Konferenz eröffnet

23. Juli 2012 05:54; Akt: 23.07.2012 08:53 Print

Aids im Zeitalter der Eurokrise

Mit einem eindringlichen Plädoyer gegen Nachlässigkeit im Kampf gegen HIV ist in Washington die Internationale Aids-Konferenz eingeläutet worden. Ein Prominenter fehlte allerdings auf der Teilnehmerliste.

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Zuversicht zum Auftakt der Welt-Aids- Konferenz: Unter dem Motto «Gemeinsam das Blatt wenden» sind 25 000 Teilnehmer am Sonntag in Washington in das sechstägige Treffen gestartet.

«Wir können Aids jetzt als etwas betrachten, das wir wirklich kontrollieren können», sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim bei der offiziellen Eröffnungsfeier am Sonntagabend (Ortszeit). «Ich verspreche, dass die Weltbank unermüdlich im Kampf gegen Aids mitarbeiten wird, bis wir gewonnen haben.» Kim ist der erste amtierende Weltbank-Präsident, der bei einer Aids-Konferenz aufgetreten ist.

Anstelle von US-Präsident Barack Obama sprach dessen Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius. Obama hatte seine Teilnahme im Vorfeld des Treffens abgesagt und dafür scharfe Kritik von Aids-Aktivisten geerntet.

«Wir haben grosse Fortschritte gemacht, aber es bleibt noch viel zu tun. Lasst es uns gemeinsam anpacken», sagte er in einer kurzen Videobotschaft, die auf der Webseite des Weissen Hauses veröffentlicht wurde. Anders als zunächst angekündigt wurde das Video aber nicht auf der Eröffnungsfeier gezeigt.

«Wir können das schaffen»

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erinnerte in einer Videobotschaft bei der Zeremonie an die vom HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) angepeilten Ziele: Bis 2015 sollen HIV-Neuinfektionen halbiert, 15 Millionen Infizierte behandelt und keine Babys mehr mit HIV geboren werden.

«Wenn wir uns jetzt neu fokussieren, unsere Anstrengungen auffrischen und die Investitionen erhöhen, dann können wir das schaffen», sagte Ban.

Zuvor hatte die Hollywood-Schauspielerin Sharon Stone die iranischen Brüder, Aids-Forscher und Menschenrechtsaktivisten Arash und Kamiar Alaei mit dem neugeschaffenen Elizabeth-Taylor-Preis der Stiftung für Aids-Forschung (amfAR) ausgezeichnet.

Zunehmende Resistenz

Themen der Konferenz werden vor allem die Finanzierung der Behandlung und Vorbeugung von HIV sowie neue Ergebnisse der Forschung sein. Besonders auf den Gebieten der Impfung und Prävention sind den Experten zufolge in jüngster Zeit grosse Fortschritte erzielt worden.

Sorgen bereiten aber die zunehmende Resistenz gegen HIV-Medikamente und steigende Infektionszahlen in Zentralasien, Osteuropa, dem Mittleren Osten und Nordafrika. Als Reaktion hatte Ban in der vergangenen Woche den ehemaligen Direktor des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, Michel Kazatchkine, als HIV/Aids-Sondergesandten für Osteuropa und Zentralasien eingesetzt.

Auch die Eurokrise beunruhigt die Experten. Sie fürchten, dass Länder, in denen die Wirtschaft kriselt, ihre finanziellen Versprechen nicht einhalten könnten. Jährlich fehlen rund sieben Milliarden Dollar im Kampf gegen HIV.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Christa am 23.07.2012 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Obama tröstet Angehörige

    Obama war in Colorado und hat sich um die Angehörigen der Opfer des Amoklaufs gekümmert. Wer will ihm das vorwerfen? Etwa die Republikaner, welche New Orleans damals jämmerlich im Stich liessen?

    • Nebula am 24.07.2012 11:32 Report Diesen Beitrag melden

      Im Falschen Film

      Was hat der Amoklauf in Colorado mit AIDS zu tun?

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