien. Ich fliege jetzt nach Neuseeland und verkaufe dort die Schweizer Golden Delicious zu 2. 20 Franken das Kilo, denn dieser Apfel ist bei uns auch im Hochsommer erhältlich. www.metheo.ethz.ch – Because the Climate Is Changing.

























