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Neue Aids-Kampagne
12. Oktober 2012 12:52; Akt: 12.10.2012 14:33 Print
Sprich darüber - egal wie
25 Jahre, nachdem Tagesschau-Moderator Charles Clerc erstmals ein Kondom in die Kamera gehalten hatte, heisst es jetzt: «Du kannst es nicht ewig verstecken - sprich über Geschlechtskrankheiten.»
«Im Minimum ein Gummi drum», «Ohne Dings kein Bums» und «Damit aus Spass nicht Ernstli wird». Die Slogans der «Stop Aids»-Kampagne haben sich ins kollektive Gedächtnis der Schweiz eingebrannt. Doch das ging nicht ohne Anstrengung. Vor 25 Jahren, als das HI-Virus auch in der Schweiz immer mehr Menschenleben forderte, startete das Bundesamt für Gesundheit BAG die «Stop Aids»-Kampagne.
Infografik Tödliche Krankheit AidsEpidemien«Dieses kleine Ding kann also über Leben und Tod entscheiden, daran ändern weder erotische noch ästhetische oder moralische Bedenken etwas.» Mit diesen Worten stellte Moderator Charles Clerc in der Tagesschau vom 3. Februar 1987 erstmals ein Kondom vor und hielt es in die Kamera. Das verhalf der BAG-Kampagne zu einer breiten Öffentlichkeit.
Seither hat das BAG jedes Jahr mit neuen Sujets auf das Thema aufmerksam gemacht. Das BAG betont, dass die Schweiz das einzige Land sei, das die Bevölkerung seit 1987 jedes Jahr mittels Kampagne über HIV und Aids aufklärt und die Safer-Sex-Regeln in Erinnerung ruft: «Eindringen immer mit Gummi», «Sperma und Blut nicht in den Mund» und «Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt».
Unvergessen: Charles Clerc zeigt vor laufender Kamera einen Pariser:
(Video: Schweizer Fernsehen)
Die ursprünglich nur auf HIV und Aids fokussierte Kampagne thematisiert heute auch andere sexuell übertragbare Krankheiten. Jetzt, 25 Jahre nach der Lancierung der «Stop Aids»-Kampagne, geht «Love Life» in eine neue Runde. Mit dem Slogan «Du kannst es nicht ewig verstecken - sprich über Geschlechtskrankheiten» werden Personen mit Geschlechtskrankheiten dazu aufgefordert, ihre Sexpartner darüber aufzuklären.
So könnten auch diese sich testen und allenfalls behandeln lassen, teilte das BAG am Freitag mit. Auch wenn es den Betroffenen nicht immer leicht falle, über solche Diagnosen zu sprechen, sei Information wichtig. Auch unbemerkt könnten Geschlechtskrankheiten zum Teil gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Und selbst wenn jemand keine Symptome habe, könne sie oder er die Infektion weitergeben. Die Kampagne richtet sich an die sexuell aktive Bevölkerung generell, aber auch an Betroffene und Fachpersonen, so das BAG.
«Juckt's? Dann bitte zum Arzt»
Einer der Werbespots aus dem Vorjahr (Video: Youtube/checkyourlovelife)
In einigen Wochen soll dann der zweite Slogan der neusten Kampagne des BAG, der Aids-Hilfe Schweiz und der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz folgen: «Sag es, wie du willst, aber sag es...». Den Werbespot dazu können Sie hier schon einmal ansehen.
(Video: Youtube/checkyourlovelive)
Die weiteren Spots gibt es hier.
Ehrgeiziges Ziel bis 2017
Die neue «Love Life»-Kampagne gehört zur Umsetzung des neuen Nationalen Programms HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen 2011-2017. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis 2017 sollen sowohl die HIV-Ansteckungen als auch die sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis oder Chlamydiose halbiert werden.
Das sei nur möglich, wenn die infizierten Personen vermehrt ihre Partner informieren, sagen die Kampagnenverantwortlichen. Gemäss Zahlen des BAG sind die Ansteckungen aller sexuell übertragbaren Infektionen zwischen 2000 und 2010 kontinuierlich gestiegen.
Zum Beispiel unter Homosexuellen. Dort haben sich die HIV-Infektionen zwischen 2001 und 2008 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Infektionen waren auch 2011 (256 Fälle) fast doppelt so hoch wie zehn Jahre zuvor (141 Fälle). Dies berichtet die neueste Ausgabe der Zeitschrift «Revue médicale suisse».
Experten zu 25 Jahre Aidsprävention
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
«Gings zu schnell?» - Kampagne aus dem Jahr 2009
(Video: Youtube/checkyourlovelife)
«Frauenheld» - Kampagne aus dem Jahr 2005
(Video: Youtube/checkyourlovelife)
Wie alles begann: Hier finden Sie die ersten «Stop Aids»-Werbespots.
(jam/sda)
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Die Wahrheit sieht anders aus..
Nimmst du die Pille? -Ja. -Gut, denn ich hab kein Kondom dabei.Wem kommt das nicht bekannt vor?Wir denken, nur weil wir in einem zivilisierten Land leben, passiert uns nichts, oder das Risiko ist sehr gering.Aber mal ehrlich, als die Schweine- und Vogelgrippe ausbrach, wer hat nicht darauf geachet dieses möglicher Weise "infizierte" Fleisch zu meiden? Man könte ja krank werden...Aber wenn es darum geht, sich beim Sex zu schützen, schliessen viele die Augen davor, wenn man nicht daran denkt, passiert auch nichts..LEIDER LEIDER muss ich sagen, dass ich bis jetzt noch NIE eine Person getroffen habe, die konstant IMMER Kondome bei einem ONS benutzt, oder die ersten 3 Monate in einer Beziehung mit Kondomen verhütet, bis man die Gewissheit hat, dass alles in Ordnung ist. Und die jenigen die jetzt sagen, Aids Test ist mir zu teuer; wollt ihr wirklich euer Leben aufs Spiel setzen, oder das eines anderen..?Die jenigen, die in einer neue Beziehung sind, sagen sie vertrauem ihrem Partner (auch wenn man die Person erst kurze Zeit kennt - legen sie ihr "Leben" in dessen Hände - er/sie würde mir ja sagen, wenn er/sie eine ansteckende Krankheit hat. - Naja, vielen ist nicht bewusst, dass sie vielleicht Träger einer Krankheit sind und andere damit anstecken könnten, wenn es nicht behandelt wird).Ich höre immer die gleichen lahmen Ausreden wie; man spürt nichts beim Sex, Latex Allergie, nur Schwule können sich mit HIV anstecken (Leider, ist diese Aussage kein Witz, die Person meinte es total Ernst und das mit 26 Jahren!!!), ich bin doch Gesund - vertraust du mir nicht?, oder es geht vergessen im Eifer des Gefechts und ne menge mehr Ausreden..Auch denken viele Frauen, die Männer allein sind verantwortlich für die Kondome.. Nein meine lieben Damen, es betrifft auch euch, beide sind dafür Verantwortlich daran zu denken, es geht auch um eure Gesundheit.Auch ist es ein Witz, dass einige bei ONS's verhüten, aber dannach das Sperma des anderen schlucken weil er oder sie es mag, wie naiv von solchen Personen, dass man sich so einem Risiko begibt..Ach ich könnte ein ganzes Buch darüber schreiben, was ich im Beruf und im Privaten so mitbekomme, einfach nur traurig..
Gratistests
Das BAG sollte statt solche aufwendige Werbung besser Gratistests anbieten. Mit dieser Werbung werde ich mein Verhalten nicht ändern, jedoch bei Möglichkeit von Gratis oder günstigen Tests eher hin gehen und kontrollieren lassen ob alles in Ordnung ist. Eine Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst wäre auch möglich. So hätten sie mehr Spenden und ich kann immer noch selber entscheiden, ob die Spende verwendet werden soll, oder nur getestet wird.
@Andreas
Ein gratis Test hilft zur Vorbeugung nicht, aber die "Lümmeltüte" schon! HIV, Tripper, Chlamydiose (die meist verbreitete sexuell übertragene Krankheit, was häufig der Grund, der Unfruchtbarkeit der Frau ist und häufig ohne Symptome verläuft!) Seriöse Familien-Planung beginnt, mit der Verwendung von Kondomen!
Anti AIDS Kampagne ist Werbung für Sex
Wenn ich diese Anti AIDS Werbungen sehen denke ich nicht an AIDS sondern an Sex! Wenn die wirklich die Menschen wach rütteln wollen, sollten die mal Plakate mit Bildern von AIDS Kranken Menschen aufstellen. Habe zum ersten mal ein Bild von einem AIDS Kranken Mann in der damaligen Zeitschrift FACTS gesehen. Als ich das Bild damals sah dachte ich nicht an Sex, sondern daran das ich nicht mit jeder Frau die mir über den Weg läuft Sex haben möchte. Aber das möchte Man ja nicht. Diese ganze Anti AIDS Kampagne ist werbung für Sex mit verschiedenen Partnern und Onenightstands.
Interessanter Ansatz
Interessanter Ansatz, das ist gar nicht soo unwahr würde ich meinen.